Angestellt und selbstständig mit Gewinn unter 8000, trotzdem Nachzahlung?

4 Antworten

2 Gehirnhälften:

  1. Gehirnhälfte: Umsatzsteuer. Dort bist du Kleinunternehmer nach § 19 UStG, somit keine Erhebung der Umsatzsteuer.
  2. Gehirnhälfte: Einkommensteuer. Dort bist du als unbeschränkt Steuerpflichtige steuerpflichtig mit deinem Welteinkommen. Der Grundfreibetrag wurde bereits beim Lohnsteuerabzug des Anstellungsverhältnisses berücksichtigt. für Gewerbliche Einnahmen gibt es KEINEN Freibetrag (nur den Härteausgleich, dieser spielt hier aber keine Rolle)

ganz wichtig:
nie beide Gehirnhälften miteinander vermischen.

Du bringst da einiges durcheinander.

"Kleinunternehmer" ist ein Begriff aus der Umsatzsteuer und hat mit der Sache nichts zu tun.

Dein Gewinn aus Gewerbebetrieb ist natürlich zu versteuern.

Übrigens - achte darauf, dass wahrscheinlich auch Vorauszahlungen verlangt werden.

Der sogenannte Grundfreibetrag liegt bei Ledigen bei 9000 Euro. Wahrscheinlich hast Du diese Zahl im Kopf.

Der Grundfreibetrag gilt allerdings nicht je Einkommensart, sondern nur einmalig im Jahr bezogen auf das Gesamteinkommen und ist bereits in die Lohnsteuertabelle eingearbeitet.

Ergo: Der Gewinn aus der Selbstständigkeit ist voll zu versteuern.

Einkommenssteuer als Kleinunternehmer und welche Verpflichtungen gegenüber dem Finanzamt?

Hallo,

da ich erst kürzlich mein Klein/Nebengewerbe angemeldet habe, möchte ich mich über die Einkommensteuer bzw. in allen Themen gegenüber dem Finanzamt informieren.

Ab wann muss ich denn eine Einkommensteuer bezahlen und was muss darin alles angegeben werden.

Kurz zu meiner Person und meinem Kleingewerbe:

Ich bin als Softwareentwickler angestellt und habe ein Jahreseinkommen von 45.000 Brutto. Neben dieser Tätigkeit habe ich das besagte Kleingewerbe angemeldet, bei dem ich ja (bis 17.500 EUR jährlich) Umsatzsteuer befreit bin. Hier erziele ich Einnahmen in Höhe von ca. 5.000 - 7.000 EUR (Brutto = Netto) jährlich.

Muss in diesem Fall eine Einkommensteuer bezahlen? Welche Verpflichtungen habe ich sonst gegenüber dem Finanzamt, solange ich die Grenze von 17.500 EUR nicht überschreite?

Ich freue mich sehr über ausführliche Informationen.

Vielen Dank

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Vor jahren, als ich in meine selbständige Tätigkeit viel mehr verdiente, haben wir von der Steuererklärung immer eine Rückzahlung erhalten. Aber in die letzten Jahre mussen wir eine Nachzahlung leisten. wir sind vom Steuerberater immer zusammen gelegt für der Steuererklärung - früher manchmal getrennt. Ich bin Engländerin, kenne mich mich die deutschen Steuergesezte überhaupt nicht aus - dafür bezahle ich ein Steuerberater. Mein Bauchgefühl ist dass unser Steuererklärung - ausgeführt von die Fach-Gehilfin - unterschreiben vom Berater selbst - wegen die immer wieder Nachzahlungen ist vielleicht etwas schiefgegangen. Ich meine dass mit so eine geringe Einkommen (8000 brutto pro jahr) liege ich unter der erlaubte Freibetrag und dadurch keine EinkommenSteuer bezahlen mussen? Liege ich falsch mit meinem "Bauch-Gefühl" oder wenn nicht, was kann ich machen?

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Beispiel:

Einkünfte aus Selbstständigkeit: 60.000,- EUR/Jahr

Einkünfte aus Anstellung: 10.000,- EUR/Jahr

Summe der Einkünfte: 70.000,- EUR/Jahr

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Wie wird jetzt die Einkommenssteuer berechnet?

Einkommenssteuer 2018 lt. Einkommenssteuerrechner vom BMF: 20.778,- EUR (zzgl. Solizuschlag)

Davon zieht das Finanzamt dann die auf den Angestelltenlohn gezahlten Lohnsteuern ab.

Meine Frage:

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