Anlage KAP - Zeile 7 - Diverse Steuerbescheinigungen aus Tages-/Festgeldanlagen beifügen?

3 Antworten

Genau diese Frage habe ich mir in der Vergangenheit schon gestellt und ich habe immer alle Belege beigefügt, wobei meine Überlegungen in dieser Hinsicht eigentlich eher allgemeiner Natur waren:

Zum einen liegen mir die Steuerbescheinigungen ohnehin vor. Was soll ich sie dann in den Akten verschwinden lassen.

Desweiteren will ich angesichts der immer mehr um sich greifenden totalen Kontenkontrolle mein Finanzamt nicht dadurch irritieren dass ich einzelne Belege zurück halte. Das erspart mir eventuelle Nachfragen.

Schließlich würden sich ja auch beim Zurückhalten einzelner Belege möglicherweise erhebliche Differenzen in der Gesamthöhe der Kapitalerträge über die Jahre hinweg ergeben. Auch das könnte Nachfragen zur Mittelherkunft provozieren.

Nachfragen zur Mittelherkunft provozieren.

Dies ist für mich ein nachvollziehbarer Grund, wenn man eines Tages ein Mehrfamilienhaus kauft und der Finanzbeamte die Finanzierung abklopft.

Allerdings muss man die Steuerbescheinigungen ja nicht unbedingt vernichten und aus den dokumentierten Zinserträgen läßt sich allein weder die Kapitalhöhe noch die jeweilige Verzinsungsdauer rekonstruieren.

0

Gründe könnten sein:

  • du hast keine Freistellungsaufträge gestellt
  • wenn du zu viele Freistellungsaufträge gestellt hast, kannst du ggf. über dem Freibetrag liegen bei den in Anspruch genommenen. Dann musst du das korrigieren
  • die Bank hat falsch gerechnet und du musst die Daten korrigieren

Ich gebe immer alles an, weil ich mir so oder so die Mühe mache, die Bankbescheinigungen zu prüfen. In den meisten Fällen müsste ich es nicht.

Im Grunde bist Du nicht verpflichtet, diese ganzen Steuerbescheinigungen abzugeben, denn solange die Summe aller freigestellten Kapitalerträge, die vom Bundesamt für Steuern erfaßt wurden, unter Deinem Sparerpauschbetrag liegt, gibt es kein Problem.

Wenn es Bankwechsel gab, dann wurde jedoch sehr wahrscheinlich der Freistellungsauftrag dabei auch aufgeteilt und nicht exakt ausgenutzt. Zur bankübergreifenden Verrechnung von Verlusten und Gewinnen mit dem Sparerpauschbetrag und auch anrechenbarer Quellensteuer (z.B. von der Depotbank) ist die Veranlagung der einzige Weg.

Daher würde ich immer alle vorliegenden Steuerbescheinigungen einreichen und für ausländische Fonds genau prüfen, ob nicht Sonderfälle (Thesaurierungen, Schätzwerte, ...) vorliegen.

Danke für die Zwischenantwort.

Ich muss noch ergänzen: Es geht nicht um die Fonds und Aktien, die im Depot liegen und deren Erträge bereits den dort gültigen Sparerpauschbetrag von € 801 absorbieren und noch übersteigen.

Es geht mir nur um die anderen Steuerbescheinigungen (Zinserträge, KapESt und Soli) von diversen Banken, bei denen durch Tages-/Festgeldanlagen ist eine größere Zahl an Steuerbescheinigungen durch "Zinshopping" entstanden ist. Deren Besteuerung ist auch nicht irgendwie zu korrigieren.

0
@LittleArrow

Es gibt zwei wesentliche Fragen:

  • Bist Du verpflichtet, die Steuerbescheinigungen einzureichen?

  • Nützt es Dir etwas, die Steuerbescheinigungen einzureichen?

Der erste Punkt ist zu verneinen, da Du ja sagst, daß die Abgeltungssteuer dort korrekt einbehalten wurde, da die 801 EUR bereits mit dem Aktien/Fonds-Depot ausgeschöpft sind, jedoch nicht überausgeschöpft wurden. Kirchensteuer wird auch nicht nachträglich zu berechnen sein. Durch die nachträgliche Angabe ausschüttungsgleicher Erträge thesaurierender ausländischer Fonds erhöht sich der Kapitalertrag ja sogar eher noch. Damit bist Du nicht verpflichtet, die Steuerbescheinigungen abzugeben.

Der zweite Punkt: eine Günstigerprüfung ist nicht zielführend und vom Sparerpauschbetrag ist auch nichts mehr übrig. Also könnte ich mir nur ein Szenario vorstellen, bei dem der Verkauf ausländischer thesaurierender Fonds im Depot zu einer Doppelbesteuerung führte, die - wenn sie korrigiert und um die zu versteuernden Thesaurierungen ergänzt wird - den Sparerpauschbetrag in Summe dann nicht voll ausschöpft. Dann wäre eine Verlustverrechnung übergreifend durchzuführen, d.h. es wäre sinnvoll, auch die anderen Steuerbescheinigungen einzureichen.

Sofern jedoch die korrigierten Zahlen des Depots weiter über 801 EUR liegen, wird sich an der erforderlichen Besteuerung der Kapitalerträge der anderen Banken nichts ändern und damit nützt es Dir auch nichts, diese Bescheinigungen mit einzureichen.

