Anschaffungsnebenkosten bei unentgeltlichem Erwerb eines Gebäudes, welcher AfA Satz?

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2 Antworten

Der AfA-Satz bestimmt sich nach § 11d EStDV:

"...nach den Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Rechtsvorgängers oder dem Wert, der beim Rechtsvorgänger an deren Stelle getreten ist oder treten würde, wenn dieser noch Eigentümer wäre, zuzüglich der vom Rechtsnachfolger aufgewendeten Herstellungskosten und nach dem Prozentsatz, der für den Rechtsvorgänger maßgebend sein würde, wenn er noch Eigentümer des Wirtschaftsguts wäre."



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wfwbinder 16.05.2017, 10:36

Absolut top. DH.

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AnnAmelie 16.05.2017, 10:40

Aber es gibt doch einen Unterschied zwischen nachträglich aufgewendeten Herstellungskosten (welche z.B. für neue Teilbauten des Gebäudes anfallen) und Anschaffungsnebenkosten (Notar etc.) ? Außerdem trennt der BFH in dem o.g. Urteil ganz klar zwischen der Anschaffungskosten Fortführung nach § 11d und den neuen ANK, soweit ich das richtig verstanden habe.

Würdest du denn nach deinem Zitat dann 2,5% ansetzen, oder 2%?

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blackleather 16.05.2017, 10:50
@AnnAmelie

Stimmt, da hast du Recht und der BFH spricht ja auch: "§ 11d Abs. 1 EStDV orientiert sich an den Werten des Rechtsvorgängers, erfasst daher nicht die beim Rechtsnachfolger angefallenen Anschaffungs- und Herstellungskosten."

Und er sagt weiter: "Vielmehr begründet oder erhöht sich die insoweit eigenständige Bemessungsgrundlage (hier § 7 Abs. 1, Abs. 4 EStG) für das erworbene Objekt." (Rn. 19 des von dir zitierten Urteils).

Will heißen: Neuer Prozentsatz.

Achtung: Nicht vergessen, den auf den Grund und Boden entfallenden Anteil aus den neuen ANK herauszurechnen!


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AnnAmelie 16.05.2017, 11:37
@blackleather

Erstmal vielen Dank für deine Antwort!

Heißt das denn dann, dass ich mich bei der Bestimmung des neuen Prozetsatzes dennoch auf das Jahr der Fertigstellung des Gebäudes beziehen kann? Also, da die ANK im Zusammenhang mit einem Gebäude das vor 1927 gebaut wurde entstanden sind, mit 2,5% abschreiben?

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blackleather 16.05.2017, 16:09
@AnnAmelie

So hätte ich jedenfalls § 11d Abs. 1 EStDV verstanden, wovon der BFH aber nur sagt, es sei eine neue Bemessungsgrundlage anzuwenden, sich zum Prozentsatz aber ausschweigt.

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Gemäß EStG § 7 Abs. 4 gilt die AfA von 2,5 % für Wohngebäude, soweit sie "vor dem 1. Januar 1925 fertiggestellt worden sind". Von 1927 ist nirgendwo die Rede. - Nur mal so nebenbei.

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