ALG 2 im Todesfall für den laufenden Monat zurück zahlen oder nicht?

3 Antworten

Erst mal mein Beileid :-(

Das Alg II muss nicht zurückgezahlt werden, da der Monat Mai bereits angefangen hat und der Anspruch ab dem ersten Tag im Monat besteht.

" Ihr Antrag auf Arbeitslosengeld II wirkt in der Regel auf den ersten Tag des Monats , in dem Sie ihn gestellt haben, zurück. Das bedeutet: Sie müssen nicht zuerst alle Unterlagen und Nachweise einreichen, bevor Sie einen Antrag stellen können. Die benötigten Unterlagen müssen Sie jedoch zeitnah nachreichen."

Allerdings umgehend dort Bescheid geben und den Nachweis dort einreichen. Grundsätzlich ist der Datenlauf zwischen dem 18/19. - 20./21. Tag eines Monats. Was danach an Informationen eintrudelt, wirkt dann erst auf den Folgemonat. So entstehen dann Überzahlungen! D.h. wenn im Juni (...im Moment ist gerade auch für die JC und Agenturen eine absolute Hochphase...) noch Geld eingehen sollte, dann keinesfalls ausgeben. Das wird zurückgefordert.

Bezgl. des Pflegegeldes mit der Krankenkasse sprechen, wie die das berechnen.

Übrigens kann auch nur einer das Erbe ausschlagen, falls es doch noch einen kleinen Teil gibt, der im Rahmen der AlgII Freibeträge lag. Ich würde erst mal abwarten ;-).

Alles Gute!

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Ich kann nur von einer anderen Situation berichten, die vielleicht analog zu sehen ist.

Wenn ein ALG-II-Bezieher mitten im Monat in einer Einrichtung aufgenommen wird, wird das anteilige ALG zurückgefordert, auch die bereits bezahlte Miete anteilig. Das ist natürlich völlig absurd.

Aber wenn Du das Erbe ausschlägst, ist das ja nicht Dein Problem. Bei Nichtausschlagung kämen ja auch weitere Mietezahlungen, Kosten der Wohnungsräumung etc. auf Dich zu.

Deine Mutter hätte je nach Lebensalter ein Schonvermögen von 150 Euro je Lebensjahr gehabt .... also stellt sich u.U. die Frage, ob es noch irgendwo ein/e Sparbuch / Sterbegeldversicherung oder so gibt, welches zumindest die Bestattungskosten deckt.

Wenn nicht, so werdet Ihr als Bestattungspflichtige trotzdem für diese Kosten aufkommen müssen.

Die Bestattungskosten können auch beim Sozialamt beantragt werden. Am besten sollte der Bestattungsauftrag über das Ordnungsamt erteilt werden. Also falls der Bruder nur geringes Einkommen und kein Vermögen hat.

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Eine Sterbegeldversicherung und ein Sparbuch hatte sie definitiv nicht. Sie hatte 60 Lebensjahre... sie wäre kommenden Montag 60 geworden.

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