0

Verständnisfrage: wie kann ich Einkommensteuer - Kapitalertrag und Kirchensteuer unterscheiden?

Hallo,

ich habe heute meinen Einkommensteuerbescheid erhalten, in dem festgestzt wird, dass ich 410 Euro Einkommensteuer zu entrichten habe sowie 22,55 Euro Solidaritätszuschlag und 36,90 Euro evangelische Kirchensteuer.

Ich habe im Jahr 2014 1680 euro Kapitalerträge gehabt. Es waren Zinsen von einem Privatdarlehen. Diese habe ich in der Anlage KAP Zeile 19 angegeben (Kapitaleinkünfte, die nicht dem inländischen Steuerabzug unterlegen haben). ich hatte sonst keinerlei Einnahmen. Ich habe nicht gearbeitet oder Sozialleistungen in Anspruch genommen.

Ich habe auch noch die ca. 800 Euro Krankenkassenbeiträge angegeben (ich glaube unter Sonderausgaben oder so, bin ich mir jetzt nicht mehr ganz sicher) denke aber, dass diese irrelevant sind.

Nun habe ich mehrere Fragen: 1.) Wieso muss ich Einkommensteuer bezahlen, wenn meine Einkünfte doch weit unter 8000 Euro waren? Ich dachte die Kapitalertragssteuern fallen erst an, wenn ich darüber liege? 2.) Ich dachte man hätte einen Freibetrag von 800 Euro für Kapitalerträge? Also müssten wenn dann nicht 1680-800 Euro versteuert werden? 3.) Warum muss ich Kirchensteuer entrichten? Ich wüsste nicht, dass ich Mitglied in der Kirche. Ich war seit 20 Jahren nicht mehr in der Kirche und wollte ehrlich gesagt auch mit all dem nichts mehr zu tun haben.

Bei den Berechnungsgrundlagen steht übrigens, dass die 1680 Euro unter die Einkünfte fallen, die nach §32d Abs. 1 ESTG besteuert werden. Als Sparer-Pauschbetrag sind 0 Euro angegeben.

4.) Habe ich versehtlich falsche Angaben bei der Steuererklärung gemacht? Kann ich diese korrigieren, indem ich eine berichtigte Steuererklärung einreiche und Widerspruch der Festsetzung einlege (oder so in der Art)?

Ich freue mich über Ratschläge. vielen Dank!

...zur Frage

Stimmt es, dass man bald auf die Kapitalerträge keinen Solidaritätszuschlag zahlen muss?

Stimmt es, dass man bald auf die Kapitalerträge, die über dem Freistellungsauftrag liegen keinen Solidaritätszuschlag zahlen muss?

...zur Frage

Steuernachzahlung nach Eingabe von Steuerbescheinigung unklar

Hallo zusammen,

ich habe gerade die Steuerbescheinigung meiner Bank in mein Steuerprogramm eingegeben und es verwundert mich, dass dadurch die Höhe der Steuererstattung sinkt, da ja die Abgeltungssteuer schon direkt von der Bank gezahlt wurde.

Hier die Zahlen: Höhe der Kapitalerträge (Zeile 7 KAP): 244,35€ Gewinn aus Kapitalerträgen (Zeile 8 KAP): 244,35€ Höhe des in Anspruch genommenen Sparer-Pauschbetrags: 50€ (scheint irrelevant) Kapitalertragssteuer (Zeile 49 KAP): 48,60 Solidaritätszuschlag (Zeile 50 KAP): 2,65

nach Eingabe der Daten zieht mir das Programm von der angezeigten Erstattung 51€ ab, kann mir das jemand erklären, ich danke schon mal :)

Grüße Micha

...zur Frage

Steuerrecht Anlage KAP Zeile 15 bis 17 (Kapitalerträge)

Hallo,

Ich habe im Ausland Gewinne mit Wertpapieren (Aktien und Investementfonds) erzielt. Diese möchte ich versteueren.

Hat jemand Ahnung wo in der Anlage KAP (Zeile 15 bis 17) die Investementfonds bzw die Aktien eizutragen sind.

Vielen Dank für Tipps!

...zur Frage

Für folgende Investmentvermögen waren Erträge nicht bekannt

Hallo, in der Steuerbescheinigung von Ebase für 2013 ist vermerkt: " ... Fondsbezeichnung • ISIN • Anzahl der Anteile Beispielsfonds 1 • LU……. Beispielsfonds 2 • CH……. Beispielsfonds 3 • US……. "

Nach dem, was ich bisher recherchiert habe müsste ich a) bis Ende Mai (Abgabe der Steuererklärung) die Erträge von jedem einzelnen, dieser ausl. thesaurierenden Fonds bei www.bundesanzeiger.de raus heraus suchen b) dann die Summe zu der Summe in Zeile 17 der Anlage KAP addieren ?

Ist das korrekt so? Für Antworten schon mal danke im Voraus !

...zur Frage

Muss man eine Steuerbescheinigung für seinen Bausparvertrag bei der Bausparkasse extra anfordern?

Muss man eine Steuerbescheinigung für seinen Bausparvertrag bei der Bausparkasse extra anfordern? Oder wird man nur über den Kontoauszug darüber informiert ob und dass man Abgeltungssteuer gezahlt hat?

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?