ALG2 Leistungen während eines FSJ?

3 Antworten

Nach den Regularien von SGB II .... Ihr lebt bereits zusammen ( länger als ein Jahr? ) also seid eine BG .....

Ergo wird sein Einkommen auch auf Deinen Bedarf angerechnet ...

Hinzu kommt Dein Einkommen aus dem FSJ / + Deine HWR / + Kindergeld ( soweit Du U25 bist )

sollte doch bequem ausreichen.

https://www.ihre-vorsorge.de/magazin/lesen/neue-regeln-bei-der-waisenrente.html

Anspruch auf Waisenrente besteht, solange die Waise

  • ein freiwilliges soziales Jahr (FSJ), ein freiwilliges ökologisches Jahr (FÖJ) oder einen anderen Freiwilligendienst ableistet, für den im Grundsatz Anspruch auf Kindergeld bzw. den steuerlichen Kinderfreibetrag besteht (bis 27),

Nein, eine Bedarfsgemeinschaft sind sie nur dann, wenn sie eine Einstehgemeinschaft sind. Wenn nicht, hat der Partner überhaupt nix mit denm Jobcenter zu tun.

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Ergänzend zu den Antworten, die Du schon bekommen hast:

Es ist nicht zwangsläufig, dass Ihr vom Jobcenter als Bedarfsgemeinschaft

https://de.wikipedia.org/wiki/Bedarfsgemeinschaft

angesehen / eingestuft werdet. Das ist nur der Fall, wenn Ihr füreinander einsteht. Das bedeutet: Wenn einer von Euch zum Beispiel Schulden macht, steht der andere dafür ein, als wäret Ihr Eheleute. Wenn Ihr dagegen der Meinung seid, nöö, jeder steht für das selbst gerade, was er gemacht / angestellt hat, dann seid Ihr keine Einstehgemeinschaft und somit auch keine Bedarfsgemeinschaft. - Dazu gibt es auch ein landesgerichtliches Urteil:

Hartz IV: Anrechnung von unverheirateten Partnern

https://www.gegen-hartz.de/news/hartz-iv-anrechnung-unverheirateter-partner

Für Deinen Freund ist dies sehr gut. Denn würdet Ihr als Bedarfsgemeinschaft gelten, würde Dein Freund so behandelt werden, als sei er selbst "Kunde" beim Jobcenter - auch dann, wenn er sich selbst mit seinem Einkommen finanzieren kann. Dann könnte das Jobcenter zum Beispiel von ihm verlangen, eine andere Arbeit aufzunehmen, damit er mehr verdient. Das fällt ja auch dank des Urteils weg.

Dein Freund hat mit dem Jobcenter also überhaupt nichts zu tun. Er muss auch keine Auskünfte gegenüber dem Jobcenter machen, falls dies verlangt wird.

FALLS das Jobcenter von Deinem Freund dies verlangt, und Du Hilfe für die Formulierung brauchst, schreibe unter dieser Antwort einen Kommentar. Weil ich oft auf dieser Seite bin, um Fragen zu beantworten, sollte ich das dann sehen.

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Es ist wohl so bei Euch, dass Ihr Euch die Miete teilt und auch die anderen laufenden Kosten wie Strom.

Wenn Ihr so ganz normal in einer Wohnung wohnt, dann wird das Jobcenter die Kosten der Unterkunft (KdU) durch 2 teilen, und deinen Anteil der Kaltmiete, Betriebskosten und Heizungskosten wird vom Jobcenter übernommen (also an Dich ausgezahlt, Du zahlst Deine Miete ja selbst an den Vermieter, nicht das Jobcenter).

Strom muss leider aus dem Regelsatz bezahlt werden. Jeder normale Mensch geht davon aus, dass Strom zu den KdU gehört, so aber nicht "der Gesetzgeber" = die selbst wie Maden im Speck lebenden Bundespolitiker.

Während bei Menschen in Bedarfsgemeinschaften der Regelsatz etwas gekürzt wird, bekommst Du dann den vollen Single-Regelsatz. Falls Wasser in Eurer Wohnung per Boiler oder ähnlichem erhitzt wird, also dafür Strom verbraucht wird, bekommt Ihr dafür einen kleinen Zuschlag.

Falls einer von Euch GEZ bezahlt, kannst Du Dich befreien lassen. Unterlagen hierfür gibt es beim Jobcenter (nicht von allein, danach musst Du fragen). Und frage bei der Stelle für den Nahverkehr, ob es für Hartz IV-Bezieher Ermäßigung gibt. Auch dafür gibt es dann die Unterlagen - wieder nur auf Nachfrage.

