Anbieter erhebt Gebühr bei Banküberweisung?

6 Antworten

§ 312 a BGB sagt aus

"(4) Eine Vereinbarung, durch die ein Verbraucher verpflichtet wird, ein Entgelt dafür zu zahlen, dass er für die Erfüllung seiner vertraglichen Pflichten ein bestimmtes Zahlungsmittel nutzt, ist unwirksam, wenn

1. für den Verbraucher keine gängige und zumutbare unentgeltliche Zahlungsmöglichkeit besteht oder
2. das vereinbarte Entgelt über die Kosten hinausgeht, die dem Unternehmer durch die Nutzung des Zahlungsmittels entstehen."

Jetzt wäre die Frage, ob Kreditkarte und PayPal gängig, zumutbar und unentgeltlich sind. Die Anschaffung einer Kreditkarte kostet ja i.d.R. Gebühren, ein paypalkonto einzurichten für eine Zahlung pro Jahr ist auch unverhältnismäßig und daher evtl. nicht zumutbar.

Und 3,09 Euro sind auch wohl mehr, als dem Anbieter an Kosten entstehen für den Eingang einer Zahlung.

Ja, wenn Du damit zur Verbraucherzentrale gehen willst, o.k.. Mir persönlich wäre das zuviel Aufwand, ich würde wohl eher den Anbieter wechseln oder die 3,09 einmal jährlich zahlen.

Was ich an der ganzen Sache nicht verstehe: Eigentlich entstehen doch für den Anbieter bei Kreditkartenzahlungen und bei PayPal viel höhere Gebühren als bei Überweisungen, oder?

Paypal ist eine ausländische Zahlungsmöglichkeit, ebenso Zahlung mit Kreditkarte. Nur inländische Zahlungsmittel sind zumutbar.

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Hätte auch keine Angst gerichtlich (evtl. mit Verbraucherschutzverein) gegen diese Sache vorzugehen.

Dann mache das, weil Du hier mangels Namensnennung des Anbieters keine Hilfe erwarten kannst. Schade eigentlich.

Unternehmen wie Reiseveranstalter, Onlineportale usw. müssen eine gbührenfreie Zahlungsmethode anbieten und keine bestimmte kostenlose Zahlungsmethode.

Wenn die bei Zahlung per Kreditkarte keine Kosten erheben, ist die Sache damit in Ordnung.

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