Angestellte hat sich verletzt. Wer zahlt?

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4 Antworten

Hallo Rat,

für die ersten 6 Wochen zahlt der Arbeitgeber das volle Entgelt weiter. Er bekommt aber auf Antrag einen Teil über die monatlich gezahlte Umlageversicherung U1 zurück. Die Internetseite der Minijobzentrale funktioniert aktuell leider nicht.

Die zuständige Unfallkasse kann man hier ermitteln:

http://www.dguv.de/de/bg-uk-lv/unfallkassen/index.jsp

Nach den 6 Wochen besteht Anspruch auf Verletztengeld. Dies zahlt entweder die Unfallkasse selber aus oder diese beauftragt die Krankenkasse mit der Auszahluhng des Verletztengeldes. Das Verletztengeld ist niedriger als der bisherige Nettoverdienst, aber höher als Krankengeld.

Die Arbeitnehmerin sollte die Unfallkasse kontaktieren und Verletztengeld beantragen. Wichtig ist, dass Arbeitgeber und Arzt bereits die Unfallkasse über den Arbeitsunfall informiert haben.

Gruß

RHW

Eine größere  Rolle als die Knappschaft  spielt meiner Meinung die Unfallversicherung, dessen Abschluss bei Einstellung eines Minijobbers Pflicht ist.

Sie zahlt meines Wissens nach zum Beispiel:

Verletztengeld bei Verdienstausfall, Übergangsgeld bei Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben,  Renten an Versicherte bei bleibenden Gesundheitsschäden und auch Renten an Hinterbliebene (z.B. Waisenrenten)

Bei Minijobs wird bei Arbeitsubfällen ab dem 43. Tag die (gekürzte) Lohnfortzahlung durch die Knappschaft vorgenommen, der Arbeitgeber muss hier nicht in Vorleistung treten.

Bei nicht als BU anerkannten Krankheiten hingegen endet die Zahlung nach dem 42. Tag, ohne dass es zu weiteren Leistungen der Kasse kommt.

Das sollte eigentlich die Unfallversicherung übernehmen.

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