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Vorsorglich meine Hinweise für Arbeitslose (ALG 1 und ALG 2 / Hartz IV) und Aufstocker sowie Grundsicherungsbezieher. Hier gehe ich auch auf das Thema Ämterlotsen ein. - Du wirst leicht erkennen, was auf Deine Situation zutrifft:

Umgang mit Sozialbehörden

Mit dem Amt nichts telefonisch klären (das kann man später nie beweisen). Alles schriftlich machen. Am besten Schreiben, Belege und Anträge persönlich abgeben. - Den Erhalt des Schreibens lässt man sich auf einem mitgebrachten Doppel mit Stempel, Datum und Unterschrift bestätigen. Dazu schreibe auf das Doppel dort, wo Platz für Stempel usw. ist: "Schreiben unterschrieben erhalten:" (Dies verlangt man mit ruhigem, freundlichem Ton und reicht das Schreiben rüber, „und hier brauche ich noch Stempel mit Datum und Unterschrift“).

Wenn man nur etwas abgeben will, dann wie üblich ein Schreiben aufsetzen, in dem erklärt wird, was "als Anlage" überreicht wird - sind es mehrere Anlagen, diese mit Nummern versehen aufzählen. (Achtung! Anlagen immer als Kopie einreichen. Falls ausnahmsweise mal ein Original verlangt wird, dann davon für die eigenen Unterlagen eine Kopie machen.) - Wiederum dieses Anschreiben auf einem mitgebrachten Doppel mit Stempel und Unterschrift bestätigen lassen.

Diese Bestätigungen sind Gold wert, sie sind mehr wert als ein Einschreibebeleg (mit dem ja nur der Eingang eines Umschlags bestätigt wird).

Mit einer solchen Bestätigung kann von Seiten der Behörde nicht behauptet werden, Schreiben und Belege seien nicht eingegangen. Und wenn doch, eine Fotokopie von deren Bestätigung vorlegen (das Original unbedingt wie eine Kostbarkeit hüten). - Nicht (oder angeblich nicht) abgegebene Unterlagen kann als Verstoß gegen die Mitwirkungspflicht gedeutet werden, was zu Sanktionen führen kann = Kürzung von Geld. - Und: Werden so die Unterlagen / Belege abgegeben, wird erfahrungsgemäß allgemein die Sache zügiger bearbeitet.

Falls Du meinst, ich würde übertreiben, google mit

jobcenter unterlagen verloren

und lies auch dies:

Hartz IV: Verschwundene Unterlagen mit System?

http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/hartz-iv-verschwundene-unterlagen-mit-system.php

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Im Gespräch mit den Mitarbeitern immer korrekt und konzentriert sein. Wenn die Mitarbeiter freundlich und zugewandt sind: Auch Infos im Vertrauen landen in der Akte und können später gegen den „Kunden“ (wie es vollmundig bei Sozialbehörden heißt) verwendet werden. - Lies auch

Wichtige Tipps für Hartz-IV-Betroffene

http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/wichtige-tipps-fuer-hartz-iv-betroffene.php

und

Die häufigsten Hartz IV Fehler der Jobcenter

http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/die-haeufigsten-hartz-iv-fehler-der-jobcenter.php

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Deinen ePersonalausweis musst Du nicht kopieren lassen, alles Wichtige kann davon abgeschrieben werden:

Wann ist das Kopieren des Personalausweises erlaubt

https://www.datenschutzbeauftragter-info.de/wann-ist-das-kopieren-des-personalausweises-erlaubt/

und

LDI NRW: Personalausweis kopieren oftmals nach DSGVO verboten!

https://www.datenschutzbeauftragter-info.de/ldi-nrw-personalausweis-kopieren-oftmals-nach-dsgvo-verboten/

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Deine zur Bearbeitung Deiner Sache erforderlichen Bankbelege legst Du vor - sie werden eingesehen, aber NICHT fotokopiert - lies dazu dies:

Hinweise zur datenschutzgerechten Ausgestaltung der Anforderung von Kontoauszügen bei der Beantragung von Sozialleistungen

https://www.datenschutzzentrum.de/artikel/1109-Hinweise-zur-datenschutzgerechten-Ausgestaltung-der-Anforderung-von-Kontoauszuegen-bei-der-Beantragung-von-Sozialleistungen.html

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Immer wieder kommt es vor, dass Jobcenter / Sozialämter eine aktuelle Mietbescheinigung vom Vermieter verlangen, obwohl Mietvertrag und letzte Mietanpassung eingereicht sowie Bankbelege mit den Mietezahlungen vorgelegt wurden - dazu:

Jobcenter Regensburg: Vermieterbescheinigungen verstoßen gegen Datenschutz

https://kanzlei-hhs.de/jobcenter-regensburg-vermieterbescheinigungen-verstosen-gegen-datenschutz/

