Anspruch auf monatlich 6,65 € Vermögenswirksame Leistungen (VL). Wie sinnvoll anlegen?

2 Antworten

Es gibt Möglichkeiten ab 25 Euro monatlich, teilweise sogar noch geringer, z.B. DWS oder Fondsdepotbank oder FIL Fondsbank. Ob hier aber auch ETFs bespart werden können, weiß ich nicht.

Alternativ, wenn nur die 6,65 Euro (Beamter ÖD ?) "mitgenommen" werden sollen, einfach VL-Sparplan bei der ING-Diba (1 % Verzinsung) und davon unabhängig dann ein ETF-Sparplan außerhalb von VL.

Oder, wenn Anspruch auf Wohnungsbauprämie (WOP) besteht, dann ggf. gut verzinster (über 2 % p.a.) Bausparvertrag (ca. 25 Euro Mindestbeitrag). Insbesondere wenn unter 25 Jahre alt da dann WOP nicht an wohnwirtschaftliche Verwendung gebunden ist.

Die Idee mit ETF wirkt absurd. Exchange Traded Funds, also an der Börse gehandelte Fonds lösen beim jedem Kauf wie auch beim Verkauf Kosten aus.

Normale VL-Fonds gibt es ab 7 € im Monat. Auch mit Rabatt.

Wieso? Es gibt doch für normale Depots auch Anbieter, die ETF-Sparpläne kostenfrei ansparen und ohne Aufschläge ermöglichen. Und die Verwaltungskosten sind geringer als bei aktiv verwaltenden Fonds.

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@lohepudel

Aha. Wovon lebt der Anbieter?

Vermutlich davon, dass genau der ETF, den sie als Sparplan anbieten, im Vertrieb, also in den für den Vertrieb bestimmten Kosten, die vom Anleger getragen werden, teurer ist als ein gemanagter Fonds. 

Oder hast du eine andere Theorie?

Gemanagte Fonds können schlecht sein. Bei den ETFs hast du die schlechte Wertentwicklung garantiert. Vielleicht auch noch mit einem Risiko, das Laie nicht erkennen kann.

Es ist zugegeben nicht mein Thema. Geld gut anlegen sehr wohl. Die Verwaltungskosten sind dafür unbedeutend. Dass die Strategie zum Anleger passt ist bedeutend und in aller Regel wird er das selbst kaum hinbekommen.

ETF sind ein Modegag der Finanzbranche wie neuer Markt, Techwerte, die Telekom, geschlossene Fonds und sonstwas ein Modegag war, mit dem Laien viel Geld verloren haben.

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@Rat2010

Selbst Warren Buffet empfiehlt seiner Frau nach seinem Ableben einen Großteil seines Vermögens in ETF zu investieren. Kleinanlegern auch. Der Aufwand für ETFs ist geringer, daher fallen da auch häufig weniger Verwaltungskosten an. Zumal die meisten aktiv verwalteten Fonds ihren Vergleichsindex nicht schlagen können.

Institutionelle Anleger greifen inzwischen auch vermehrt zu ETF. Im übrigen gleiten wir immer weiter von der Fragestellung ab.

Das die Banken und Vermittler damit ein Problem haben ist mir klar. Es winken weniger Provisionen.

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@lohepudel

Institutionelle müssen fast immer Indizes abdecken! Sie dürfen zum Teil keine gemanagten Fonds einsetzen. Das selbe Instrument ist für Pivatleute uninteressant oder brauchst du ein Bürohochhaus?

Sich mit Fondsmanagern zu beschäftigen hat wenig mit Buffetts Frau zu tun. Er traut es ihr nicht zu, es so anzulegen wie er und wenn man es nicht kann sind Indexprodukte schon wegen der Streuung besser als die Beteiligung an wenigen unternehmen. 

Fondsmanager machen das aber mehr wie Buffet. Sie legen Geld nach bestimmten, bekannten Kriterien an. Sie legen Schwerpunkte und haben Stärken. Wenn man verschiedene mischt, kommt ein Portfolio nach den Bedürfnissen des Anlegers raus, das so gar nichts mit Indizes zu tun hat. 

Dazu ist der US-Markt (nur den kennt Buffett) hinreichend transparent, dass es bei manchen Indizes wirklich schwer fällt, sie dauerhaft nachhaltig zu schlagen. Das hat mit dem Rest der Welt wenig zu tun.

Wenn du glaubst, dass Banken etwas propagieren, bei dem sie weniger verdienen, glaubst du sicher auch an den Osterhasen. "Selber machen lassen" hieft die Banken zwar auch aus der Haftung. Weil Anleger das ebenso wie Aktien im Schnitt nicht kann (jeder wird Semiexperte, der jeden Rückgang als persönlichen Fehler sieht, im Zweifel reagiert; das macht er abrer auch, wenn sein ETF steigt), sorgt er für wesentlich mehr Provision als die 0,3 % bis 0,7 % p.a., die mit Fonds erzielt werden können.

Überlege mal, dass hier kürzlich diese Frage auftauchte

https://www.finanzfrage.net/frage/wie-kann-man-erkennen-ob-richtige-zeitpunkt-ist-um-anteilen-einer-etf-zu-verkaufen?foundIn=list-answers-by-user#answer-1033644

Ich glaube nicht, dass es mehr braucht um zu verstehen, dass der Kunde im Schnitt das Produkt (mal wieder) nicht verstanden hat.

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