Anlage KAP - Zeile 7 - Diverse Steuerbescheinigungen aus Tages-/Festgeldanlagen beifügen?

3 Antworten

Genau diese Frage habe ich mir in der Vergangenheit schon gestellt und ich habe immer alle Belege beigefügt, wobei meine Überlegungen in dieser Hinsicht eigentlich eher allgemeiner Natur waren:

Zum einen liegen mir die Steuerbescheinigungen ohnehin vor. Was soll ich sie dann in den Akten verschwinden lassen.

Desweiteren will ich angesichts der immer mehr um sich greifenden totalen Kontenkontrolle mein Finanzamt nicht dadurch irritieren dass ich einzelne Belege zurück halte. Das erspart mir eventuelle Nachfragen.

Schließlich würden sich ja auch beim Zurückhalten einzelner Belege möglicherweise erhebliche Differenzen in der Gesamthöhe der Kapitalerträge über die Jahre hinweg ergeben. Auch das könnte Nachfragen zur Mittelherkunft provozieren.

53
Nachfragen zur Mittelherkunft provozieren.

Dies ist für mich ein nachvollziehbarer Grund, wenn man eines Tages ein Mehrfamilienhaus kauft und der Finanzbeamte die Finanzierung abklopft.

Allerdings muss man die Steuerbescheinigungen ja nicht unbedingt vernichten und aus den dokumentierten Zinserträgen läßt sich allein weder die Kapitalhöhe noch die jeweilige Verzinsungsdauer rekonstruieren.

0

Im Grunde bist Du nicht verpflichtet, diese ganzen Steuerbescheinigungen abzugeben, denn solange die Summe aller freigestellten Kapitalerträge, die vom Bundesamt für Steuern erfaßt wurden, unter Deinem Sparerpauschbetrag liegt, gibt es kein Problem.

Wenn es Bankwechsel gab, dann wurde jedoch sehr wahrscheinlich der Freistellungsauftrag dabei auch aufgeteilt und nicht exakt ausgenutzt. Zur bankübergreifenden Verrechnung von Verlusten und Gewinnen mit dem Sparerpauschbetrag und auch anrechenbarer Quellensteuer (z.B. von der Depotbank) ist die Veranlagung der einzige Weg.

Daher würde ich immer alle vorliegenden Steuerbescheinigungen einreichen und für ausländische Fonds genau prüfen, ob nicht Sonderfälle (Thesaurierungen, Schätzwerte, ...) vorliegen.

53

Danke für die Zwischenantwort.

Ich muss noch ergänzen: Es geht nicht um die Fonds und Aktien, die im Depot liegen und deren Erträge bereits den dort gültigen Sparerpauschbetrag von € 801 absorbieren und noch übersteigen.

Es geht mir nur um die anderen Steuerbescheinigungen (Zinserträge, KapESt und Soli) von diversen Banken, bei denen durch Tages-/Festgeldanlagen ist eine größere Zahl an Steuerbescheinigungen durch "Zinshopping" entstanden ist. Deren Besteuerung ist auch nicht irgendwie zu korrigieren.

0
55
@LittleArrow

Es gibt zwei wesentliche Fragen:

  • Bist Du verpflichtet, die Steuerbescheinigungen einzureichen?

  • Nützt es Dir etwas, die Steuerbescheinigungen einzureichen?

Der erste Punkt ist zu verneinen, da Du ja sagst, daß die Abgeltungssteuer dort korrekt einbehalten wurde, da die 801 EUR bereits mit dem Aktien/Fonds-Depot ausgeschöpft sind, jedoch nicht überausgeschöpft wurden. Kirchensteuer wird auch nicht nachträglich zu berechnen sein. Durch die nachträgliche Angabe ausschüttungsgleicher Erträge thesaurierender ausländischer Fonds erhöht sich der Kapitalertrag ja sogar eher noch. Damit bist Du nicht verpflichtet, die Steuerbescheinigungen abzugeben.

Der zweite Punkt: eine Günstigerprüfung ist nicht zielführend und vom Sparerpauschbetrag ist auch nichts mehr übrig. Also könnte ich mir nur ein Szenario vorstellen, bei dem der Verkauf ausländischer thesaurierender Fonds im Depot zu einer Doppelbesteuerung führte, die - wenn sie korrigiert und um die zu versteuernden Thesaurierungen ergänzt wird - den Sparerpauschbetrag in Summe dann nicht voll ausschöpft. Dann wäre eine Verlustverrechnung übergreifend durchzuführen, d.h. es wäre sinnvoll, auch die anderen Steuerbescheinigungen einzureichen.

Sofern jedoch die korrigierten Zahlen des Depots weiter über 801 EUR liegen, wird sich an der erforderlichen Besteuerung der Kapitalerträge der anderen Banken nichts ändern und damit nützt es Dir auch nichts, diese Bescheinigungen mit einzureichen.

