Aktienkurs bei Ausgabe von Aktien

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3 Antworten

Ist denn schon wieder Hausaufgabenzeit? Hübsch runde Werte deuten darauf hin. Können die BWLer nicht ihre Aufgaben selbst machen?

Vorab: Aktien repräsentieren einen Anteil am Unternehmen. Die monetäre Bewertung des Unternehmens, sowie das ggf. mit der Aktie verbundene Stimmrecht müssen also in die Preisfindung einer Aktie eingehen.

Mit den gegebenen Daten ist das eine typische BWL-Aufgabe, bei der irgendein Dozent ein Koordinatensystem an die Wand malt und zwei mehr oder weniger reguläre Kurven, die sich irgendwo schneiden. Nun plaudert er ein paar Stunden über den Schnittpunkt, sagt dem harmlosen Studenten jedoch nicht, wie man überhaupt auf diese Kurven kommt. Erinnert mich an den Witz mit der Dose Bohnen... ok... zurück zum Thema:

Bei Emission kann der Preis auf Basis einer Unternehmensbewertung festgelegt werden. Jedoch sind hier ggf. Darlehensverpflichtungen und Risiken aus dem Geschäft zu berücksichtigen. Stellt man nun etwas später fest, daß diese Bewertung sich ändert, verändert sich natürlich auch die Marktvaluierung der Aktie. Beispiele für Höherbewertungen:

  • es wurde bereits vor Produktionsbeginn ein Vertriebsabkommen oder eine Abnahmegarantie mit einem Partner abgeschlossen
  • eine Marktumfrage läßt gute Absatzzahlen vermuten
  • noch bestehende Risiken der termingerechten Bereitstellung der Produktionsanlage bestehen nicht mehr (z.B. wenn man unbedingt ins Weihnachtsgeschäft muß, ist der Zeitpunkt der Produktionsfähigkeit wesentlich)
  • der Kapitalbedarf = die Darlehensaufnahme fällt geringer als erwartet aus
  • ein neuer Investor ist eingestiegen und hat zusätzliches Kapital eingebracht
  • gesetzliche Veränderungen sind eingetreten, die das Geschäft begünstigen
  • ...vieles mehr...
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Kommentar von gandalf94305
14.04.2015, 06:18

Noch ein Punkt:

Bei Emission kaufst Du von der Emittentin direkt (Primärmarkt).

Beim zweiten Mal kaufst Du in einem illiquiden Sekundärmarkt, der nicht über eine Börse läuft, sondern Altaktionäre aus der Emission müssen Dir die Aktien verkaufen. Wenn diese jedoch dem Unternehmen (z.B. aus interner Sicht heraus) mehr Potential beimessen, als die Unternehmensbewertung hergibt, dann verlangen Sie natürlich einen deutlich höheren Preis.

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Kommentar von Catchitup
14.04.2015, 10:27

Danke. Kann sich der Aktienpreis am Primärmarkt ebenfalls ändern oder gibt es immer einen fixen Emissionspreis für eine gewisse Zeit?

Das heisst wenn der Aktienpreis vor einer Woche noch 2 EUR war (Eimissionspreis) dann bestimmt nun die Aktiengesellschaft, dass der Preis, unter anderem auf Grund Deiner Beispiele ,jetzt nach einer Woche 4 EUR ist.

Die Berechnung macht die AG? Könnte demnach bei falscher Bewertung völlig überteuert oder zu billig sein?

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  1. Die Nachfrage
  2. Der Preis wird nicht errechnet, er ergibt sich aus Angebot und Nachfrage
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Kommentar von gandalf94305
14.04.2015, 05:38

Ei, wie wird den bei einem nicht an der Börse gelisteten Unternehmen der Kurs für seine Aktien auf Angebot und Nachfrage bestimmt? Umfrage per Twitter?

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Klingt nach einer Hausaufgabenfrage. Dem Lehrer der so was aufgibt sollte man die Ohren so lang ziehen daß er aussieht wie Bugs Bunny.

Zu 1: Woher sollen wir denn wissen, aus welchem Grund jemand auf einmal doppelt so viel für die wertlose Aktie haben will?

Zu 1: Mit dem Taschenrechner.

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