Anspruch auf Mangelbehebung nach Hauskauf von 2009?

1 Antwort

Grundsätzlich verjähren Sachmangelansprüche bei Bauwerken innerhalb von 5 Jahren:

www.gesetze-im-internet.de/bgb/__438.html

Aber: Ich bin mir sicher, dass der notarielle Kaufvertrag den üblichen Gewährleistungsausschluß enthält und Du schon ein arglistiges Handeln des Verkäufer nachweisen müßtest um überhaupt noch Gewährleistung geltend machen zu können. Offengestanden glaube ich nicht, dass Dir bei einer derartigen Lappalie irgendein Richter einer solchen Argumentation folgen wird. Wie hoch mögen denn die Kosten für den Anschluß der FI-Schalter sein? Sind das 100,-- oder 150,-- oder 200,-- Euro? Mehr wohl nicht, denn die Schalter selber sind vorhanden. Wieviel Promille der Kaufsumme macht das aus?

Vielen Dank für die schnelle Antwort! Vielleicht sollte ich die Frage anders stellen: Ich habe schon einen Schritt weiter gedacht und mich gefragt, warum der FI-Schutz nicht angeschlossen ist? Ein Elektromeister sollte wissen, dass es gesetzliche Pflicht ist, zumindest die Feuchträume über einen FI-Schutz abzusichern, so dass man davon ausgehen kann, dass er diesen bewusst nicht angeschlossen oder später abgeklemmt haben wird. Sollte sich letztendlich herausstellen, dass eine generell fehlerhafte Verkabelung dahiner stünde, dann würden wir nicht nur über 100 € sprechen, sondern befänden uns u. U. schon ganz schnell im (hohen) vierstelligen Euro-Bereich. Wie sähe es dann mit der Haftung aus? Dann könnte aus dieser Lappalie auch schnell eine ganz aufwendige und kostspielige Geschichte werden. Mein Misstrauen diesbezüglich rührt zum einen daher, dass der Verkäufer nach dem Kauf noch am Stromkasten "manipuliert" hat, indem er die Zeitschaltuhr für den Flur, welche er ganz stolz vor dem Kauf präsentiert hat, nachträglich noch entfernt hat (leider habe ich keine handfesten Beweise bzw. außer meiner Frau keine Zeugen dafür) und zum anderen hat ein Mitarbeiter eines Elektrofachbetriebes, den ich nach Feststellung des fehlenden FI-Schutzes beauftragt habe, beim Begutachten unseres Stromkastens nur mit dem Kopf geschüttelt und mir geraten, den Verkäufer in die Pflicht zu nehmen und diesen Mangel von ihm beheben zu lassen. Daher habe ich auch bisher erstmal nichts weiter unternommen...

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@Darcelinho

Du bist jetzt in einer verzwickten Situation: Du nimmst an, dass da noch weitere Mängel sind, Du weißt es aber nicht. Wenn Du jetzt ordnungsgemäß vorgehen willst, dann müßtest Du einen Anwalt beauftragen und den zunächst die Rechtslage unter Beachtung der vertraglichen Vereinbarungen prüfen lassen. Ist der der Ansicht, dass ein Anspruch im Grundsatz gegeben ist, dann müßte man bei Gericht ein Verfahren zur Sicherung des Beweises einleiten und dort einen Gutachter bestellen lassen. So und nur so ist gewährleistet, dass man später nicht in Beweisprobleme kommt.

Das Risiko bei der Sache ist, dass sich dann doch nur ein Beseitigungsaufwand von 100,--€ herausstellt und Du auf den ganzen Kosten -die mit Sicherheit eine 4-stellige Höhe haben- sitzen bleibst.

Du könntest natürlich auch mehrere Handwerker bitten, Dir ein Angebot zur Reparatur der Anlage abzugeben. Keiner der Handwerker wird Dir natürlich im vorhinein definitiv sagen können, was alles auf Dich zukommt. Wenn es wirklich zum schlimmsten Fall kommen sollte, dann könntest Du versuchen, Deinen Schaden beim Verkäufer einzuklagen. Nachteil dieses Wegs ist die Vernichtung von Beweisen.

Entscheiden mußt Du, es fällt nicht einfach!

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@Privatier59

Das habe ich befürchtet... :-( Die Entscheidung ist wirklich nicht leicht. Vielen Dank auf jeden Fall für die schnellen und kompetenten Antworten!

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