Am ersten Tag der im Voraus bezahlten 14tägigen Mietzeit wurde das angeschlossenen Leihfahrrad in Spanien gestohlen; wer kommt für den Schaden auf?

2 Antworten

Das kommt auf die Vertragsbedingungen an. Zuerst lohnt also ein Blick in den Mietvertrag über das Fahrrad. Sollte dort kein Versicherungsschutz enthalten bzw. die Schadenersatzpflicht bei Verlust und Diebstahl genannt sein, ist zu prüfen, ob z.B. über die eigene Hausrat (falls vorhanden) der Fall versichert ist.

Im schlimmsten Fall, nämlich einem definierten Schadenersatz und keiner Versicherung, bleibt man als Mieter haftbar.

oje...  Schadenersatzpflicht steht im Vertrag :-(.  Würde die Haftpflichtversicherung ev. den Schaden übernehmen?

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@rijuna

Nein, die Haftpflicht übernimmt nur von dir verursachte Schäden. Diebstahl gehört nicht dazu. Ich nehme an, dass keine Zusatzversicherung im Rahmen des Mietvertrags abgeschlossen wurde, in der Diebstahl versichert ist?

Helfen könnte noch eine Hausrat. Hier sind Fahrräder teilweise eingeschlossen. Oft zwar nur die eigenen, manche Policen gehen aber im Umfang noch etwas weiter. Als sehr groß ist aber auch da die Chance einer Übernahme nicht zu betrachten.

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@Bankrevisor

Danke für die Auskunft. Da wäre dann vermutlich Taxi fahren billiger gewesen :,(

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Die Hausrat in der Aussenversicherung springt ggfs bei eigenen Gegenständen ein, jedoch nicht bei Leihe. Leider..

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Zur Haftung: Grundsätzlich ist eine gemietete Sachen in unbeschädigtem Zustand an den Mieter zurück zu geben; er trägt somit das Risiko. Aber ich meine, dass der Mietvorgang des Fahrrads mit der Rückgabe an einer Stelle, die vom Vermieter eingerichtet oder genehmigt ist, endet. Damit würde auch das Risiko einer Beschädigung oder Diebstahls auf den Eigentümer zurück gehen. Ob spanische Gerichte dies auch so sehen, kann nur ein spanischer RA beurteilen.                                                         Zum Versicherungsschutz:

Grundsätzlich sind Schäden an eigenen Sachen - und dies sind wirtschaftlich gesehen auch geliehene oder gemietete Sachen - nicht Gegenstand der Haftpflichtversicherung. Davon gibt es Ausnahmen, insbesondere für Immobilien. Ob dies auch für bewegliche Sachen im Ausland gilt, ist den Besonderen Bedingungen entnehmen. Ggf. besteht eine Selbstbeteiligung. 

Sollte Versicherungsschutz bestehen, aber keine Haftung hilft nur eine sog. Ausfalldeckung; dies kann ebenfalls nur den Besonderen Bedingungen entnommen werden.


@Bankrevisor,

mit der Hausratversicherung liegst du falsch, da es sich um ein gemietetes Fahrrad handelt.

Möglich wäre aber die Privathaftpflichtversicherung, wenn geliehene bewegliche oder gemietete Sachen mitversichert sind.

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Grundsätzlich sind Schäden an eigenen Sachen - und dies sind wirtschaftlich gesehen auch geliehene oder gemietete Sachen - nicht Gegenstand der Haftpflichtversicherung.

Was natürlich völlig falsch ist.

Jedes Versicherungsunternehmen kann seine Versicherungsbedingungen frei gestalten - und daher ist der Hinweis

Grundsätzlich

absoluter Quatsch.

Bitte auch beachten, dass es heute schon etliche private Haftpflichtversicherungen gibt, wo Schäden an gemieteten, geliehenen beweglichen Sachen mitversichert sind. Außerdem auch Abhandenkommen von fremden beweglichen Sachen.

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