Ansprüche an Erlös von Gruundstücksverkauf 2007 schon verjährt?

3 Antworten

Der Sachverhalt ist nicht ausreichend für eine endgültige Beurteilung.

Seit 2010 gilt auch für Erbansprüche die dreijährige Verjährungsfrist §3 195, 199 BGB. Beginn des Laufs der Verjährung, das Ende des Jahres in dem man von der Erbschaft Kenntnis bekam, oder hätte Kenntnis haben müssen.

Aber es gibt auch noch die 30jährige Verjährungsfrist. Die gilt z. B. wenn man der Ansicht war ein anderer (der Besitzer des Erbes) wäre der rechtmäßige Erbe.

DEin Sachverhalt ist schwammig.

1995 erhielt mein Bekannter Kenntnis von einem möglichen Miterbe

Wann war der Erbfall eingetreten? Schon Jahre vorher? Warum hat er sich keine Gewissheit verschafft?

Vor 2 Jahren erfuhr er, dass das Grundstück zwangsverkauft wurde und der Erlös vom Amtsgericht verwaltet wird.

Was war in der Zwischenzeit? gibt es keinen anderen Erben, der Ansprüche gestellt hat?

Einfach mal zum Amtsgericht gehen. Der Erbschein ist hier was wie ein Lottoschein.

Hallo, danke erst einmal für die schnelle Beantwortung. Der Erbfall war 1955 bei Berlin. Es wurden damals 11 Erben ermittelt, aber das lief alles im Sande, da sich keiner meldete. Mein Bekannter wollte sich dann später nicht die Mühe machen, diese Erben zu suchen. Da es nun aber eine gewisse Summe gibt nach dem Verkauf des Grundstücks möchte er wissen, ob die Sache für ihn nicht schon verjährt ist, da er ja 1995 über seinen möglichen Erbanteil informiert wurde. Er hat die Information, dass es bislang keinen Erbschein für andere Personen gab.

Deshalb sage ich ja "Lottoschein."

Er kann doch einfach hingehen und fragen, ob einer einen Erbschein bekommt.

Wenn ja, dann hat er es, wenn nein, OK, soviel wie jetzt auch.

Wenn der Erbfall aber 1955 war, sehe ich schon schwarz.

Trotzdem, ich würde es probieren.

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Die 30 Jahre gelten unabhängig von Kenntnis nach altem und neuem Recht ab Erbfall. Es ist aber möglich, dass das Amtsgericht gewillkürt auf die Einrede der Verjährung verzichtet, teilweise machen AG das.

Dein Bekannter sollte sofort aktiv werden und dort vorsprechen!

Verjährt ein Notarvertrag (Nachlassangelegenheit/Testament)?

Oder ist der Schadentag ausschlaggebend? Es geht um Notarvertrag (Regellung des Nachlassen) meines Vaters, der an Lungenkrebs erkrankte und nach 4 Jahren kampf gegangen ist. Er war im Hospizt und bekamm alle paar Stunden Morpium. Es wurde in diesem Zustand ein Vertrag mit einem Notar gemacht. Morgens bekamm mein Vater kein Morphium und 16 Uhr kam ein Notar. Der Vertrag ist von 2009 und war zu dem Zeitpunkt ok für mich. Meine Mutter sollte das Haus, Gründstück und Firma bekommen und wir Kinder erben wenn Sie geht. Mein Schwager sollte mit in der Firma sein und diese quasi leiten. Das hatte mein Papa gewollt und mein Schwager ist geküntigt. Die Technik alles veräußert. Es lebt ein neue Mann da(der auch Kinder hat). Das Haus ist höchst müllig und dreckig mittlerweile. Das mein Schwager und die Sekretärin gekündigt ist, Technik verkauft ist hat meine Mutter bis heut mir nicht gesagt. Ich weiss es v. meiner Schwester. Ich hab all die Zeit gedacht Sie sagt es mal, das es Ihr zu viel ist. Was verständlich wäre - aber nix. Nun stört mich das alles so sehr. (Das ist sicherlich der sognannte Schadentag!?)Denn mein Vater hat das Haus mit dem verstorbenem Bruder gebaut und die Firma ist aus einer "Intressengemeinschaft" von meinem Papa und Onkel entstanden. Das zu sehen tut weh und Papa dreht sich sicher im Grabe um. Kann ich nun noch etwas machen, noch nachträglich Einspruch einlegen oder ist es verjährt? Ich hab nie mündl./schriftl.verzichtet, sondern einfach alles gelassen wie es immer war.

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