Als Vermieterin befristeten Untermietvertrag kündigen?

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7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Nur in der Fragenüberschrift sprichst Du von einem befristeten Mietvertrag. Handelt es sich wirklich um einen befristeten Mietvertrag oder wurden Formfehler begangen und es ist daraus ein unbefristeter Mietvertrag geworden.

Einen befristeten Mietvertrag kannst Du natürlich nicht kündigen, es sei denn Dir steht ein außerordentliches Kündigungsrecht zu.

Kläre erst einmal, ob es sich wirklich um einen befristeten Mietvertrag handelt, denn dann wäre Deine Kündigung nicht möglich.

außerordentliches Kündigungsrecht

ob es sich wirklich um einen befristeten Mietvertrag handelt, denn dann wäre Deine Kündigung nicht möglich.

Ganz genau!!!!

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Der Mietvertrag ist in der Tat befristet, aber er bezieht sich auf die Untervermietung eines möblierten Zimmers in der Vermieterwohnung. Meines Wissens nach gelten da andere Bedingungen.

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@Vermieterin25

Das mit den anderen Bedingungen ist richtig - erklärt aber nicht ob wirklich ein befristeter Mietvertrag vorliegt.

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@Snooopy155

Vielen Dank Snoopy,

ja, der Mietvertrag ist befristet. Meine Hausverwaltung erteilt mir die Genehmigung zur Untervermietung immer nur für ein Jahr. Sie verlängert sie dann zwar regelmäßig, möchte sich aber die Verlängerung gerne vorbehalten.

Ich denke, der Gesetzgeber hat die Tatsache, dass Untermieter und Vermieter sich in derselben Wohnung aufhalten und der Untermieter Sachen des Vermieters benutzt, dahingehend berücksichtigt, dass er Kündigungen für beide Seiten einfach gemacht hat. Daher die Unterschiede zum "normalen" Mietverhältnis.

Es wäre meines Erachtens auf diesem Hintergrund unlogisch, bei befristeten Untermietverhältnissen diese einfacheren Kündigungsbedingungen wieder aufzuheben.

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@Vermieterin25

So langsam lieferst Du alle Informationen. Aus der Genehmigung zur Untervermietung leitet sich nicht ein befristeter Untermietvertrag ab. Damit gelten für Deinen Untermieter die normalen Kündigungsfristen für möblierten Wohnraum von 14 Tagen. Diese hast Du eingehalten Daran ändert auch Corona nichts, zumal Du ja noch auf das Nichteinhalten von Nebenabsprachen berufst, deren Nichteinhaltung Dir Deine Einnahmen wegbrechen lassen.

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@Snooopy155

Vielen Dank, das ist wirklich außerordentlich hilfreich. Schönen Sonntag für Dich!

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wegen der Corona-Pandemie dürfe sie nicht gekündigt werden

Das bezieht sich ausschließlich auf eine fristlose Kündigung wegen Zahlungsverzug, sofern der Zahlungsverzug nachweisbar durch die Pandemie entstanden ist. Auf andere Kündigungsgründe hat das keinen Einfluss.

Als Vermieterin befristeten Untermietvertrag kündigen?

Ein befristeter Vertrag ist nicht ordentlich, also fristgerecht kündbar, das schließt sich aus. Es ist nur außerordentlich fristlos mit wichtigem Grund möglich.

obwohl wir uns in einer Anlage zum Mietvertrag darauf geeinigt hatten

Wenn ein Mieter seinen Pflichten nicht nachkommt, kann man Schadenersatz verlangen für deine Kosten, weil du die Aufgabe des Mieters übernehmen musst. Aber ob das für eine fristlose Kündigung reicht ist fraglich. Denn laut Gesetz muss der Grund schwerwiegend sein. Ich habe Zweifel, ob ein Gericht den Grund als schwerwiegend genug ansehen würde.

Danke, ich wollte wissen, ob sie sich auf die Corona-Pandemie beziehen darf.

Weißt Du zufällig, wo ich im Internet den entsprechend veränderten Gesetzestext finde?

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@Andri123

DANKE Andri! :-)

https://www.gesetze-im-internet.de/bgbeg/art_240__2.html

Einführungsgesetz zum Bürgerlichen Gesetzbuche

§ 2 Beschränkung der Kündigung von Miet- und Pachtverhältnissen

(1) Der Vermieter kann ein Mietverhältnis über Grundstücke oder über Räume nicht allein aus dem Grund kündigen, dass der Mieter im Zeitraum vom 1. April 2020 bis 30. Juni 2020 trotz Fälligkeit die Miete nicht leistet, sofern die Nichtleistung auf den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie beruht. Der Zusammenhang zwischen COVID-19-Pandemie und Nichtleistung ist glaubhaft zu machen. Sonstige Kündigungsrechte bleiben unberührt.

(2) Von Absatz 1 kann nicht zum Nachteil des Mieters abgewichen werden.

