Alter Werkvertrag mit Kleinunternehmerregelung - jetzt umsatzsteuerpflichtig

1 Antwort

Ich kannte die Frage und hatte mir die Antwort von EnnoBecker angesehen, womit für mich alles klar war.

Nun, mit Neueinstellung und Kommentar, bin ich etwas verwirrt.

Ein Werkvertrag mit freiberuflich, wissenschaftlicher Arbeit? Monatliche Auszahlung?

Also wird jeden Monat ein neues Werk geschuldet, erbracht und bezahlt?

Oder ist es ein Werkvertrag, der mit endgültiger Ablieferung im Januar erfüllt wird und auf den es vorher monatliche Abschläge gab?

Oder ist es eventuell doch ein Dienstvertrag.

Wenn Du eine wirklich tragfähige Antwort möchtest, solltest Du Dich zu den Details mehr äußern.

Sonst bleibt es bei der Antwort von EnnoBecker, die Top ist

Die hab ich eingestellt, weil ich eigentlich dachte, dass der Faden - insbesondere der Glaubensteil - boch fortgeführt wird.

Für den interessierten Leser hätte ich dann die Normenkette aufgebaut und den Glauben des Fragestellers entsprechend gefestigt.

Und über das vermeintliche Pech hätte ich auch gern mehr erfahren.

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@EnnoBecker

"Man muss viel gelernt haben, um über das, was man nicht weiß, fragen zu können." Jean-Jaques Rousseau

Danke für die Antworten!

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@Sorrinda

Nach dem Zitat weiß ich nun immer noch nicht, ob dein Glaubensabfall nun vorüber ist und warum die Tatsache für dich "Pech" ist.

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@EnnoBecker

Also, mein Glaubensabfall ist vollkommen überstanden - tatsächlich hatte ich Deine Antwort anfangs nicht richtig verstanden. Deshalb ja das Zitat. Manchmal muss man erst genug wissen, um richtig fragen zu können.

Also, ich bin 2012 in die Freiberuflichkeit gestartet, habe aber zusätzlich in Teilzeit auch als Angestellte gearbeitet. Aufgrund meiner zu erwartenden Umsatzhöhe habe ich die Kleinunternehmerregelung in Anspruch genommen. Dabei habe ich einen Werkvertrag abgeschlossen, der die Bearbeitung eines Projekts umfasst. Die Vergütung hierfür wird in monatlichen Teilbeträgen ausgezahlt (was wohl als Abschlagszahlung gilt, aber im Vertrag Teilbetrag genannt wurde). Für die Bearbeitung dieses Projekts gab es klar definierte inhaltiche Aufgaben und eine feste Gesamtvergütung.

Nun bekomme ich 2014 noch zwei Teilbeträge ausgezahlt. Im letzten Jahr habe ich aber freiberuflich soviel verdient, dass ich die Kleinunternehmerregelung für 2014 nicht mehr in Anspruch nehmen kann. Meine Frage lautet daher, ob ich jetzt für diese zwei Teilbeträge oder - weil die Leistung dann erst endgültig 2014 erbracht ist - für den gesamten Betrag umsatzsteuerpflichtig bin. Und Pech hätte ich dann gehabt, weil ich nur den Nettobetrag vom Auftraggeber bekomme.

Und mir ist wirklich klar, dass es bessere Vertragsformen gibt, aber das ist hier nicht die Frage, sondern Teil des Lehrgeldes, das ich wohl zahlen muss...

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@Sorrinda

Ursprünglich ging es aber um diese Frage:

Muss ich für die zwei monatlichen Raten, die ich noch 2014 bekomme, jetzt Umsatzsteuer abführen

Und ich antwortete, dass dies nicht der Fall ist.

Hier noch die Herleitung:

§ 19 (1) UStG geht so los:

"Die für Umsätze .... geschuldete Umsatzsteuer wird .... nicht erhoben, wenn... "

Wofür Umsatzsteuer geschuldet wird (was also Umsätze sind), findet sich in § 1 (1) Nr. 1 UStG:

"Der Umsatzsteuer unterliegen die folgenden Umsätze:.... 1. die Lieferungen und sonstigen Leistungen, die ein Unternehmer ...ausführt."

Die hier zu Grunde liegenden Umsätze hast du in deiner KU-Zeit ausgeführt, deshalb unterliegen sie mach Maßgabe der zu diesem Zeitpunkt gegebenen Verhältnisse der Umsatzsteuer. Und die wird, wie wir eben gelesen haben, vom KU nicht erhoben.

Nirgendwo steht etwas davon, dass der Zeitpunkt der Zahlung eine Rolle spielt.

Die Finanzämter kennen daher genügend Umsatzsteuererklärungen, in denen KU-Umsätze und Regelumsätze im selben Jahr erklärt werden.

Ich geh jetzt mal gucken, ob ich diesen Aspekt in meinen Tip hier http://www.finanzfrage.net/tipp/kleinunternehmer aufgenommen habe. Falls nicht, ergänze ich entspechend.

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@EnnoBecker

Ich geh jetzt mal gucken, ob ich

War nicht der Fall und ist jetzt nachgetragen.

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