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Oft ist es ratsam, zum Amt einen Beistand / Ämterlotsen als Begleitung mitzunehmen. Dieser Ämterlotse muss nur zuhören und kann dabei Protokoll führen, oder hinterher macht man gemeinsam ein Erinnerungsprotokoll. Der Beistand kann aber auch für Dich Erklärungen abgeben, dazu § 13, Absatz 4 SGB X (google mit 13 sgb 10):

  • (4) Ein Beteiligter kann zu Verhandlungen und Besprechungen mit einem Beistand erscheinen. Das von dem Beistand Vorgetragene gilt als von dem Beteiligten vorgebracht, soweit dieser nicht unverzüglich widerspricht.

Für einen ehrenamtlichen Behördenbegleiter = Beistand google jeweils mit Deinem Wohnort (oder dem nächstgrößeren, wenn Deiner klein ist) mit

  • Ämterlotsen
  • Behördenlotsen
  • Behördenbegleiter
  • Hartz IV Mitläufer

Diese Ämterbegleiter sind wertvolle Hilfen und notfalls auch Zeugen, und (die meisten? alle?) haben für diesen ehrenamtlichen Dienst eine kleine Ausbildung genossen und kennen sich bestenfalls mit den Gesetzen aus. (Sag beim Amt niemals, Du hättest einen Zeugen dabei! Zeugen dürfen des Raumes verwiesen werden - Beistände dagegen nicht, auf die hast Du ein Recht.)

In Hamburg z.B. bietet die Diakonie Begleitung durch Ämterlotsen an.

Lebst Du in einer Bedarfsgemeinschaft (oder Haushaltsgemeinschaft): Andere Mitglieder solch einer Gemeinschaft können für Dich kein Beistand sein, denn sie sind nicht neutral, sondern automatisch selbst Betroffene.

Google mit

legitimation eines beistands pdf (die Wörter genau so)

und lade Dir die Datei vom elo-forum runter. Darin erfährst Du die gesetzliche Grundlage für Beistände und dass jeder Bürger ein Recht darauf hat, sich bei Behördengängen von einem Beistand begleiten zu lassen.

In der Info erfährst Du unter anderem, dass wenn Dein Beistand für Dich etwas sagt, und Du widersprichst nicht, gilt es so, als hättest Du selbst es gesagt.

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A C H T U N G ! - sehr wichtig für Hartz IV-Bezieher:

Folge den Dir aufgegebenen Mitwirkungspflichten wie Bewerbungen schreiben, an Maßnahmen / Fortbildungen teilnehmen (auch falls Dir eine der Maßnahmen blöd, unsinnig oder für Dich unangemessen erscheinen mag). In solch einem Fall wende Dich an eine Arbeitsloseninitiative / Arbeitslosenberatung / Rechtsberatung. - Bezüglich fehlender Mitwirkung wurde das Gesetz für Hartz IV-Bezieher krass verschärft, und das kann sehr schmerzhafte finanzielle Folgen für Dich haben!

Das Jobcenter kann dann ihren "Kunden" berechnen, was das Jobcenter hätte sparen können, hätte der "Kunde" die Anweisung befolgt und dadurch Arbeit gefunden - und das nicht nur für die Vergangenheit, sondern auch für künftige Jahre. (Das ist also ein Schauen-wir-mal-in-die-Glaskugel-Gesetz, völlig gaga, leider aber real.) Und das kann sehr, sehr, sehr teuer für den "Kunden" werden.

U n d :

Sollst Du im Jobcenter eine Eingliederungsvereinbarung (EGV) unterschreiben, unterschreibe sie nicht dort, nimm sie mit nach Hause!! - Geh auf YouTube und gib dort ein: Eingliederungsvereinbarung. - So bekommst Du viele wertvolle Infos zu diesem Thema.

Informiert Dich einfach selbst bei der Bufdi-Zentrale, der BFD ist dem FSJ gleichgestellt -> als Aufstockerin ist ALG 2 möglich. Solltest Du mit Deinem Freund zusammenwohnen, ergibt sich evtl. eine Bedarfsgemeinschaft.

https://www.bundes-freiwilligendienst.de/hartz-iv-arbeitslosengeld-ii-sgb.html

Andere Finanzierungsmöglichkeiten halte ich für ausgeschlossen. Die Waisenrente würde ich an Deiner Stelle aktivieren, falls noch nicht erfolgt.

Dass die beiden eine Bedarfsgemeinschaft bilden, ist sehr unwahrscheinlich. Ich gehe davon aus, dass sie keine Einstehgemeinschaft sind. - Keine Einstehgemeinschaft = keine Bedarfsgemeinschaft.

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