Alternativen zum Bausparvertrag (um niedrigen Darlehenszins zu sichern)?

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7 Antworten

Jain.

Es gibt neben der Bausparkasse noch andere Modelle zum Festschreiben der Konditionen für die Zukunft. Eins davon ist eine Baugenossenschaft, wie z.B. die Fides. Auch da kannst Du zuerst eine Summe ansparen und dann das Objekt zu festgelegten Bedingungen erwerben.

http://www.fides-wbg.de/eigenheimsparplan.html

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Bist du dir sicher, dass du weisst, was ein Bausparvertrag leistet?

Sichert er dir den aktuell niedrigen Darlehenszins? http://dynamisch.vergleich.de/vergleich/baugeld/vergleich

Weisst du, kannst du also ausrechnen, zu welchem Preis er dir welche Konditionen sichert?

Wenn du eine Alternative zum Bausparvertrag suchst, eignet sich auf 8 - 10 Jahre eine vernünftige Kapitalanlage zum Kapitalaufbau wesentlich besser. Was du aber bezahlst, solltest du genau wissen und zwar idealerweise bevor du es kaufst.

Auf 10 Jahre sichert dir den Zins höchstens ein Future auf den Zins. Bausparkassen sind Organisationen, die das auch nicht können. Was sie können, ist die einen Sparen lassen und anderen das Geld zu einem höheren Zins geben. Das ist nur nicht das, was du glaubst, dass sie können.

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Nein, es gibt keine alternative Variante zur Zinssicherung von Baudarlehn über diese lange Vorlaufzeit.

Den niedrigen Bauspardarlehnszins kannst Du Dir nur in Verbindung mit dem sehr viel niedrigen Bausparguthabenzins sichern.

Eine etwas spekulative Alternative zu einem BSV ist die Anlage in global investierende Aktien- oder Mischfonds, wobei BSV und Fonds natürlich auch als vertraglich unabhängige, aber wertmäßig kombinierbare Anlageformen zu sehen sind. Es ist ja ohnehin eine spekulative Annahme, sich in 10 Jahren ein Eigenheim kaufen zu können, wenn man weder dessen Preis heute fixieren kann, noch dessen Finanzierungsmix und Konditionen (Eigenkapital und Fremdkapitalvarianten und -höhen), noch die dann gültige Einkommens- und Lebenssituation. Aber soviel Mut muss schon sein und daher fängt man eben heute mit Sparen an. Aber es muss bzw. sollte eben nicht nur Bausparen sein!

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Hallo zusammen,

ich habe mich auch nach einer Alternative umgeschaut und beschlossen, mein Portfolio ein bisschen aktiver zu gestalten. Neben Vermögenssichernen Fonds habe ich auch direkt in einzelne Immobilien investiert, da ich glaube, dass das Wachstum in der Branche noch ein wenig anhält. Da man schon ab 150 Euro investieren kann, ist auch eine Diversifizierung gut möglich.

Nur für die Zinssicherung habe ich leider auch kein gutes Angebot gefunden.

LG

Jonas

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Gibt es neben Bausparkassen alternative Anlageformen um diesen zu sichern?

Nein.

Dazu möchte ich mir aber gerne einen niedrigen Darlehenszins sichern

Kann auch ein Bausparvertrag für den Normalimmobilienkäufer nicht. Jedenfalls wird die Belastung (Zins und Tilgung) für die meisten zu hoch.

Ein Bausparvertrag verlangt ca. 30% bis 40% Eigenansparleistung und den Rest gibt es als Darlehen. Klingt vernünftig ist es aber in der Realität nicht. Selbst wenn Du Dir 30% eines Eigenheimes von 200.000 zusammensparst und die 70% also 140.000 Euro zu einem jetzt festgelegtem Zins aufnimmst wirst Du die Belastung schwer tragen können weil ein Bausparvertrag eine schnelle Tilgung (und damit eine hohe Belastung) notwendig macht.

Aber eigentlich ist der Sinn Deiner Frage einfach zu beantworten:

Wenn die Zinsen in den nächsten 10 Jahren auf heutigem Niveau bleiben bekommst Du ohne Bausparvertrag einen guten Sollzinssatz. Schliesslich liegen die Bankzinsen derzeit deutlich unter dem "guten" Sollzins der Bausparkasse.

Sollten die Zinsen in den nächsten Jahren steigen dann werden mehrere Dinge passieren.

