Altersvorsorge für 22 Jährigen

2 Antworten

Im Alter bis 30 ist IMHO primär ein Vermögensaufbau relevant, denn in dieser Phase befindet man sich in Ausbildung/Studium, beginnt die berufliche Festigung und Karriere, gründet vielleicht eine Familie, beginnt über Kinder nachzudenken... viele Veränderungen, die einerseits die von alfalfa genannten Absicherungen erfordern, andererseits aber auch die Bildung von Rücklagen ("Vermögen") benötigen, um diese Entwicklung abzusichern. Hier ist aufgrund der Veränderlichkeit der Lebensumstände auch eine Flexibilität von Verpflichtungen gefragt. Man sollte sich nicht zu umfangreich bereits festlegen.

Ab 30-35 ist typischerweise ein Lebensziel gefestigt, man befindet sich in einem Beruf und weiß genauer, was man wirklich will. Damit können auch Anlage- und Vorsorgeziele konkretisiert werden. Ob das nun die eigene Immobilie ist oder die Rücklage von Vermögenspositionen für die Altersvorsorge, musst Du selbst entscheiden. Welchen Umfang an Renten- und Risikoversicherungen Du benötigst, muss man auch dann nochmals beurteilen. Jetzt wäre der Zeitpunkt, sich längerfristig festzulegen.

Unabhängig davon, was Du nun wirklich beabsichtigst und was für Dich sinnvoll ist, laß' Dich nicht unter Druck setzen. Vertriebsleute können ziemlich hartnäckig sein. Laß' Dir nicht einen bunten Strauß an Produkten verkaufen, die Dich langfristig binden, ohne daß der Sinn wirklich klar ist bzw. ohne daß Du das realistisch langfristig kostenseitig bedienen kannst. Mach' Dir klar, welche Risiken Du eigentlich jetzt im Alter von 22 absichern willst.

  • Private Haftpflicht
  • Berufsunfähigkeit
  • Altersvorsorge (hierbei ist wichtig, die eigenen Ziele und Wünsche in die Beratung mit einfließen zu lassen, z.B. Kinder, Haus, Selbständigkeit, Leben im Ausland, etc... Nur so kann man eine für dich passende Strategie finden, die man natürlich dann jedes Jahr überprüfen müsste).

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