Angenommen die Steuersoftware arbeitet fehlerhaft, wer würde gegenüber Fiskus gradstehen?

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5 Antworten

haften die Anbieter der Software ggf

Ein Blick in die meist sehr umfangreichen Vertragsbedingungen der Anbieter solcher Software läßt Dich klar erkennen, dass die für garnichts haften. Grundsätzlich ist der Steuerpflichtige selber verantwortlich. Allerdings wird man zwischen der strafrechtlichen und der steuerlichen Haftung ohnehin unterscheiden müssen:

Steuerhinterziehung erfordert Vorsatz, leichtfertige Steuerverkürzung Fahrlässigkeit. Wenn es wirklich ein Programmfehler war, dann liegt beides nicht vor. Allerdings wird man schon strenge Maßstäbe an die Aufmerksamkeit des Steuerpflichtigen anlegen müssen. Wer statt 100.000 Euro Mieteinkünfte nur noch 10.000 Euro in der Steuererklärung stehen hat, wird sich nicht auf Programmfehler heraus reden können.

Steuerlich ist es so, dass nur die auf säumige Steuern zu entrichtenden Zinsen in der Rechnung stehen, ev. noch Steuerberater- oder Anwaltskosten. Die Steuern selber gehören niemals zum Schaden denn die hätte man ja ohnehin bezahlen müssen.

EnnoBecker 18.12.2013, 09:03

Wer statt 100.000 Euro Mieteinkünfte nur noch 10.000 Euro in der Steuererklärung stehen hat, wird sich nicht auf Programmfehler heraus reden können.

Aber auf einen Erfassungsfehler. Ist mir selber schon passiert: Statt der 10.000 Euro Aufwand habe ich 10.000,00 eingegeben und übersehen, dass das Komma ignoriert wurde.

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Die Steuersoftware sagt ja nicht, was ich eintragen muss.

Sie fragt ggf. nach den Dingen die einzugeben sind. Also z. B. nach Krankenversicherungsbeiträgen, Spenden, den Daten aus der Lohnsteuerbescheinigung usw.

Wenn ich da etwas falsches Eintrage, kann ich die Haftung des Softwareherstellers nicht sehen.

Ausserdem hat der bestimmt im Kleingedruckten (zumindest wenn ich ihn beraten hätte), einen Hinweis, das sich seine Haftung nie auf die Steuerfälle als Folgeschäden bezieht, sondern nur darauf, dass die Rechenoperationen nach den eigegebenen Daten richtig erfolgen udn die Verantwortung für die Dateneingabe beim Nutzer liegt.

Auch wenn sachliche Fehler in der Steuersoft vorhanden sind, haftet der Hersteller nicht. Beispiel: Die Aldi-Soft von 2012 (Buhl-Data) verrechnet geleistetet Steuervorauszahlungen für 2013 mit der zu zahlenden Steuer in 2012. Es erfolgt kein Hinweis, das dies separat beantragt werden muss. Der user geht davon aus dies geschieht automatisch durch Datenübermittlung. Weder das FA noch Buhl haftet dafür. Vor Jahren hatte ich es auch einmal das ein Zuschuss des Arbeitsamts bei Altersteilzeit doppelt übermittelt wurde, obwohl in Eingabemaske nur einmal eingetragen war. Widerspruch eingelegt Screenshots und Übermittlungsprotokoll beigelegt und ging durch.

natürlich haftest nur du selber-wäre ja auch so, wenn der Steuerberater fehlerhaft arbeitet, die Endprüfung mußt Du machen und ggf.auch gradstehen

Du haftest ganz klar für das, was Du ablieferst. Vermutlich schließt der Softwarehersteller ohnehin jede Haftung in seinen AGB´s aus.

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