  1. Die Preise für Immobilien werden stagnieren oder vielleicht sogar fallen weil höhere Sollzinsen immer mit niedrigen Immobilienpreisen und umgekehrt einhergeht.
  2. Du bekommst in der Ansparphase für eine normale Sparanlage immer mehr Zinsen (die Zinsen steigen ja)

Mit Zitronen gehandelt hast Du allerdings wenn die Zinsen für die nächsten 9 Jahre gleich bleiben (Du also wenig Zinsen während Deines Ansparvorganges bekommst) und dann eine Krise eintritt die zu drastisch hohen Zinsen führt. Aber auch dann denke ich bist Du nicht schlecht dran - in diesem Fall werden die Immobilienpreise in den Keller purzeln und Du musst vielleicht hohe Zinsen für die Finanzierung zahlen hast aber einen geringeren Kaufpreis.

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Kommentar von Candlejack
04.05.2013, 13:17

Jedenfalls wird die Belastung (Zins und Tilgung) für die meisten zu hoch.

Wer sagt sowas ? Bei meinen Berechnungen werden die Belastungen nicht zu hoch, sondern tendieren entweder auf dem Hypotheken-Niveau oder knapp drüber.

Ein Bausparvertrag verlangt ca. 30% bis 40% Eigenansparleistung und den Rest gibt es als Darlehen. Klingt vernünftig ist es aber in der Realität nicht.

Klar ist es das. Wer die Chance hat, das vorzubereiten, spart also das Eigenkapital an, was er ohnehin braucht und erhält dann einen garantierten Zins dazu. Dass so ein Konzept nicht immer auf den Kunden passt und er mit so einem nicht immer 100% des Darlehens abdecken kann, liegt in der Natur der Sache.

weil ein Bausparvertrag eine schnelle Tilgung (und damit eine hohe Belastung) notwendig macht

nicht zwangsweise.

Schliesslich liegen die Bankzinsen derzeit deutlich unter dem "guten" Sollzins der Bausparkasse

Bei welcher Bank kriege ich derzeit unter 1,90% ?

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Kommentar von LittleArrow
04.05.2013, 14:28

@detlef32: Ich teile Deine Antwort größtenteils.

Zu Recht weist Du auf die üblicherweise relativ kurzen BSV-Tilgungsjahre (7-15 Jahre und dadurch bedingt hohe Tilgungsquote und damit sehr hohe monatliche Gesamtbelastung) hin. Das Bausparmodell eignet sich daher vor allem für kleinere Immobilienmaßnahmen (Modernisierung, Umbau, Sanierung, altersgerechtes Wohnen etc.) und weniger als alleinige Fremdfinanzierung bei Bau- oder Kaufvorhaben, sondern eher als Teilfinanzierung. Für den von Dir beschriebenen "Normalimmobilienkäufer" und damit den Fragesteller (um den es hier geht!) sind Deine Aussagen genau passend.

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Erstens sind bisdahin die Zinsen sehr spekulativ und zweitens was bringen Dir dann günstige Zinsen wenn die Immobilien für "Otto Normalverbraucher" gar nicht mehr bezahlbar sind? Würde zunächst einen für Deine Verhältnisse normalen Bausparvertrag abschliessen. Angebote und Beratung auch über VWL usw. sehr wichtig

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Kommentar von Candlejack
04.05.2013, 13:18

Würde zunächst einen für Deine Verhältnisse normalen Bausparvertrag abschliessen. Angebote und Beratung auch über VWL usw. sehr wichtig

Dass ich solche vernünftigen Sätze mal von Dir höre, freut mich :-)

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Der Bausparvertrag ist das einzige Mittel am Markt, um sich einen garantierten Zins zu sichern. Tut mir leid, ist aber so :-(

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Kommentar von LittleArrow
04.05.2013, 14:45

Das ist das einzige Mittel, sehe ich genauso.

Daraus folgt aber nun nicht (und das ist auch nicht Deine erklärte Schlussfolgerung), dass man es nur mit dem BSV versuchen sollte. Denn beim Eigenheimkauf (100 %) würde ein ca. 50-60 %-iges Bauspardarlehn den Normalimmobilienkäufer wegen einer (geschätzten) jährlichen Annuität von ca. 9-12 % finanziell sehr stark strapazieren, vielleicht sogar überlasten. Neben dem Bausparguthaben braucht der Käufer zum Kaufzeitpunkt noch ca. 10 - 15 % Eigenkapital, um die Kaufnebenkosten und persönlichen Anpassungskosten aufgrund des Umzuges von der Mietwohnung ins Eigenheim abzudecken.

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