Anfangen zu riestern und dann selbständig werden?

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2 Antworten

Der Anspruch auf Altersvorsorgezulage besteht dann wenn mind. 1 Tag im Jahr eine Förderfähigkeit vorlag.

Eine Selbständigkeit ist keine schädliche Verwendung des Riester-Guthabens. Genau genommen ist es überhaupt keine Verwendung. Der Vertrag kann weiter bespart werden nur gibt es dann keine Zulagen, wenn keine Rentenversicherungspflicht in der DRV vorliegt.

Alternativ kann der Vertrag beitragsfrei gestellt werden. Eine Kündigung wäre allerdings eine schädliche Verwendung, dann will die ZfA die Zulagen zurück und das Finanzamt die gewährten Steuervorteile (die müsste der Anbieter einbehalten vom RKW).

Zulagen gibt es für den Selbständigen nicht, auch kann er die Beiträge nicht steuerlich absetzen. Für den Fall dass der Ehepartner (sofern vorhanden) zulagenberechtigt ist, kann der Selbständige noch die Förderung von 154.- € pro Jahr erhalten, vorausgesetzt er zahlt den Sockelbeitrag in Höhe von 60.- € pro Jahr. Erhaltene Zulagen müssen nicht zurück gezahlt werden, wenn es diese für einen Veranlagungszeitraum gab in dem er förderfähig war. Es gilt immer eine Rückwärtsbetrachtung. Vielleicht solltest du, falls du dich für einen Riestervertrag entscheidest in deinem Fall für eine Variante entscheiden, die wenig Abschlusskosten hat (z.B. Banksparplan).

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