Altersrückstellung bei Wechsel der Versicherungsgesellschaft "mitnehmen"?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Bleibst Du bei Deiner bisherigen Versicherung, der Allianz, wird bei einem Tarifwechsel die Alterungsrückstellung angerechnet. Das ist in § 204 VVG (Versicherungsvertragsgesetz) geregelt.

Da Du vor dem 01.01.2009 bereits privat krankenversichert warst, kannst Du Deine Alterungsrückstellung nicht zur Axa mitnehmen. Du würdest dort also mit einem höheren Eintrittsalter wieder von vorne anfangen. Ob sich das nach fast 9 Jahren bei der Allianz noch lohnt, musst Du sehen.

Der Grund, warum die Alterungsrückstellung nicht mitgenommen werden darf, ist dass im Beitrag ein Storno eingerechnet ist. Die Versicherung geht also davon aus, dass jedes Jahr ein bestimmter Prozentsatz von Versicherten den Vertrag storniert; dadurch wird die für diese Verträge gebildete Alterungsrückstellung nicht mehr benötigt und auf die verbleibenden Versicherten verteilt. Das macht den Beitrag günstiger, aber daher kann die Alterungsrückstellung dem Kündigenden auch nicht mitgegben werden. Und daher gibt es in der PKV auch keinen Rückkaufswert wie in der Lebensversicherung.

Was mit der Beitragsentlastung ist, kann ich nicht sagen. Möglicherweise ist auch die beim Wechsel zur Axa weg. Das hängt auch wieder damit zusammen, wie damals kalkuliert wurde. Am besten fragst Du bei der Allianz nach.

Kleine Korrektur: Erst bei Tarifen ab 2009 (Gesundheitsreform) ist ein Portables Teil der AR in die Tarife eingepreist worden. Nur dieser Teil der AR kann portiert werden. Auch ist der portierbare Teil gedeckelt auf die Höhe von AR im Basistarif. Das hat keinen Zusammenhang zu der Abgangsordnung (geplantes Storno) oder Zillmerung der Vertriebs- bzw. Abschlusskosten. Es ist korrekt, dass die AR dem Kollektiv gehören und bei Abgängen aus dem Kollektiv AR vererbt werden. Der Effekt der AR - die ja als Direktgutschrift wirken - lässt sich im vorgezeichneten Fall recht einfach errechnen. Der Fragesteller soll mal mit seinem aktuellen Alter in einem Vergleichsrechner den Betrag errechnen lassen, den er bei dem aktuellen Allianz Tarif als Neueintritt bezahlen würde. Diesen Betrag mit dem aktuellen Zahlbetrag vergleichen. Die Differenz ist der Effekt der AR, der sofort und monatlich wirkt. Diese Differenz wäre auf Dauer bei einem Wechsel zur AXA "flöten".

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Hallo, bei einerm Wechsel zur AXA wird nichts mitgenommen. Daher wahrscheinlich kein guter Rat.

Ein Wechsel innerhalb der Allianz erhält alle Rechte und auch die zusätzliche Rückstellung. alfalfa hat auch schon auf den Standardtarif hingewiesen. Also unbedingt dabei bleiben.

Leider wurde nicht verraten, weshalb der Wechsel erfolgen soll ? Zu teuer ? Zu schlecht ? Vermittler braucht Geld ?

Viel Glück

Barmer

D.H. Ich tippe auf den Vermittler ;-)

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@alfalfa

Naja, der Vermittler hätte mir auch eine andere Versicherungsgesellschaft angeboten. Das ist ja ohnehin seine einzige Möglichkeit um etwas an mir zu verdienen.

Eigentlich bin ich einerseits mit meinem damaligen Allianz-Vermittler unzufrieden und andererseits erhalte ich von der Allianz selbst keine ausreichenden Antworten auf meine Fragen. Leider habe ich dieses Forum erst heute entdeckt, hier bekommt man schnell Antworten auf Fragen... Danke nochmals dafür!

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@theodorakis70

Ist nicht richtig. Bei einem Umstieg auf einen höheren Tarif erhält der Vermittler auch Courtage. Nur nicht soviel und es macht etwas mehr Arbeit. Klar, dann werden gerne Alternativen angeboten. Tipp: Such Dir einen Makler der dich vernünftig betreut oder lass dich umfassend von einem Versicherungsberater beraten. Das gibt am meisten Sinn. Und bitte: bei der Allianz bleiben und den Herrschaften ein wenig die Hammelbeine langziehen. ;-)

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Es handelt sich beim alten Tarif um einen Einsteigertarif mit GKV-Niveau, dieser ist zum 01.01.13 erhöht worden, dieses mal erheblich... Es gibt einfach andere bessere Tarife zum gleichen Preis. Ein echtes Problem mit dem Versicherer gibt es eignetlich nicht...!

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@theodorakis70

Nein. Es gibt keine besseren Tarife zum gleichen Preis. Eine PKV wird nach Art einer Lebensversicherung kalkuliert. Und dafür gilt folgendes - siehe Absatz 2:

http://dejure.org/gesetze/VAG/11.html

Die Unterschiedeergeben sich aus Differenzen in den Bereichen

  • Leistungen
  • Kalkulationsannahmen
  • Kalkulationstiefe
  • Rechnungszinssatz
  • Abgangsordnung

In einer PKV Landmann nur 2 von drei Themen simultan lösen:

  • geringer Preis
  • geringe Beitragsanpassung
  • hohe Leistung

Und wenn Dein Makler behauptet es gibt bessere Tarife zu einem geringeren Preis, Pardon, dann hat er sich für mich komplett disqualifiziert!

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@alfalfa

Der Makler hat lediglich die Beitragserhöhung des alten Tarifs damit erklärt, dass der Tarif geschlossen wurde, da unrentabel, und nun nach und nach die Mitglieder entweder austreten oder einfach älter werden. Damit wäre eine weitere Verteuerung unausweichlich...

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@theodorakis70

Aha, also kamen Vokabeln wie Vergreisung usw. Also, wenn Mitglieder austreten dann vererben sie AR an das Kollektiv. Somit saniert sich der Tarif. Und jede Alterskohorte wird für sich selbst kalkuliert. Es ist vollkommen irrelevant wie alt die Mitglieder sind. Das sind nicht die Ursachen für eine BAP. Eine BAP kommt unter diesen Umständen zu Stande:

  • Kosten decken nicht die kalkulierten Beiträge
  • Viele Mitglieder wechseln in den ersten fünf Jahren aus dem Tarif wieder heraus
  • unrealistische Annahmen bezüglich der Abgangsordnung
  • Ausbeutung des Tarifs ( Massagen für die besten Freunde)
  • steigende Kosten (Erhöhung GOÄ etc)
  • gesenkter Kalkulationszinssatz
  • Änderung Sterbetafel

Und die Aussage des Maklers, dass eine Verteuerung unausweichlich ist...Respekt, die Glaskugel hätte ich auch gerne. Denn wie will er beurteilen, wie sich Spiraleffekte und negative Risiko Antiselektion entwickelt. Sorry, der wollte einfach nur verkaufen!

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