Amt lehnt Anschaffungskosten ab was tun?

8 Antworten

1. Wurden bei der Rentenberechnung alle Beitragszeiten lückenlos erfasst?

2. Wurde Grundsicherung bei der DRV beantragt?

3. Wurde Wohngeld beantragt?

4. Frag bei der evangelischen / katholischen Kirche nach finanzieller Unterstützung für die notwendigen Investitionen

5. Ruf bei einem Anwalt an, der kann dir das Prozedere für Empfänger von Grundsicherung und etwaiger Kostenübernahme in deiner Gemeinde erklären

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Gute Gedanken - und: In der Frage steht schon: Rente + aufstockend Grundsicherung.

Zusätzlich Wohngeld gibt es dann nicht (ist ja schon in der Grundsicherung enthalten). Bezüglich Anwalt gebe ich dem/dr Fragenden noch einen Tipp.

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Ja, soll ich mich jetzt trauen, zu antworten, oder wird mir dann auch ins Telefon geschrien (im übertragenen Sinn) ?

Seitdem die frühere Sozialhilfe durch Hartz-IV abgelöst wurde, kann man keine Extra-Leistungen wie Matraze, Waschmaschine etc. mehr beantragen.

Der Gesetzgeber geht nunmehr davon aus, dass der Leistungsrmptänger von dem Regeelsatz selbst etwas anspart, um solche Anschaffungen zu bezahlen.

(Und tatsächlich war der frühere Sozialhilfesatz geringer).

Somit ist mit der heutigen Rechtslage tatsächlich ein Darlehen vom Amt für Matratze und Waschmaschine der richtige Weg.

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richtig finde ich es zwar nicht, das Gesetz gibt nur nichts anderes her !

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@Gaenseliesel
richtig finde ich es zwar nicht,

Das ist - mit Verlaub - ein Enthusiasmus. Ich halte es für eine unglaubliche Schweinerei und denke, dass dieses System so bald wie möglich abgeschafft werden muss.

Ich krieg richtig Wut, wenn ich sowas lesen muss.

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@Andri123,

"(Und tatsächlich war der frühere Sozialhilfesatz geringer)."

Inzwischen ist der Regelsatz derartig zusammengestrichen und künstlich kleingerechnet, dass Sozialverbände davon ausgehen, dass er mindestens 150 Euro höher sein muss.

Der derzeitige Regelsatz wurde nicht transparent und fair berechnet, sondern ist politisch so gewollt. Man hat so lange gestrichen und gekürzt (das schon seit Jahren), bis der politisch gewollte Klein-Betrag herauskam.

Du bist wohl nicht auf dem aktuellen Stand zu diesem Thema.

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@cyracus

Wie bitte? Ich hab mich in keiner Weise wertend geäußert, weder für noch gegen die Hartz-IV-Gesetzgebung. Ich kann mich aber noch an die Umstellung damals erinnern, und damals hatten die Leistungsempfänger durch die Umstellung plötzlich einiges mehr auf dem Konto, dafür entfielen die einmaligen Leistungen. Das meinte ich nur, tut aber eh nichts zu Sache. Dass man vom Regelsatz nicht für Anschaffungen sparen kann, ist so. Da hilft aber kein Widerspruch.

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@Andri123

@Andri123, nee, wertend meinte ich meinen Post nicht, sondern sachlich (kam vielleicht nicht so rüber).

Vielleicht schien es damals so, dass die Sozialgeld-Bezieher mehr auf dem Konto hatten. Real hatten sie aber weniger - so wie Du ja auch das Entfallen der einmaligen Leistungen erwähnst. Insgesamt wurde aber eine Menge gestrichen (ich schreibe nun ausführlich auch für Fragesteller/in).

@Prieselmut,

hier haben die von gegen-hartz.de Vergleich aufgestellt:

Vergleich: Hartz IV und die frühere Sozialhilfe
https://www.gegen-hartz.de/news/vergleich-hartz-iv-und-die-fruehere-sozialhilfe

und hier

Unterschied zwischen ehem. Sozialhilfe und Hartz IV
https://www.gegen-hartz.de/news/unterschied-zwischen-ehem-sozialhilfe-hartz-iv

Die Preise - denken wir insbesondere auch an Stromkosten - sind weit mehr gestiegen als der Regelsatz, so dass inzwischen eine deutliche Unterdeckung besteht.

Als Antwort auf die kürzlichen Äußerungen von Jens Spahn hier Harald Thomé von Tacheles u.a.
Hartz IV ist Hunger
Hartz IV ist Mangelernährung

https://tacheles-sozialhilfe.de/startseite/aktuelles/d/n/2331/

Staunenswert: Sogar die tagesschau.de von den öffentlich-rechtlichen Medien schreibt hier Tacheles und erklärt genau das Kleinrechnen des Regelsatzes:Regelsatz zu gering - Hartz IV wird kleingerechnet
https://www.tagesschau.de/inland/hartz-vier-regelsatz-101.html
und man kommt dort zum Ergebnis:

Würde der Regelsatz transparent und korrekt berechnet, betrüge er heute nicht 416, sondern 571 Euro.
@Prieselmut, Deine Nachbarin hätte damit monatlich 155 Euro mehr zur Verfügung, was ja jährlich 1.860 Euro wären. Damit hätte sie sich besser ernähren können, sich auch die einen und anderen vielleicht notwendigen Medikamente leisten können und auch eine neue Matratze.

