Anspruch auf Wohnung durch Erwerb von Genossenschaftsanteilen?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Wenn eine Bankberaterin zum Erwerb von Genossenschaftsanteilen rät, so kann ich mir fast nicht vorstellen, dass es sich dabei um eine "normale" gemeinnützige Wohnungsbaugenossenschaft handelt.

Dann wäre sie wirklich eine gute Beraterin, die gegen ihr eigenes Interesse objektiv berät, weil sie damit nämlich nichts verdient.

Sich bei einer gemeinnützigen Wohnungsbaugenossenschaft zu bewerben ist ohne Zweifel eine gute Idee. Einige haben Aufnahmestopp. Wie die Bedingungen sind und ob eine Arbeitslosigkeit dagegen spräche, darüber musst Du Dich jeweils informieren. Auf jeden Fall wäre bei einer WBG die Chance größer als bei einem "normalen" Vermieter.

Grundsätzlich hast Du mit dem Erwerb von Genossenschaftsanteilen Anspruch auf eine Wohnung. Es hängt aber natürlich von der Verfügbarkeit einer passenden Wohnung ab und niemand, auch in der Genossenschaft wird Dir sagen können, wie lange es dauert. Es gibt Wartelisten, die abgearbeitet werden und niemand kann vorher sagen, wann wieviele Mitglieder eine bestehende Wohnung aufgeben.

Wenn es ein Neubauvorhaben gibt, kann man sich auch bewerben. Dabei ist man dann nicht davon abhängig, dass jemand auszieht und die Entscheidung, ob man eine Wohnung bekommt, fällt schneller.

Grundsätzlich kann man aber sagen, dass Wohnungsbaugenossenschaften nur dann neue Mitglieder aufnehmen, wenn auch in absehbarer Zeit für das neue Mitglied auch eine Wohnung zur Verfügung steht, denn das ist ja der Sinn der Genossenschaften.

Ein angenehmer Nebeneffekt ist, dass die Anteile in der Regel recht gut verzinst werden, bis zu ca. 4%. Bei einigen Genossenschaften kann man zusätzlich zu den Pflichtanteilen auch noch freiwillige Anteile zeichnen. Das ist aber sehr unterschiedlich und wie gesagt nur ein angenehmer Nebeneffekt.

Im Vordergrund steht die Nutzung einer günstigen Wohnung. Die Zeiten, in denen die WBGs Mitglieder aufgenommen haben, die letztlich nur Geld gutverzinst anlegen wollten, sind vorbei.

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Na, hat es geklappt mit den Genossenschaftsanteilen (ohne Sparkasse)?

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Meines Wissens ust mit dem Erwerb von Genossenschaftsanteilen keine Garantie auf die Vergabe einer Wohnung gegeben (zumindest bei den Genossenschaften, die ich kenne6. Man wird aber bevorzugt.

Viele beliebte Genossenschaften (die ich kenne) vergeben aber gar keine Anteile, da sie völlig überlaufen sind.

Ich weiß ja nicht, wielange das Vermögen noch reichen könnte (und eine Genossenschaft erst recht nicht). Daher wäre wohl zu raten, eine Wohnung innerhalb der Sozialsätze zu suchen, damit kein weiterer Umzug nötig wird, nach Aufbrauchen des Kapitals.

Da man ja bei Genossenschaften oft günstige Wohnungen bekommt, und auch als Sozialempfänger akzeptabel ist, wäre es m. E. eine gute Idee, mal die ansässigen Genossenschaften abzuklappern. Und Geldanlagetechnisch wäre es auch nicht das Schlechteste. Ich würde evtl. auch bei mehreren Genossenschaften investieren, das wäre ha auch wieder kündbar. Auch wenn es mit reichlich Zeitverzögerung ausgezahlt wird.

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Vielen Dank für die ausführliche Antwort. Eine Garantie ist auch nicht unbedingt erforderlich. Aber zumindest die Hoffnung, dass man in absehbarer Zeit berücksichtigt wird. Anders sehe ich für uns auch keine Möglichkeit mehr, noch an eine Wohnung zu kommen. Man weiß ja, wie die meisten Vermieter denken. Inwieweit man Anspruch hat, oder auch nicht, müsste doch eigentlich in den Satzungen stehen, oder?

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@elli57b

Genau, und zwar in der jeweiligen Satzung der betreffenden Genossenschaft.

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@Andri123

Leider habe ich jetzt die Erfahrung machen müssen, dass die Genossenschaften uns ohne Nachweis von regelmäßigen Einkünften offenbar auch nicht akzeptieren. Damit hat sich das Thema für mich erledigt. Und eine Wohnung innerhalb der Sozialsätze zu finden, ist noch schwieriger, bis nahezu unmöglich. Tolle Aussichten!

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riet mir meine Bankberaterin zum Erwerb von Genossenschaftsanteilen

Das gäbe mir zu denken, wenn die Bankberaterin auf eigenes Geschäft verzichtet.

Andri123 hat m. E. sehr gut die Möglichkeiten und Einschränkungen dargestellt.

Bei der Kündigungsmöglichkeit solltest Du Dir auf der Zeitachse genau aufzeichnen lassen, wie lange und wie im einzelnen die Schritte von der Kündigung bis zur Rückzahlung des Anteilsgegenwertes dauern bzw. erfolgen.

Ebenso wichtig ist - um Deine Erwartungen anzupassen - die Erklärung und Dauer für die Aufnahme in die Genossenschaft und Schritte bis zur Wohnungsvergabe und die Einflussfaktoren für die Rangfolge auf der Warteliste.

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