Anschaffung gebrauchter PKW als Freiberufler - mit oder ohne USt sinnvoller?

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Hängt von der tatsächlichen Nutzung des PKWs ab.

Das Ertragssteuerrecht kennt die Stufen:

weniger als 10% betrieblich => notwendiger Privatvermögen

10%-50% betrieblich => Privatvermögen oder gewillkürtes Betriebsvermögen

50% und mehr betrieblich => notwendiger Betriebsvermögen.

Sobald er ertragssteuerlich Betriebsvermögen ist, ist es aus mit den 0,3 Euro.

Die Umsatzsteuer kennt aber nur ein Unternehmensvermögen, und ab einer unternehmerischen Nutzung von mehr als 10% kann man den PKW ins Unternehmensvermögen nehmen.

Wenn Du dann aber den 100%igen Vorsteuerabzug geltend machst, und den PKW im nächsten Jahr nur zu 30% unternehmerische nutzt, muss die Vorsteuer korrigiert werden.

ok. Ich sehe. Ich verwende den PKW stark schwankend von Jahr zu Jahr beruflich. In 2009 unter 10%, in 2010 ca. 15%, in 2011 über 65%.

Damit kann es wohl je nach Ansatz zu einem Problem mit der USt kommen.

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@freiGeist

Und wenn Du kein geeigneten Aufzeichnungen führst, darf Dir das Finanzamt eine private Nutzung von 80% unterstellen.

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@Meandor

Wenn du das Fahrzeug ins Betriebsvermögen aufnimmst - denke bitte daran, dass du ein Prozent pro Monat vom Brutto-Listenpreis zuzüglich Sondereinbauten ( z.B. fest installierte Navigationsgerät oder anderes) in der Umsatzsteuer und auch in der Einkommensteuer versteuern musst Es ist nicht der Einstandspreis ( Einkaufspreis ) gemeint, den du für den Wagen bezahlt hast, sondern der absolute Neuwagenpreis vom Werk.

Desweiteren musst du das Fahrzeug bei Betriebsaufgabe oder Verkauf aus dem Anlagevermögen entnehmen. Der Preis dafür kann man in der aktuellsten Schacke-Liste entnehmen. Diese verwenden auch die Prüfer bei einer Betriebsprüfung.

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Wie rechne ich Fahrtkosten und Spesen als Kleinunternehmer und GbR ab?

Nehmen wir an A und B haben zusammen eine GbR gegründet.

Diese GbR stellt eine Dienstleistung an Unternehmen C. Im Zuge der Dienstleistung entstehen Fahrtkosten (30ct/Kilometer) insgesamt 100€ und zudem fallen Verpflegungskosten insgesamt 11,9€ Netto an. Die GbR stellt dem Unternehmen C nun eine Rechnung i.H.v. 1110€ +19% MwSt.(1000€ für die Dienstleistung + 10€ Bruttobetrag der Verpflegungsaufwände und 100€ Fahrtkosten.). Da alles von Gesellschafter A geleistet wurde, möchte dieser das Geld von der GbR zurückbekommen. Er nimmt die Kleinunternehmerregelung in Anspruch und stellt seine Leistung über 1000€ zzgl der 11,90€ Verpflegung in Rechnung. Dabei wird natürlich keine MwSt. ausgewiesen und die Originalbelege der Verpflegung gehen an die GbR. Die GbR reicht die Belege für einen Vorsteuerabzug beim Finanzamt ein und zahlt die 190€ USt. für die Dienstleistung an das Finanzamt. Damit sollte bis auf die Fahrtkosten alles steuerlich korrekt abgegolten sein. Liege ich damit richtig?

A ist zu diesem Auftrag 333,3 km mit seinem Privatwagen gefahren und hat lt. der Kilometerpauschale von 30ct insgesamt einen Aufwand von 100€. Wie wird das ganze jetzt steuerlich geltend gemacht. Rein logisch gäbe es für mich hier 2 Möglichkeiten.

1. Die GbR macht die Kosten beim Finanzamt als Fahrtkosten geltend und A bekommt 119€. In diesem Fall würde A 0,357€/km bekommen. Die Frage hier ist, wer zahlt die Steuern, Ist es damit abgegolten, dass A bereits bei Sprit, Kfz.Steuer etc gezahlt hat.

2. Die GbR zahlt auch davon 19% an das Finanzamt, wodurch A nur 30ct bekäme. Bei dieser Variante würde das Finanzamt aber doppelt kassieren, da für die Fahrt ja o.g. Steuern (Sprit etc.) bereits gezahlt wurden. Welche der zwei (oder welche weiter Möglichkeit) wäre steuerrechtlich korrekt?

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