Weil mit höherem Regelsatz auch der Steuerfreibetrag erhöht werden würde, entginge der Regierung Steuereinnahmen - die sie sich gefälligst von "steuerflüchtigen" Großkonzernen wie Amazon, Starbuck & Co sowie verantwortungslos zockenden Bängstern zu holen hat!

Kennt Ihr die Sendung "Die Anstalt" von April 2018 über das Thema Hartz IV? Erstaunlicherweise ist sie auf YouTube verschwunden (sie war da, hatte sie einem Freund empfohlen). Ich finde sie nun auf dailymotion:
https://www.dailymotion.com/video/x6id04a

Wenn ich mich recht erinnere, fehlen da nur zwei Sachen: die verdeckten Armen (die Sozialhilfe beantragen könnten es aber nicht tun) und entgegen den Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts mit eingerechnet werden, sowie die Bonus-Zahlungen an Jobcenter-Abteilungsleiterbei hoher Sanktionsquote (@Prieselmut, ist nicht Thema Deiner Nachbarin, wäre aber für die "Die Anstalt"-Sendung wichtig gewesen).

Sehr interessant war übrigens eine Bemerkung eines Politikers nach einer Politiker-Talkrunde (ich meine, es war bei Maischberger), als das Hartz IV-Gesetz mit dem Regelsatz 345 € aus der Taufe gehoben wurde. Nach der Sendung sagte besagter Politiker (der ja im Bundestag auch für diesen Regelsatz mit abgestimmt hatte) zu Maischberger: "Ich weiß gar nicht, was die Leute so haben, von 345 € die Woche kann man doch prima leben." Maischberger zu ihm: "In der Woche? Im Monat haben die das!" Maischberger an die Zuschauer: Sie sagt nicht, wer es war, aber er wurde ganz blass und sagte kein Wort mehr ...

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Du kannst der Dame dabei helfen, einen erneuten Antrag zu stellen.

Dieser wird in freundlichem Ton (aber nicht unterwürfig) verfasst und an den Chef der Dienststelle gerichtet.

Dabei wird auch darum gebeten, sich die Wohnung anzusehen.

Wenn sie das ablehnen sind sie schon auf der Verliererseite, wenn es zur Klage kommt.

Wahrscheinlich wird es Überredungskünste brauchen, um die Lady dazu zu bringen.

Denn sie gehört wohl zu denen, die sich leider zu viel gefallen lassen.

Viel Erfolg

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Welche Rechtsgrundlage?

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@correct

.....aber leider nicht zutreffend für SGB Xll

Leider bleibt es hier bei der Gewährung eines Darlehens.

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Grundsicherung: Einkommenssteuer-Rückzahlung als Einkommen ?

Hallo, Jemand bezieht seit Januar Rente wegen voller Erwerbsminderung i.H.v. 350 Euro. Der Rest seines Einkommens ist aufstockende / ergänzende Grundsicherung. Letztes Jahr hat er vor Eintritt der Rente 6 Monate auf dem 1. Arbeitsmarkt gearbeitet und gibt nun eine Einkommenssteuer-Erklärung ab und erwartet eine Rückzahlung.

Frage: Da diese Rückzahlung sich auf das Jahr VOR dem Rentenbeginn und auch VOR dem ersten Bezug von Grundsicherung bezieht, ist sie demnach anzugeben und wird sie ihm also angerechnet bzw. abgezogen (wenn ja von wem)?

Ich bin der Meinung, dass es sich um Vermögen handelt, das er im Vorjahr erwirtschaftet hat. Außerdem liegt die Rückzahlung unter dem Selbstbehalt von 1600 Euro für Grundsicherungs-Bezieher.

Danke für jeden Hinweis.

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Grundsicherung trotz Eigentum?

Hallo

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Nun meine Frage: Gibt es die Möglichkeit, dass meine Mutter Grundsicherung beantragt, obwohl sie ja eigentlich eine Wohnung und das unbewohnte Haus zur Verfügung hat? Wo beantrage ich das besser? Das Geld müsste ja dann sicher zurückgezahlt werden, wenn das Haus verkauft wird.

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Es ist wirklich gerade eine bedrückende Situation.

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wie kann es sein, das meine Frau die Ablehnung bekommt der Grundsicherung, siehe Text unten

das Arbeitsamt ( ARGS ) hat gesagt im Jahre 2005, das sie die Grundsicherung beantragen solle. Dies haben wir gemacht und die LVA hat bestätigt, das meine Frau, seit dem 01.01.1974 voll Erwerbsunfähig ist. Leider gab es zu diesem Zeitpunkt keine Antwort vom Grundsicherungsamt, was eine Zusage oder Ablehnung betrift. Im März 2008, sollte meine Frau wieder einen Grundsicherungsantrag stellen, dies hat sie auch gemacht, wurde vom Amtsarzt untersucht und es kam heraus, das meine Frau trotz der Magersucht und 35 kg - Gewicht unter drei Stunden arbeiten kann. Nach langem hin und her, kam dann der Ablehnungsbescheit für die Grundsicherung, obwohl die LVA festgestellt hat laut Akte, das sie seit dem 01.01.1974 voll Erwerbsunfähig ist. Meine Frau, hat aber in der Zwischenseit im Alleingang herausgefunden, das sie schon seit dem 01.01.1974 eine Grundsicherung bekommen hätten müssen. Meine Frau ist 46 Jahre alt. meine Frage : Muss man sich dies gefallen lassen???

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