Angst vor Erbschaftsstreit - darf ich Pflegekosten mit Sparguthaben begleichen?

2 Antworten

Hallo,

o je, die liebe Familie ......ein immer wiederkehrendes leidiges Thema :-((

wie ist Mutter'n denn noch so drauf, betr. Folge Schlaganfall / Demenz z.B. ?

Lass dich nicht von der Schwester im Vorfeld verunsichern, auch ein Anwalt kostet Geld !

Ansonsten....zu Lebzeiten kann Mama über ihre Ausgaben/Schenkungen doch frei verfügen. Wenn die Betreuung überwiegend einseitig durch dich erfolgte, würde ich mir in diesem ob. geschilderten Fall evtl. kleinere finanzielle Zuwendungen mit Datum/ Summe/ Grund/ schriftl. von Mutter bestätigen lassen. Dies erleichtert spätere Erbstreitigkeiten.

Du bist als Pflegende Tochter (betr. Erbe) im Moment noch etwas priveligierter als deine Schwester und kannst ebenfalls vorsorgen. informiere dich u.a. deshalb auch hier:

https://www.erbrecht-heute.de/erbschaftssteuer/haeusliche-pflege-kann-man-anrechnen-auf-das-erbe/

Für weiter Infos füttere den Browser ansonsten mit Begriffen wie z.B. *Erbe/Anrechnung pflegender Angehörige*

Alles Gute !

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Vielen Dank für die Info.Mein Problem ist aber dass ich nicht weiss ob ich zu Lebzeiten von meiner Mama etwas vom Sparkonto abheben darf um es für die Pflege zu verwenden.Dadurch wird ja dann das Erbe meiner Schwester schmählert. Unterschreiben (Demenz) geht nicht mehr aber ich hab ja sowieso eine Vollmacht übers Konto.

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@Pauline213

Du kannst Geld für die Mama vom Sparkonto abheben und es auch für die Mama verwenden. Erben kann man nur was übrig bleibt. Sie hat ja das Sparkonto nicht für die Schwester angelegt sondern für Zeiten wo es gebraucht wird.

Liebe Grüße

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@Pauline213

Na sicher kannst du Geld, welches ohnehin der Mutter gehört, für dessen Pflege verwenden. Du hast das Vertrauen und die Vollmacht nicht ohne Grund von der Mutter bekommen.

Du solltest aber schon allein auf Grund der Beweissicherung un im eigenen Interesse, über Einnahmen und Ausgaben Buch akribisch führen!

Ich kann mich erinnern, dass hier vor einigen Monaten ein ähnliches Prozedere geschildert wurde. Es ging dabei um die gerichtliche Auseinandersetzung zweier Geschwister und um den Erbteil des kürzlich verstorbenen Elternteils. Obwohl die Pflege überwiegend (wie auch von dir beschrieben) einseitig erfolgte, verlangte die an der Pflege unbeteiligte Schwester den gleichen Erbanteil.

Leider hatte die gutgläubige pflegende Tochter sich keine Gedanken um die anfallenden Ausgaben die zur Betreuung nötig waren gemacht.

Sie konnte die jahrelangen Kontobewegungen vom Konto des Elternteils nicht zweckbestimmend nachweisen. Es blieb letztlich nur, sich selbst einen Rechtsbeistand zur Wahrung ihrer Rechte zu nehmen. (siehe oberen Link)

So kann man natürlich auch ein Erbanteil an die RA verbraten ..... "Geschwisterliebe" sollte anders aussehen !

Wie es letztlich ausgegangen ist, keine Ahnung, hat man uns nicht mitgeteilt.

Sei also schlauer, du bist informiert !!!

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@Rechtlich

generell schon richtig, aber .....siehe meine Antwort !!! ;-)

" der Mensch kann nicht in Ruhe leben, wenn's dem Nachbarn (hier der Schwester) nicht gefällt " !!!

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@Rechtlich

Ja, logischerweise ist die Fragestellerin durch Deine Antwort gegen jegliche Rückforderungsansprüche der Miterbin gefeit.oder was war nochmal die Frage, also rein "rechtlich"

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@Gaenseliesel

Deine Antwort habe ich gelesen. Da du es schon richtig formuliert hast brauchte ich das nicht. Wollte deine Aussage nur untermauern. Also alles gut. Ich selbst habe auch solche Geschwister. Dennoch egal wie ist ein Sparkonto nicht Bestandteil des Erbes. Wenn Sie in ein Pflegeheim müßte, müßte das Sparguthaben auch aufgebraucht werden und die nehmen keine Rücksicht auf die Schwester. Und weisen der das auch nicht nach. Den es gehört nach wie vor der Mama.

