Anrechnung an Kaltmiete bei Grundsicherung?

1 Antwort

Es gibt zwei unterschiedliche Mehrbedarfe, die bei Vorliegen der Voraussetzungen gewährt werden.

Behinderte, die einen Behindertenausweis mit dem Merkzeichen „G“ oder „aG“ besitzen, können bis zu 15 m² an Wohnraum als Mehrbedarf geltend machen. So können z.B. Rollstuhlfahrer oder Benutzer eines Rollators, aber auch stark Sehbehinderte und Blinde einen Anspruch geltend machen.

Die für einen Ein-Personenhaushalt geltenden 50 m2 könne auf diese Weise auf bis zu 65 m2 "vergrößert" werden, wenn dieses erforderlich ist. Damit entfällt z.B. die Aufforderung die Kosten der Unterkunft (KdU) zu senken, weil sie ein paar Quadratmeter zu groß ist.

Daneben kann ein Mehrbedarf für spezielle, ärztlich verordnete Ernährung gewährt werden. Aber auch für teure und notwendige Medikamenten. Erforderlich ist dafür immer eine ärztliche Stellungnahme. Ein einfaches ärztliches Attest langt i.d.R. nicht.

Schau auch mal in den Gesetzestext: http://www.sozialgesetzbuch-sgb.de/sgbxii/30.html

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