Als Franzose, auf Montage in DE für eine DE Firma. Familie lebt in FR; Wo zahle ich meine Steuern?

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3 Antworten

Du wirst nicht versteuert, sondern Deine Einkünfte besteuert.

Damit das eben nicht doppelt passiert, dafür gibt es ein DBA, ein Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuererung.

Hier ist eine Ergänzung zu diesem Abkommen, die sich speziell mit Grenzgängern befaßt.

http://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Steuern/Internationales_Steuerrecht/Staatenbezogene_Informationen/Laender_A_Z/Frankreich/010_a.pdf?__blob=publicationFile&v=5

Also kein Grund zu denken, man wolle Menschen in der Situation, wie Deiner, Probleme bereiten.

Du zahlst Deine Steuern in Frankreich,

Deinem Arbeitgeber musst Du eine Ansässigkeitsbescheinigung Deines Wohnsitzfinanzamtes vorlegen.

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NICO68 22.06.2014, 08:12

Hallo, vielen Dank für diese schnelle Umfassende Antwort. Leider bin ich keinen Grenzgänger da meine Firma seinen Sitz ausserhalb des Grenzgebiets hat und ich selber in ganz Deutschland unterwegs bin, ganz aktuell in NRW. Was ist den mit dem Satz: "wer mehr als 1/2 Jahr in Deutschland arbeitet bis ort seine Steuern abführen"? Und was mit dem Satz laut Doppeltbesteuerungsabkommen dass ich meine Steuern dort abführen soll wo mein zentralen Lebensmittelpunkt ist (Haus, Familie usw...)?

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wfwbinder 22.06.2014, 10:47
@NICO68

Es geht nicht darum ob Jemand mehr als ein halbes Jahr in Deutschland arbeitet, sondern ob er sich mehr als 183 Tage zum Zweck der Arbeit in Deutschland aufhält, also hier ansässig ist.

Wenn ich es aber richtig verstehe, hast Du eine Art Montage-, oder Vertretertätigkeit. Du arbeitest an verschiedenen Punkten in Deutschland, aber Du hast nur eine Wohnung und die in Frankreich, wohin Du immer zurückkehrst, ausser Du bist mal mehrere Tage an einem Ort und wohnst eventuell in einem Hotel, oder Pension.

Du bist nicht in "D" wohnhaft und hast hier nicht über 183 Tage Deinen gewöhnlichen Aufenthalt, also in "D" keine Steuer.

Wo ist denn der AG ansässig?

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Steuerabkommen und Steuerrechte wiedersprechen sich gerne.

Was meinst du damit? Sie sprechen sich wieder, also kommunizieren miteinander? Also ergänzen sich?

Da hast du recht. Die Normen, nach denen die Steuererhebung funktioniert, sind streng logisch. Man muss sie lesen und verstehen.

Leider kann man deiner Sachverhaltsdarstellung nicht entnehmen, wie deine steuerliche Sitution zu bewerten ist. Das mit dem "wiedersprechen" war schon schwer genug, aber die folgende Darstellung lässt keinen Raum für Interpretationen.

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NICO68 22.06.2014, 08:06

Hallo, und Danke für diese direkte Antwort. Grundsätzlich bin ich zum ersten kein Grenzgänger da der Sitz von meiner Firma in Frankfurt ist. Dann zur aktuellen Situation bin ich das ganze Jahr in DE unterwegs, besitze nur einen Wohnsitz in Frankreich, so bin ich auch beim deutschen Finanzamt angemeldet, und bin als Steuerklasse I eingestufft. Ich möchte aber nun in Frankreich Heiraten. Somit würde sich meine Situation nach französischen Steuerrecht ändern. Nach diesem Text entnehme ich dass somit meine Familieninteresse überwiegend in Frankreich wäre und ich dann wieder dort meine Steuern zahlen sollte. Nach dem Doppelbesteuerungsabkommen entnehme ich aber dass ich länger als ein 1/2 Jahr in Deutschland arbeite und somit dort meine Steuern abführen sollte. Was nun? Und wird meine familiäre Bindung von dem deutschen Finanzamt akzeptiert? oder bin ich da immer noch als Steuerklasse I angesehen?

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In Frankreich.

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NICO68 22.06.2014, 08:15

Danke für deine sehr direkte und kurze Antwort. Nach welchen Text/Steuerrecht geht deine Antwort hervor? Kannst mir da einen Link geben?

Besten Dank im voraus.

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