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Die Frage an sich ist ja schon beantwortet, deshalb nur noch ein Hinweis von mir:

Wenn Du Geld von Mutter, egal, ob vom Giro- oder Sparkonto abhebst und ausgibst, dann hebe die Rechnungen/Quittungen gut auf. Damit kannst Du später einmal den Nachweis führen, dass es für Mutter und nicht für Dich war.

Erbe und Elternunterhalt bei Alkoholikerin?

Hallo,

mein Opa ist vor ca. 2 Jahren gestorben und hat meiner Schwester und mir zwei Wohnungen per Testament vererbt. Mein Opa hat zwei Töchter. Meine Tante hat bereits eine andere Wohnung per Schenkung erhalten, meine Mutter wurde bis auf das Nießbrauchrecht einer unserer Wohnungen, welche zudem noch nicht vollständig abgezahlt ist, enterbt. 

Leider entwickelt sich meine Mutter (52 J.) durch ihr Verhalten (Alkoholikerin) immer schneller zum Pflegefall. Aufgrund der Zeichenbegrenzung etwas mehr Hintergrund dazu im ersten Kommentar.

Sie hatte bereits früher (unbegründet) eine Pflegekraft, wodurch uns damals das Sozialamt anschrieb aber glücklicherweise befreite. Da sie ihren Lebensstil nicht geändert hat, kommen mittlerweile auch (alkoholbedingte) Krankheiten hinzu, wodurch sie wirklich bald ein Pflegefall werden könnte. 

Nun versuchen meine Schwester und ich natürlich, unser Erbe und "Vermögen" zu schützen, da unsere Mutter uns im Leben bisher ausschließlich geschadet hat, zudem nichts (außer Schulden) hinterlassen wird. Auch haben wir im letzten Jahrzehnt sehr sparsam gelebt, um aus diesen Verhältnisse rauszukommen. Jetzt zusehen zu müssen, wie dies uns ggf. wieder genommen wird, fühlt sich sehr unfair an. 

Daher haben wir folgende Fragen:

  • Denkt ihr, dass wir für unsere Mutter aufkommen müssen? Diverse Nachweise über das Fehlverhalten unserer Mutter in der Kindheit (z.B. Unterhaltstitel) und ggü. unserem Vater liegen vor und hatte das Sozialamt bereits einmal akzeptiert. Allerdings war das Erbe damals noch kein Thema.
  • Könnte meine Mutter ihren Pflichtteil einklagen? Wie hoch wäre dieser?
  • Sie ist neu verheiratet, natürlich mit einem Alkoholiker. Dieser hat durchblicken lassen, nur wegen dem potenziellen Erbe geheiratet zu haben. Hat er hier irgendwelche Möglichkeiten?
  • Kann das Sozialamt, sobald eine Forderung vorliegt und es über die Nachlasssituation Bescheid weiß, den Pflichtteil einklagen?
  • Können private Gläubiger irgendwie dafür sorgen, dass der Pflichtanteil eingeklagt wird? Unserer Mutter ist vermutlich in einem privaten Insolvenzverfahren.
  • Das Nachlassverfahren ist noch nicht ganz durch - kann unsere Mutter das Erbe ablehnen? Gibt es eine Frist? Entfällt dadurch auch ihr Anspruch auf den Pflichtteil?
  • Kann das Sozialamt uns zwingen, die Wohnungen zu verkaufen, wenn wir nicht anderweitig für die Pflege aufkommen können?
  • Falls sie ihren Pflichtteil einklagen könnte, also z.B. einen Teil der Wohnungen, wer bekommt diesen dann, wenn sie verstirbt? Wir hatten eigentlich vor, ihr Erbe aufgrund der Schulden abzulehnen.
  • Wäre es vielleicht sinnvoll, direkt zu einem Anwalt für Familienrecht / vor Gericht zu gehen?

Wir versuchen aktuell, uns solange wie möglich selbst um sie zu kümmern. Bei einem Stundensatz von ca. 60€/h des Dienstes erledigen wir den Einkauf lieber selbst, soweit/solange noch möglich. Natürlich gegen unseren Willen, aber unsere Mutter scheint hier leider am längeren Hebel zu sitzen.

Vielen Dank für die Zeit und Auskünfte. 

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