Anfechtbarkeit eines Testaments zugunsten einer Geliebten?

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5 Antworten

Können, können sie mmer.

Der Erfolg hängt davon ab, nachzuweisen, das der Vater wrklich nicht mehr im Besitz seiner geistigen Kräfte war. Da müßten dann die behandelnden Ärzte aussagen.

Man sollte bedenken, dass so ein Prozeß auch teuer werden kann. Ausserdem ist das Erbe in der zeit in der der Prozeß läuft auch blockiert.

Was hätte man davon wenn man nach verlorem Prozeß sein Geld mit Jahren verspätung bekommt und dann eventuell noch die Hälfte, oder mehr für die Kosten ausgibt.

Wenn das Testament formal in Ordnung ist und keine Indizien dafür vorliegen, dass der Vater bei der Errichtung eventuell nicht mehr im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte gewesen sein könnte, dann dürfte eine Anfechtung wenig Aussicht auf Erfolg haben.

Wenn die Kinder sauer auf die Geliebte sind, weil sie sich einen höheren Anteil am Erbe erhofft hatten, dann ist das zwar menschlich verständlich, aber kein rechtlich relevantes Kriterium.

Ausserdem - auch wenn der Begriff immer noch etwas einen Beigeschmack hat - heisst "Geliebte" doch, dass der Vater sie geliebt hatte und wenn sie ihm dann noch in der letzten Phase seines Lebens zur Seite gestanden hatte, dann ist doch verständlich und auch nicht anrüchig, wenn er sich bei ihr auf diese Weise bedankt hat.

Krebs ist eine schreckliche Krankheit, aber keine Geisteskrankheit. Also wusste er wohl, was er tat. Der Dank für eine Pflege bis zum Schluss kann m. E. gar nicht groß genug sein.

natürlich können sie es versuchen, nur sehe ich wenig aussichten, hier etwas zu erreichen.

es ist sicher sehr schwer nachzuweisen, in welch geistigem zustand der vater beim verfassen des testaments war.

alles andere hat @wfwbinder schon geschrieben.

Vielleicht wusste er aber auch genau, was er tat.

Denn wer hat ihn denn zuletzt gepflegt?

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