Altersvorsorge als Arbeitnehmer - VL, Direktversicherung, was ist sinnvoll?

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Vermögenswirksame Leistungen sind keine Altersvorsorge. Bei VL werden werden in der Regel 40 € pro Monat. Dieser Betrag wird entweder ganz oder teilweise vom AG bezahlt. Laufzeit 7 Jahre; Beitragszahlung 6 Jahre: Bereits nach 6 Jahren kann wieder ein neuer Vertrag begonnen werden. Wer sich für Aktienfonds entscheidet, erhält staatliche Förderung in Form der Arbeitnehmersparzulage. Bedingung: Voraussetzung ist, dass das zu versteuernde Jahreseinkommen maximal 20.000 Euro für Ledige und 40.000 Euro für Verheiratete beträgt. Auf die VL-Sparraten in einen Aktienfondssparplan der Staat eine Arbeitnehmersparzulage in Höhe von 20 Prozent der jährlichen VL-Einzahlungen bis zu maximal 400 Euro. Dies bringt eine Förderung von 80 Euro im Jahr vom Staat. Ich würde immer einen Aktienfonds bevorzugen allerdings nicht die Fonds von der Hausbank.

Altersvorsorge ist umfangreicher.

Die wirklich wichtige Frage zur Altersvorsorge sollte lauten: „Welche Altersvorsorge ist für mich optimal“? Die Altersvorsorge ist seit 2005 in 3 Schichten aufgeteilt. Schicht 1 Basisversorgung: gesetzliche Rentenversicherung und Basisrente (Rürup-Rente). Schicht 2 Zusatzversorgung: betriebliche Altersvorsorge und Riester-Rente. Schicht 3 Kapitalanlagen: Private Renten- bzw. Kapitallebensversicherungen und Aktienfondssparpläne etc. Weder die optimale Schicht noch die Art der Altersvorsorge kann man pauschal festlegen. Jede Form der Altersversorgung hat unterschiedlich hohe Aufwendungen zum Ansparen einer gleichen Nettorente. Deshalb ist es wichtig, dass vor Abschluss jeglicher Altersvorsorge ein qualitativer und quantitativer Schichtenvergleich durchgeführt wird. Denn es ist ein großer Unterschied, ob man von der ausgezahlten Rente noch Steuern und ggf. Krankenversicherung zahlen muss oder nicht

Für die betriebliche Altersversorgung als Schicht 2 der Altersvorsorge seit 1.1.2002 gilt, dass alle AN in Deutschland Anspruch auf eine betriebliche Altersversorgung. Der AG sollte in seinem Unternehmen die MA aufklären das es eine betriebliche Altersvorsorge gibt.

Es werden 5 Durchführungswege unterschieden.

  • Direktversicherung
  • Unterstützungskasse
  • Pensionskasse
  • Pensionsfonds
  • Pensionszusage (Direktzusage) 

Den Durchführungsweg und den Anbieter kann allerdings immer der AG bestimmen. Eine betriebliche AV läuft immer über das Unternehmen. D.h. Der Unternehmer (Versicherungsnehmer) schließt für seinen MA (Versicherte Person) etwas ab und bezahlt diesen Beitrag. Dies geschieht meist in Form einer Entgeltumwandlung seltener mit einem vom AG finanzierten Beitrag

Für die Beiträge fallen keine Steuern und Sozialversicherungsbeiträge an. Die Besteuerung ist nachgelagert erst ab Leistungseintritt zu bezahlen. Für die Rente ist auch Krankenversicherung zu zahlen.  

Lohnt sich meist nur dann, wenn der AG auch Beiträge zur BAV zuzahlt.-

Der Arbeitgeber eines 24-jährigen hat bisher nichts davon angeboten.

So ein wenig Eigeninitiative des Arbeitnehmers schadet da grundsätzlich aber nicht.

Wäre es sinnvoll, die Gehaltserhöhung in Form einer Rentenvorsorge zu verhandeln?

Nicht pauschal zu beantworten, ohne Bedarfsermittlung und konkrete Ausgestaltung der bAV zu kennen (hier entscheidet der Arbeitgeber über Durchführungsweg und Anbieter, sowie eine Eigenbeteiligung, wenn kein Tarifvertrag existiert der ihn dazu zwingt).

Der Arbeitnehmer hat einen Rechtsanspruch auf betriebliche Altersvorsorge durch Entgeltumwandlung und kann verlangen, dass 260,- € vom Bruttolohn p.M. steuer- und sozialabgabenfrei in eine bAV angelegt werden.

Es ist eine Firma mit ca. 80 Mitarbeitern, ohne Arbeitnehmervertretung und ohne Tarifvertrag. Der Firma geht es gut.

Dann sollten sich die Arbeitnehmer mal organisieren, ist immer von Vorteil. Aber das bedeutet natürlich Verhandlungsfreiheit.

Für die vermögenswirksamen Leistungen stünde der staatliche Zuschuss derzeit wohl zu

Arbeitnehmersparzulage? Der ist wirklich ehr für Geringverdiener gedacht.

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