0

Gründe könnten sein:

  • du hast keine Freistellungsaufträge gestellt
  • wenn du zu viele Freistellungsaufträge gestellt hast, kannst du ggf. über dem Freibetrag liegen bei den in Anspruch genommenen. Dann musst du das korrigieren
  • die Bank hat falsch gerechnet und du musst die Daten korrigieren

Ich gebe immer alles an, weil ich mir so oder so die Mühe mache, die Bankbescheinigungen zu prüfen. In den meisten Fällen müsste ich es nicht.

Steuererklärung - KAP 2013 - Zeile 17: ausländische Kapitalerträge

Hallo,

ich habe eine (Verständnis-)Frage zum Ausfüllen der Anlage KAP für 2013.

Kommt in Zeile 17 (ausländische Kapitalerträge) der Gesamtgewinn oder -verlust des Jahres 2013? Und die Zeilen 18-22 sind nur da, um Details und Herkunft der Zahl in Zeile 17 zu präzisieren? Wird somit für die Berechnung der Steuer nur Zeile 17 herangezogen bzw. dies ist die entscheidende Zeile?

Vielen Dank für Eure Hilfe

...zur Frage

Höhe der ausschüttungsgleichen Erträge von ausländischen thesaurierenden Fond?

Hallo,

Bitte um Hilfe bei folgendem Problem.

Man besitzt 2 ausländische thesaurierende Fonds. Im Jahre 2015 ergaben sich ausschüttungsgleiche Erträge von jeweils 500 EUR.

In Zeile 15 Anlage KAP muss jetzt der kumuliert Betrag von 1000 EUR angegeben werden für 2015.

Was passiert wenn ich 2016 einen dieser Fond verkaufe? Wie teile ich dem Finanzamt mit, dass 500 EUR bereits auf diesen Fond besteuert wurden?

Danke und Gruß Karl

...zur Frage

Änderungsmöglichkeit für bereits abgegebene Steuererklärung, Anlage KAP?

Hallo zusammen,

ich habe meine Erklärung 2009 bereits abgegeben. Nun habe ich von meiner Bank noch eine Steuerbescheinigung mit KEST erhalten, die ich vom FA erstattet bekommen würde.

Kann ich diese noch nachreichen? Wenn ja: muss ich dann eine komplett neue Erklärung abgegeben? Ich habe die erste auch mit ELSTER übertragen.

Oder reicht ein einfaches Anschreibene ans FA mit der Steuerbescheinigung in der Anlage?

Danke im Voraus!

...zur Frage

Muss man Kapitalerträge aus einer Wohnungseigentümergemeinschaft in der Anlage KAP angeben?

Wenn man vom Verwalter der WEG eine Bescheinigung einer Bank erhält, in welcher vermerkt ist, dass das Rücklagenkonto der WEG soundsoviel Kapitalerträge erzielt wurden und soundsoviel Kapitalertragsteuer und Solizuschlag abgezogen wurden. Muss ich dann diese Erträge, dividiert durch meine Miteigentumsanteile, in meiner Anlage KAP angeben? für Antworten schon mal besten Dank im Voraus!

...zur Frage

Abgabe der Anlage KAP bei Nicht-Einbehalt der Kirchensteuer?

Hallo!

Muss ich eine Anlage KAP in der Steuererklärung 2017 abgeben, wenn ich ausreichende Freistellungsaufträge für alle Kapitalerträge eingerichtet habe (d.h. es wurde keine Abgeltungssteuer einbehalten) aber keine Kirchensteuer einbehalten wurde (ich bin kirchensteuerpflichtig)?

Der Eintrag auf der Steuerbescheinigung von der Bank unter "Kirchensteuer" lautet 0,00 EUR.

Oder wird die Kirchensteuer nur einbehalten, wenn ich auch Abgeltungssteuer bezahlt habe?

Danke für einen kurzen Hinweis von euch.

VG Christina

...zur Frage

Zinsen vom Geschäftskonto in EÜR / Dividenen von Geschäfts-Depot

Ist es korrekt, dass ich Zinsen/Dividenden aus Geschäftskonten in der Zeile 15 (umsatzsteuerfreie Betriebseinnahmen) der EÜR (2014) verbuchen muss? Dafür nehme ich dann den Betrag, den ich nach Abzug der KAP-Steuer und des Solis erhalten habe, oder? KAP- und Soli-Beträge muss ich nirgends angeben?

Dadurch ergibt sich dann, dass ich solche Erträge doppelt versteuern muss, oder? KAP- und Soli werden sofort abgezogen und dann noch mal über die Einkommensteuer, weil es meine Betriebseinnahmen erhöht. Oder habe ich was falsch verstanden?

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?