Aktienverkauf sinnvoll trotz Steuer?

3 Antworten

"Die Frage ist, wenn ich verkaufe wären die Steuern sofort fällig und stünden mir dann später für einen erneuten Kauf nicht mehr zur Verfügung. Das heist, mein Depot wäre bei angenommenen gleichen Verkaufs- und Kaufpreis weniger groß."
Ehm, pssst nicht gsnz zu deinem Satz vorher.

Sagen wir, du hast Endpreis und Startpreis.
Die Differenz=Endpreis-Startpreis.
Steuern=Differenz*0,25 , real eher 0,26375+Kirchensteueer (falls zutreffend)
und wiederum abzüglich Freibeträge.

Real wird dir, insofern du über den grundfreibetrag (802 für single, bei anderen höher) kommst oder erst gar keinen Freistellungsauftrag erteilt hast, direkt die Steuern einbehalten.

Nehmen wir der EInfahcheit halber an, du hast keinen Freistellungsauftrag gemacht, dann weiß es die Bank nicht besser, ignoriert alle denkbaren Arten von Freibeträgen oder spnstwas und zieht die vollen Steuern ab.

Kannst du dir ja teilweise wieder über Steuererklärung abholen.

Also im ersten Moment werden beim Verkauf direkt die Steuern einbehalten.

Daher hast du die Aktien für Startpreis gekauft .
Und erhälst später zurück
Endpreis-Steuern
=Endpreis-(Endpreis-Startpreis)*0,26375
=(1-0,26375)*Endpreis-0,26375*Startpreis

ist unübersichtlich, stimmt, aber die Art und Weise wie die Steuern als Anteil an der Differenz definiert ist, bedingt shcon dass die Steuern bei Start=Endpreis gleich 0 sind.

Und du daher das Selbe wieder rauskriegst.

Die Realität ind dann aber eher so aus:
Der broker will auch Geld machen.
Darum verlangt er eine Kommision k1 wenn du die Aktie kaufst .

und eine Weitere k2 wenn du sie verkaufst.

Wobei die jeweils vom aktuellen Aktienwert abhängen.

es kommen sicher auch och während des haltens der aktien kosten und gebühren dazu, aber ignorieren wir sie mal.

daher ist, selbst wenn du die aktie zum selben kurs verkaufst wie du sie eingekauft hast,

am ende ein minus da.

du hattest startpreis investiert.

und kriegst am ende startpreis-k1-k2 zurück.

Du musst also zwangsläufig gucken dass deine Aktien steigen wenn du nicht dank geübhren und Co. automatisch verlust machen willst!

und nur dass, was du nach zahlung aller gebühren und co. rauskriegst, ist dein für die steuerberechnung relevanter endpreis.

nur so viel, sehr kompliziert.

Ansonsten ist es meines wissens wirklich so dass Aktien nur dann versteuert werden müssen wenn sie verkauft werden und du damit eventuell einen gewinn als differenz von end zu startpreis einheimst.

wobei wie erwähnt es auch nicht ksotenlos ist, aktien zu halten.

schließlich willl der broker auch geld machen und es werden sichelrich so manche Haltegebühren davon abgezogen.

wenn du natürlich weißt dass sich in 3 jahren der preis verdreifacht haben wird,
dann lohnt es sich wohl so lange zu halten da dann trotz aller zu zahlenden gebühren, Steuern und Co. ,mehr rausspringt für dich als wenn du direkt verkaufst.
oder du hast pech, dass die aktie tortz warterei praktisch wertlos wird, also derb im wert sinkt, dann hast du gut geld verloren :-)

vielen Dank für diese sehr ausführliche Antwort!

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Das ist ja kein realer Fall.

In der Realität müßte man sich Gedanken darüber machen, ob der erzielte Gewinn auch erhalten bleibt. Die vergangene Woche hat nun gezeigt, wie schnell sich Aktiengewinne in Luft auflösen können.

Trotz aller Steuerabzüge hätte man bei einem Verkauf vieler Aktien vor mehr als 7 Tagen noch mehr Kapital als bei einem Halten der Aktien.

Für eine Entscheidung, Aktien zu verkaufen oder nicht, darf niemals die Frage der Steuern bestimmend sein, sondern ausschließlich die eigene Bewertung der Zukunftsaussichten.

Rein rechnerisch ist Deine Frage nicht pauschal zu beantworten, da es zu viele verschiedene denkbare Szenarien gibt.

Du bist sicher in der Lage Dir die für Dich selbst denkbaren Szenarien ganz einfach durchzurechnen. Andernfalls müsstest Du genaue Zahlen nennen und ich denke, das ist nicht für ein Forum geeignet.

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