Aktienrückkauf= Kapitalerhöhung?

2 Antworten

Also das was im zweiten Schritt passiert, sind sogenannte "Gratisaktien" , gab es schon immer. Ist wie in dem Artikel auch steht, schon ein Zeichen von Zuversicht. Der Preis fällt zwar zunächst, aber für gewöhnlich erholt er sich auch danach teilweise wieder, und die Dividende wird wohl nicht halbiert werden. ( Bei unveränderter Dividende erhält der Aktionär doppelt soviel Geld ).

Der Aktienrückkauf dient sicher vorrangig dem "verprassen" von überschüssiger Liqudität.

Die Ausgabe neuer Aktien an die Altaktionäre (in welchem Verhältnis auch immer) und ohne Zuzahlung ist keine Kapitalerhöhung sondern ein Aktiensplit. Die Zahl der Aktien steigt und ihr Kurs fällt im gleichen Verhältnis. Es ändert sich also weder das Vermögen des Anlegers, noch das Eigenkapital der Aktiengesellschaft.

Ein Aktienrückkauf dagegen vermindert das Eigenkapital und die liquiden Mittel der AG. Dies geschieht meist dann, wenn die AG keine bessere Anlage für ihre liquiden Mittel findet und schon hinreichend mit Eigenkapital ausgestattet ist. Durch den Aktienrückkauf verringert sich die Zahl der ausgegebenen Aktien. Bei sonst gleichbleibendem Gewinn, steigt der Gewinn je Aktie. Dies und die durch den Rückkauf steigende Aktiennachfrage führen in der Regel zu Kurssteigerungen.

Vermutlich sieht Fuchs Petrolub keine interessanten Investitionsmöglichkeiten, weiß nicht wohin mit dem Geld und erwartet demnächst leicht rückläufige Gewinne. Da wollen sie etwas tun, dass dies nicht im Gewinn je Aktie sichtbar wird.

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