AN wird mit 65/67 nur 560 EUR Rente bekommen und hat 47 Jahre dann gearbeitet. Kann sie ohne Abzug mit 65 in Rente gehen?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Bislang hatten Arbeitnehmer grundsätzlich einen Anspruch auf gesetzliche Rente mit Vollendung des 65. Lebensjahres. Da die Lebenserwartung gestiegen ist, die Geburtenraten aber sinken, beschloss die Bundesregierung, zum 01.01.2008 das Renteneintrittsalter von 65 Jahren auf 67 Jahre zu erhöhen. Die Erhöhung erfolgt ab 2012 in monatlichen Schritten. Für Menschen, die vor 1947 geboren wurden, bleibt es beim Renteneintrittsalter von 65.

Bsp. Wer 2017 65 Jahre alt wird ist Jahrgang 1952. Die Rente gibt es dann mit 65 Jahren 6 Monaten. Bei 6 Monate vorgezogener Rente wäre der Abzug rund 10 EUR.

Bei der Beantragung von Grundsicherung werden alle Einnahmen Berücksichtigt. Auch die ausgezahlte Rente.

Anm.: In Rente gehen kann man nicht einfach. Die Rente muss beantragt werden. D.h. heißt nicht, dass automatisch die Rente genehmigt wird.

In der Praxis habe ich erlebt, dass die vorgezogene Rente nicht genehmigt wurde. 

Für solche Fragen gibt es Beratungsstellen der Deutschen Rentenversicherung. 

Es ging nur darum, dass die Rente aufgrund des geringen Einkommens in den letzten zwei Jahren bis zur eigentlichen Rente nur geringfügig mehr wird. Also würde es sich nicht lohnen, zwei weitere Jahre dranzuhängen. Sie würde dann lieber für weniger Stunden bis zum Freibetrag arbeiten, dann käme sie fast auf dasselbe Einkommen.

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@Helge001

Von einem geringen Einkommen stand nichts in der Frage. Es wurde nur eine geringe Rente erwähnt. Auch wird über das Alter keine Aussage getroffen.

Bsp. Für 2017 ist von der DRV ein Durchschnittsentgelt von 37.103 EUR p.a. veranschlagt. Wer so viel verdient bekommt einen Entgeltpunkt. Pro Entgeltpunkt liegt der Rentenwert bei akt. 31,03 EUR.

Für ein zusätzliche Arbeitsjahr mit Durchschnittsentgelt läge die Rente um 31,03 EUR höher.

Bei geringere Jahresengelten lässt sich die zusätzliche Rente näherungsweise im "Dreisatz" ermitteln.

Wenn hier von einem regulären Renteneintrittsalter mit 67 Jahren ausgegangen wird, reden wir von einem Rentenbeginn im Jahr 2031 (b Jahrgang 1966 muss bis 67 J. gearbeitet werden).

Bis dahin sind es noch 14 Jahre. Selbst bei halben Durchschnittsentgelt kommen dann noch rund 220 EUR Rente zusammen. Damit läge die Rente aus heutiger Sicht über der Grundsicherung.

Echt ein toller Plan, statt für mehr Einkommen/Rente zu sorgen, einem Einkommensverzicht frönen. Mit mehr an Freizeit steigt erfahrungsgemäß der Konsum. Zusätzlich Eigenvorsorge tritt dann in den Hintergrund.

Bei einer geringen Rente würde ich eher für mehr Rente sorgen wie für einen Rentenabschlag. Wie hoch die Grundsicherung künftig sein wird ist nicht vorhersehbar. Ich erachte es als günstig die Vorsorge auf eigene Beine zu stellen, wie auf eine variable Komponente zu setzen.

Wer aus unverschuldeten Gründen wenig Rente hat, muss aufgefangen werden - keine Frage. Sich bewusst für Einkommensverzicht zu entscheiden und die ungünstigen Konsequenzen des eigenverantwortlichen Handelns zu sozialisieren, erachte ich als dagegen als bedenklich.

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@Sammy760

Danke dir für die umfangreiche sachliche Erläuterung. :-)

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Ich verstehe die Frage nicht ganz, denn so wie Du schreibst, wurden bis dato 45 Beitragsjahre erreicht und somit gehört die Person zu den besonders langjährig Versicherten.

Dementsprechend  steht einer abschlagsfreien Rente mit 65 doch nichts im Weg.

Außerdem  finden viele Arbeitnehmer kurz vor dem Eintritt in die Rente oft eine Möglichkeit, in die Arbeitslosigkeit  zu gehen. 

Ein Gespräch mit dem Arbeitgeber hilft da oft weiter.

Nein, da fehlen noch 10 Jahre. In die Arbeitslosigkeit zu gehen ist so eine Sache. Dann gibt es unter Umständen eine Sperre und wie ich schon erfahren habe ist ein Jobcenter auch nicht ohne.

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Solche Fragen lassen sich nun wirklich leicht googlen:

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Navigation/1_Lebenslagen/05_Kurz_vor_und_in_der_Rente/01_Kurz_vor_der_Rente/03_Wann_Sie_in_Rente_gehen_koennen/Wann_Sie_in_Rente_gehen_koennen_node.html

"Die ab 2012 eingeführte Altersrente für besonders langjährig Versicherte, die eine Wartezeit von 45 Jahren erfüllt haben, kann mit 65 Jahren in Anspruch genommen werden."

zudem kann hier unter diesem Link der früheste Rentenbeginn auch online berechnet werden.

Generell gilt.......reicht eine Rente nicht zum Leben, kann Wohngeld bzw. Grundsicherung beantragt werden ! 

DH !! toller Link

@Helge001, hier ein Sozialhilferechner (die Grundsicherung im Alter ist ja eine Art von Sozialhilfe):

Sozialhilfe Rechner
http://www.geldsparen.de/sozialhilfe-rechner/

und hier für den Vergleich ein

Wohngeldrechner
http://www.geldsparen.de/wohngeld-rechner/

Wird Grundsicherung im Alter beantragt, beträgt der Vermögensfreibetrag von dem Vermögen, das vor dem Erstantrag vorhanden ist, 5.000 €.

Anders bei Wohngeld, da gilt ein Vrmögensfreibetrag von 60.000 €, ab dem Wohngeld beantragt werden kann. Hat die Person mehr an Vermögen, lebt sie davon, und sobald das Vermögen auf 60.000 € abgeschmolzen ist, kann Wohngeld beantragt werden.

Lebt die Person in Wohneigentum, hier ein

Lastenzuschuss Rechner
http://www.geldsparen.de/lastenzuschuss-rechner/

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@cyracus

Das habe ich auch schon gelesen, das meinte ich aber nicht. Sammy hat es ganz gut erklärt. Trotzdem danke.

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