Angelegtes Geld in ETFs, Fairr.de und Kapital plus A umschichten?

5 Antworten

Dein gut bewerteter Mischfonds Kapital Plus A hat mit nur ca. 9 % Verlust ja ganz gut den jüngsten Börsenabschwung gedämpft. Allerdings wären die festverzinslichen Anleihenanteile bei einem Anstieg der Kapitalmarktzinsen ein großer Schwachpunkt, insb. wenn dies (zufällig?) mit einem Rückgang der Aktienkurse einherginge.

Eine gewisse Streuung mit Aktien und Rohstoffen würdest Du auch mit dem DWS Arero Weltfonds erzielen (WKN DWS0R4) können. Allerdings gibt es bei Rohstoffen und Gold nur Preisschwankungen und keine Ausschüttungen.

Leider schreibst Du nicht, warum Du die ausschüttenden Fonds durch thesaurierende ersetzen willst. Ich vermute es liegt an der bequemeren, preiswerten automatischen Wiederanlage oder?

Zur Strategie gibt es viele Meinungen. Vielleicht ist mittelfristig (5 - 10 Jahre) eine Anlage zu ca. 80 % in MSCI World-ETF, 10 % in Anleihen-ETF und 10 % in Sechs-Monatsgeld ein guter Kompromiss. Siehe auch Pantoffel-Portfolio unter https://www.test.de/FAQ-Pantoffel-Portfolio-Wie-Sie-bequem-und-entspannt-Geld-anlegen-4847664-0/

Nachdem der Profi kneift versuche ich Unwürdiger mein Glück:

Du hattest ja schon vor 3 Jahren eine ganze Serie von Fragen zur Geldanlage gestellt und ich habe den Eindruck, dass sich das damals angelegte Depot nicht wesentlich geändert hat.

Bei fairr.de geht es Dir offenbar nur um die steuerliche Förderung. Wenn's Dich glücklich macht, dann bleib dabei.

Der Allianz-Fonds ist ein Mischfonds und der hatte in den letzten 3 Jahren Höhen und Tiefen. Als Sparschwein eignet der sich nur, wenn Du bei dem Immobilienkauf zeitlich flexibel bist. Dann mußt Du aber auch bei konkret werdenden Plänen in den sauren Apfel beißen und in eine Anlage wechseln die absolut ohne Kursschwankungen ist. Außer Tagesgeld oder Festgeld bleibt da nicht mehr viel.

Sicher würde man das Portfolio des Allianz-Fonds kostengünstiger mit ETF's nachbilden können. Dazu muß man sicher aber eingehend mit dem Thema beschäftigen. Man könnte sich zum Beispiel bei justetf.de nach Musterdepots umschauen.

Dein Bestand an ETF's ist ohnehin nicht sehr groß. Ich zweifele ob es sinnvoll ist, das dann auch noch zu zerfasern.

Woher Du die Ansicht nimmst, Anlagen in Gold oder sonstigen Rohstoffen seien weniger anfällig für Schwankungen verstehe ich nicht so ganz. Der Goldpreis hat in den vergangenen Jahren heftig geschwankt und beim Erdöl ist es nicht anders. Dementsprechend haben sich auch die Kurse von Aktien entwickelt die diesem Bereich zuzurechnen sind.

Sichere Euroanleihen bieten bei dem jetzigen Zinsniveau keine Kursphantasie mehr. Darin anlegende Fonds sind absolut unattraktiv.

Fonds in Fremdwährungen oder solche die in Schwellenländeranleihen oder unsichere Schuldner anlegen sind nicht weniger riskant wie Aktienfonds.

Bei langfristigem Anlagehorizont könntest Du alles in einen großen Aktienindex wie den MSCI anlegen.

Wieso Du unbedingt thesaurierende Fonds haben willst verstehe ich allerdings nicht.

thesaurierende Fonds

Wenn man die Ausschüttungen nicht als Liquidität "verbraten" will, dann ist die automatische Wiederanlage bei thesaurierenden Fonds kostengünstiger als die Wiederanlage bei ausschüttenden Fonds.

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Zitat: "Bei fairr.de geht es Dir offenbar nur um die steuerliche Förderung. Wenn's Dich glücklich macht, dann bleib dabei."

Sie dir mal unter www.bundesanzeiger.de die Bilanz dieser Gesellschaft an. Du wirst zu einer anderen Ansicht kommen.

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Grundsätzlich würde ich niemals in ETFs anlegen. Für eine vernünftige Risikostreuung braucht man viele verschiedene ETFs und hat dann das Problem mit der laufenden Betreuung durch einen kostenpflichtigen Berater. Das ist aber nur ein Teil ihrer Nachteile und Gefahren. Durch die niedrigeren Kosten, wird das nicht aufgewogen. Eine ausführliche Information zu ETFs findet man hier: https://riv.de/kritisches/

Im übrigen würde ich alle Anlagen bei der Fairr.de GmbH sofort auflösen. Diese Gesellschaft hat, wie man dem Bundesanzeiger unschwer entnehmen kann, seit ihren Bestehen nur Verluste erwirtschaftet und ihr Eigenkapital weitgehend aufgebraucht. Einem notleidenden Vermögensberater oder --betreuer sollte man sein Geld nicht anvertrauen.

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