Als Vermieter Wohnungskaution gegen Forderung aus dem Mietverhältnis verrechnen?

3 Antworten

Du hast eine Forderung aus dem Mietverhältnis (offene Mieten und Nebenkosten.

Dein Mieter hat eine Forderung aus dem Mietverhältnis (Kaution).

Gleichartige Forderungen, auf beiden Seiten Fälligkeit, das nennt man "Aufrechnungslage." Also Aufrechnen und entweder den Rest auszahlen, oder umgelehrt den Rest nachfordern.

http://www.mietrecht.org/mietschulden/kaution-mietschulden-verrechnen/#II-2

Die Kaution besichert grundsätzlich für alle aus dem Mietvertrag resultierenden unbestrittenen Zahlungsansprüche des Vermieters gegenüber dem Mieter. Sie soll nicht nur Mängelansprüche abdecken, sondern auch Mietraten- und Betriebskostenzahlungsansprüche.

Der legale(!) Zugriff auf die Mietkaution bedarf einiger Abwägungen, die hier z. B. nachzulesen sind: https://www.bmgev.de/fileadmin/user_upload/Mietsicherheit.pdf

Noch etwas detaillierter ist dieser Link: http://www.mietrechtslexikon.de/a1lexikon2/k1/kaution_neu.htm#Zweck_der_Kaution

Man kann also den Zugriff der Kaution nicht ganz von den mietvertraglichen Vereinbarungen abkoppeln. Bei bestrittenen Ansprüchen muss erst ein Gerichtsbeschluss erwirkt werden.

Kündigungsfrist Mündliche Wohnungskündigung

Mieter kündigt Wohnung mündlich statt mit 3 Monaten nur mit 6 Wochen Vorlaufzeit. Mündliche Vereinbarung zwischen Mieter und Vermieter: Mieter zahlt einen Monat nach.

Mieter gestattet eine Woche vor Ablauf der Mietzeit das Betreten der Wohnung. "Sie können über die Wohnung verfügen" Bei Schlüsselübergabe hatte Vermieter bereits mit Renovierung begonnen.

Mieter weigert sich jetzt den einen zusätzlichen Monat nachtzuzahlen, weil der Vermieter Wohnung bereits frühzeitig betreten hat und die Wohnung quasi übernommen hat.

Mieter verlangt die komplette Kaution zurück und kündigt Einleitung des öffentlichen Mahnverfahrens an.

Was soll ich tun. Welche Kosten können mir als Vermieter entstehen. Kann ich eine Schiedsstelle anrufen?

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