Anlage SO - Verluste aus privaten Veräußerungsgeschäften nicht mit Gewinnen aus dem Vorjahr verrechnen lassen?

3 Antworten

In der Anleitung zur Anlage SO ist das hier beschrieben:

Zeile 52 Die Erläuterungen zu Zeile 15 gelten für Einkünfte aus privaten Ver äuße rungs geschäften entsprechend.

Zeile 15 Die nicht im Jahr 2019 mit Gewinnen aus Leistungen ausge­glichenen Verluste aus Leistungen sind nach Maßgabe des § 10d des Einkommensteuergesetzes (EStG) rück­ oder vor­tragsfähig und mindern die im Jahr 2018 oder in den folgenden Veranlagungszeiträumen aus Leistungen erzielten Gewinne. Die Verrechnung nach Maßgabe des § 10d Abs. 2 EStG (Verlustvor­trag aus 2018) wird auto matisch vom Finanzamt berücksichtigt. Falls Sie die Verrechnung nach Maßgabe des § 10d Abs. 1 EStG (Verlustrück trag nach 2018) begrenzen möchten, tragen Sie den gewünschten Betrag bitte in Zeile 15 ein.

Mit anderen Worten:

Den Verlustvortrag kann man nicht begrenzen, es wird programmtechnisch immer der höchstmögliche verbraucht, weil es gesetzlich so geregelt ist.

https://www.formulare-bfinv.de/ffw/resources/E5F7E00EE424592B7EB1/form/Anltg_SO_19.pdf

Der Beitrag ist zwar richtig, beantwortet aber nicht die Frage, sorry.

Frage falsch gelesen....

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@Petz1900

okay - mein Kommentar ist schon geschrieben :-)

Danke für die Richtigstellung

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Hallo Petz1900 - welchen Sinn macht dann die Zeile 52? Ich verstehe diese Zeile als Möglichkeit zu entscheiden, ob oder welchen Verlustbetrag ich aus dem Jahr 2019 mit Gewinnen aus dem Jahr 2018 verrechnen möchte. was ja zur nachträglichen Steuererstattung führen würde. Sollte ich aber für 2020 Gewinne erwarten und möchte diese mit den Verlusten aus 2019 verrechnen kann ich entsprechendes in der Zeile 52 angeben.

Ich wollte hier eigentlich nur Fragen ob die Zahl "0" in Zeile 52 verhindert dass die Verluste aus 2019 mit Gewinnen aus 2018 verrechnet wird.

Da die bisherigen Antworten meiner Meinung nach meiner eigentllichen Frage ausweichen - Wo habe ich einen Denkfehler?

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@steko170981
Da die bisherigen Antworten meiner Meinung nach meiner eigentllichen Frage ausweichen - Wo habe ich einen Denkfehler?

Also eindeutiger als der Hinweis auf § 10d (1) Satz 5 EStG in meiner Antwort nebst darauffolgender weitergehender Erläuterung kann es ja eigentlich nicht sein.

Du hast dich da zu sehr von den wenig qualifizierten Einlassungen des Petz verwirren lassen.

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Ja, auf Antrag, siehe § 10d (1) Satz 5 EStG.

https://www.buzer.de/s1.htm?a=10d&g=estg%23

Satz 5 behandelt nur die Begrenzung des Verlustrücktrags.

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@Petz1900

Satz 5: Auf Antrag des Steuerpflichtigen ist ganz oder teilweise von der Anwendung des Satzes 1 abzusehen.

Satz 1: Negative Einkünfte...sind ... vom Gesamtbetrag der Einkünfte des unmittelbar vorangegangenen Veranlagungszeitraums ...abzuziehen (Verlustrücktrag).

Wenn die nicht abgezogen werden, weil wir das beantragen, verbleiben nicht ausgeglichene negative Einkünfte. UNd zu denen äußert sich Absatz 2 Satz 1:

Nicht ausgeglichene negative Einkünfte, die nicht nach Absatz 1 abgezogen worden sind, sind in den folgenden Veranlagungszeiträumen.... abzuziehen (Verlustvortrag).

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Also nicht nur von Abgabenordnung haben Sie keine Ahnung, Herr Petz.

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@EnnoWarMal

oh, jetzt werden Sie aber bösartig.

Nur weil man totale Unkenntnis bei Ihnen festgestellt hat?

Das kann doch jedem mal passieren, da sollte man doch seine hoffentlich vorhandenen guten Umgangsmanieren nicht vergessen.

Oder haben Sie keine?

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@Petz1900

Das ist jetzt aber doch ein wenig abseits des Themas, oder? Soll ich da vielleicht Absicht vermuten?

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@EnnoWarMal

Vermuten und unterstellen ist ja eh Ihr Hobby, das kennen wir ja von Ihnen.

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@Petz1900

Ihre Bestätigung hätten wir jetzt nicht mehr benötigt, aber danke für diese Mühe.

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@EnnoWarMal

Alles gut.

Wenn Ihnen das gut tut, will ich dem nicht im Wege stehen.

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Die Einkommensteuer unterliegt der Abschnittsbesteuerung - da wird wohl nichts draus.

Hallo,

haben Sie meine Frage überhaupt verstanden - oder ich mich so unklar ausgedrückt? :-(

Sie kennen sich schon mit der Anlage SO und der von mir erwähnten Zeile aus?

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@steko170981

Haben Sie meine Antwort überhaupt verstanden - oder habe ich mich so unklar ausgedrückt.

Sie kennen sich schon mit dem EStG aus?

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