Alkohol und Strassenverkehr. Ab welcher Grenze zahlen Versicherungen nicht?

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m Versicherungsrecht spielt alkoholische Beeinflussung eine bedeutende Rolle, denn durch die sog. Trunkenheitsklausel in den Allgemeinen Kfz-Versicherungs-Bedingungen (AKB) wird jedem Fahrzeugführer als Obliegenheit aufgegeben, ein Kfz nur in nüchternem Zustand zu führen

Ist eine Verletzung dieser Obliegenheitspflicht unfallkausal, dann wird sogar der Kfz-Haftpflichtversicherer leistungsfrei und kann beim Fzg-Führer innerhalb der Regresshöchstgrenzen die Erstattung seiner Schadensaufwendungen verlangen, sofern zwischen der alkoholischen Beeinflussung und dem Versicherungsfall ein Verursachungszusammenhang besteht.

Die Promillegrenzen haben etwas mit dem Verkehrsrecht und dem Strafrecht zu tun. Unterhalb von 0,3 Promille gibt es keine Strafe.

Eine Obliegenheitverletzung nach Versicherungsrecht kann aber bei 0.3 Promille Blutalkohol durchaus vorliegen.

Hier spielt auch das Verursacherprinzip herein. Wenn jemand einen Unfall verursacht oder auch nur beteiligt ist und 0,1 oder 0,2 promill im Blut hat bekommt derjenige mindestens eine Mitschuld. Verkehrspsychologen gehen immer davon aus das der Unfall mit 0,0 nicht oder so nicht passiert wäre.

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