Anspruch auf Rechnung mit ausgewiesener MwSt?

2 Antworten

Du, weil Du als Privatperson keine Umsatzsteuer ausweisen darfst.

Dein Kunde, weil er sich auf die Formulierung:

"Preise werden inklusive anfallender Mehrwertsteuer angezeigt."

verlassen hat.

Wenn ich das wäre, hätte ich erwartet, das ich mir aus den (Beispiel) 11,90 Euro, 1,90 Euro Vorsteuer abziehen kann.

Ich würde Dich dann auffordern mir ggf. die 1,90 Euro zu erstatten.

Als Privatanbieter hat der Fragesteller auf diesem Marketplace eigentlich nichts zu suchen.

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@Snooopy155

Wieso, man kann auf Amazon Marktplace schon immer auch als "Privat Person" verkaufen. Lediglich auf der Business Variante müssen die Preise incls. MWST offeriert werden.

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Der Käufer ist im Recht, das Sie die Artikel auf der Business Variante angeboten haben. Diese Variante ist ausschließlich für gewerbetreibende vorgesehen und nicht für private Verkäufe. Warum man das macht, erschließt sich mir nicht. Kostet diese Variante doch 45€ zzgl. MWST/Monat. Bei der privaten Variante entfällt dieses Abo.

Darf Handwerker über 1 Jahr später MwSt. in Rechnung stellen (aus Angst vor dem Finanzamt)?

Hallo zusammen!

Ich habe vor über einem Jahr meine Hausfassade sanieren lassen. Mit der Firma war ein Pauschalfestpreis i.H.v. 10.000 € vereinbart. Diese 10.000 € habe ich nach Fertigstellung der Leistung bei Abnahme bar gegen Quittung bezahlt, da Barzahlung vereinbart war. Das ist 15 Monate her.

Da ich eine Einliegerwohnung in meinem Zweifamilienhaus vermiete, wollte ich die Kosten bei der Steuererklärung absetzen und habe sie entsprechend angegeben. Als Beleg habe ich erst einmal die Quittung (ohne Ausweis der MwSt.) beigefügt.

Nach ein paar Wochen rief mich die Firma an und sagte, dass sich das Finanzamt im Rahmen einer Überprüfung bei ihnen gemeldet und nach der Rechnung für die von mir angegebenen Leistungen gefragt hat. Die Firma behauptete, dass wir seinerzeit angeblich doch "ohne Rechnung" vereinbart hätten und sie nun die Mehrwertsteuer von knapp 2.000 € bei mir nachfordern müsse.

Dem war aber nicht so. Auch wenn ich im Nachhinein betrachtet sicherlich etwas naiv war, so viel Geld nur über Quittung und ohne Ausweis der MwSt. und Material/Leistungen zu zahlen, war mir war nicht bewusst, dass die Firma das augenscheinlich an der Steuer vorbei machen wollte. Schließlich wollte ich die Kosten ja auch geltend machen.

Nun hat mir die Firma frech eine Rechnung (die 1. überhaupt) über 10.000 € netto + 1.900 € MwSt. geschickt, also über insgesamt 11.900 € brutto. 15 Monate nach Abnahme und Abrechnung. Darauf ist handschriftlich die in bar erhaltene Betrag vermerkt. Die Rechnung datiert auf heute.

Wie soll ich mich verhalten? Ist doch nicht meine Schuld, wenn die Firma Steuern hinterziehen will. Als Endverbraucher zahle ich doch immer brutto und nicht netto. Davon bin ich auch bei der Schlusszahlung vor 15 Monaten ausgegangen. Mach ich mich mitschuldig an der versuchten Steuerhinterziehung?

Vielen Dank für eure Antworten!

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