(3) Die Absätze 1 und 2 sind auf Pachtverhältnisse entsprechend anzuwenden.

(4) Die Absätze 1 bis 3 sind nur bis zum 30. Juni 2022 anzuwenden.

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Kann ich meine Kündigung durchsetzen

kannst Du ...

und wenn ja, wie mache ich das?

auf Räumung klagen.... alles andere wäre nicht zulässig ....

Danke für die schnelle Antwort. Könntest Du sie auch begründen? Vielen Dank.

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@Vermieterin25

Deutschland ist kein rechtsfreier Raum, wo man hinsichtlich des Mietrechtes einfach den Rümpel des Mieters vor die Tür stellen kann . Also bleibt nur - wenn der Mieter nicht fristgerecht auszieht - Räumungsklage.

Also teile Deiner Untermieterin mit, dass Du beabsichtigst nach erfolglosen Fristablauf Räumungsklage zu betreiben, deren Kosten dann zu ihren Lasten gehen würden.

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@Vermieterin25

Du willst als ledgliche Hauptmieterin der Hütte eine Räumungsklage vom Zaun ziehen? Im Ernst jetzt???? @wilees: was rätst Du denn der komischen Frau hier? Es gibt zu 99,99 % gar keinen validen Grund für eine Räumungsklage!!

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@wilees

.... beabsichtigst nach erfolglosen Fristablauf Räumungsklage zu betreiben, deren Kosten dann zu ihren Lasten gehen würden.

Welcher Fristablauf denn????? Etwa 4 Wochen? Die ganze Konstruktion ist Müll!!!

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@Maerz2019

Schlicht und ergreifend - nach geltendem deutschen Mietrecht kann ein möbliertes ! Zimmer mit einer Frist von 14 Tagen gekündigt werden und dazu benötigt ein mit in der Wohnung lebender Vermieter noch nicht einmal einen "validen" Grund.

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@wilees

So einfach ist das nicht! Denn es fehlt das erforderliche "berechtige Interesse".

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@Maerz2019

Dessen bedarf es bei der Vermietung eines möblierten Zimmers in der Wohnung eines Vermieters aber nun einmal nicht.

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Vielen Dank für Deine Antworten!

Natürlich beabsichtige ich nicht, ihre Sachen auf die Straße zu werfen und auch sonst nicht, ihr zu schaden. Ich putze und desinfiziere ja auch ständig das Bad für sie. Ich verhalte mich freundlich und sachlich, habe ihr vertragsgerecht gekündigt und die Kündigungsfrist sogar um 4 Wochen verlängert.

Ich will ihr auch keine Räumungsklage anhängen, nur sie und mich gut informieren. Ich hoffe auf ihre Einsicht und denke, wenn sie den genauen Gesetzestext vor Augen hätte, würde das hilfreich sein.

Schönen Sonntag noch und nochmals Danke!

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@Vermieterin25

Willst Du aus der Untervermietung jetzt eine Missionierungsanstalt machen? Die Frage, ob dem Vemieter die gewerbliche Nutzung überhaupt bekannt, bleibt unbeantwortet. Das wäre ein weiteres Indiz dafür, dass der nämlich gar nichts davon weiss. Motto: MISSION EIGENTOR.

Kannst Du ja mal Deinen Klienten verklickern, welche Willkür Du bei Deiner Untermieterin an den Tag legst. Das wäre dann aber keine Kundenbindungsmaßnahme - sondern eine Kundenweglaufmaßnahme.

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Fristlose Kündigungen bedürfen immer einer großen Hürde. Da muss also schon was "heftiges" vorfallen - bzw. Miete wird nicht bezahlt werden u.ä.

Aber kündigen, weil sie das Bad nicht desinfiziert - wird schwer nachweisbar sein.

Wenn Du natürlich ein Gewerbe hast, bei dem Du ein sicher desinfiziertes Bad benötigst, verstehe ich ehrlich gesagt nicht, warum Du dann noch untervermietest.

Vorschlag: Kündige regulär - ggf. wg. Eigenbedarf und halte die Kündigungsfrist ein.

Eigenbedarf ??? Als Hautpmieteterin? Gehts eigentlich noch? Sie ist NICHT Eigentümerin!!

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@Maerz2019

In welchem Gesetz steht geschrieben, dass nur der Eigentümer wegen Eigenbedarf kündigen kann?

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Sorry - ich habe mich verlesen - Du hast ja fristgerecht gekündigt. Von daher ist meine Antwort nicht korrekt. Aber zwei Wochen ist schon sehr kurz. Realistisch - kann man doch in zwei Wochen keine Wohnung finden. .

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Genau deshalb hab ich meiner Untermieterin ja 6 Wochen eingeräumt. Ich habe ihr sogar bei der Zimmersuche geholfen. Sie hat leider keinen Vorschlag akzeptiert.

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