Als Künstler kein Gewerbe anmelden?

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2 Antworten

Nur weil jemand kein Gewerbe anmelden muss, heißt das noch lange nicht, dass sich das Finanzamt nicht dafür interessiert. Der Künstler würde Einkünfte aus selbständiger Arbeit erzielen und müsste die genauso versteuern, und er müsste den Beginn seiner Tätigkeit auch anzeigen, allerdings nicht bei der Gemeinde sondern nur beim Finanzamt.

Wichtig für die Frage der Steuerpflicht ist ob eine Gewinnerzielungsabsicht vorliegt. Spätestens bei der Aufwandsentschädigung liegt die vor und die Sache wird steuerpflichtig. Steuer fällt letztlich erst an, wenn Dein Gewinn und Deine anderen Einkünfte über 8.000 Euro liegen.

Das Finanzamt macht nur Aufstand, wenn Du Steuern schuldest und nicht zahlst:

Einkommensteuer ist fällig ab einem zu versteuernden Einkommen von 8.130,--€, Umsatzsteuer nur ab mehr als 17.500,--€ Umsatz. Da liegst Du in beiden Fällen vermutlich weit drunter.

Kleingewerbetreibender ist man oder man ist es nicht. Auf eine Anmeldung kommt es nicht an. Auch wenn es hier nicht drauf ankommt: Ob das Kunst ist, wage ich zu bezweifeln. Da müßte sich jeder Softeisverkäufer auch Künstler schimpfen nur deshalb, weil ihm jedes Hörnchen anders gelingt.

Und das mit der Aufwandsentschädigung ist ja schon etwas drollig: Zuerst willst Du keinen Gewinn und dann doch?

Über eines mache ich mir dann doch Gedanken: Dass Du noch nicht voll geschäftsfähig bist, ist Dir doch wohl klar? Was sagen denn Deine Eltern dazu?

Danke für deine Antwort.

  1. Meine Eltern sind damit einverstanden und unterstützen mich.

  2. Der Sinn des ganzen ist kein Gewinn. Trotzdem geht sehr viel Zeit dabei drauf, in der ich zum Beispiel jobben könnte. Ich möchte nur eine Kleinigkeit davon haben.

  3. Weißt du, wer entscheidet, ob das Kunst ist? Naja also so primitiv ist das alles dann doch nicht. Ich male ja mit Farben auf Shirts rum..ein Künstler malt mit Farben auf Leinwand und darf sich Künstler nennen?

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