Aktiengewinne versteuern?

4 Antworten

Ja - alle Gewinne aus Finanztransaktionen unterliegen der Besteuerung, auch wenn diese wieder reinvestiert werden (eben nach Abzug der Finanztransaktionssteuer ist der Normalfall)

Einzig ein Freistellungsauftrag verhindert die direkte Besteuerung und es kommt noch besser, das Finanzamt rechnet alles nochmals nach im Einkommensteuerbescheid und erst dann wird die endgültige Steuer per Bescheid festgesetzt.

Dein Kommentar ist gegensätzlich zu dem Kommentar von Privatier59.

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  1. Wir haben in Deutschland eine Finanztransaktionssteuer? Interessant, habe ich da was verpasst? ;-)
  2. Die endgültige Steuer betreffend, rechnet das Finanzamt natürlich "nochmals nach", aber sofern man in der Steuererklärung die Günstigerprüfung angekreuzt hat, was unbedingt zu empfehlen ist, wird eine "endgültige Steuer" nur dann festgesetzt, wenn sie niedriger (also günstiger) ist, als die bereits gezahlten KeSt/SolZ, andernfalls bleibt es wie es ist.
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Wäre das möglich, so wäre das ja die perfekte Strategie, Gewinne niemals zu versteuern bzw. die Zahlung in die Ewigkeit zu verschieben. Man müsste nur alles sofort "reinvestieren. Aber:

Falsche Denkrichtung. Wo siehst Du denn einen "nicht auszahlbaren Gewinn"? Ich sehe keinen.

Bei jedem Verkauf wird der Verkaufserlös auf Deinem Konto gutgeschrieben und damit auch der Gewinn "ausgezahlt". Und natürlich muss "jeder einzelne Gewinn" auch entsprechend versteuert werden. Erfolgt das nicht automatisch, wie das in der Regel bei einem deutschen Broker der Fall ist, muss man sich selbst die Mühe der Berechnung machen.

Natürlich darf man Verluste, die in der gleichen Anlagekategorie entstanden sind, gegenrechnen.

Danke für Deine Antwort. Gilt das auch für den Kryptomarkt ? Da die Regularien da sehr undurchsichtig sind...

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@Orange20

Es ist völlig egal, mit welchen Kapitalanlagen man Gewinne (oder Verluste) macht. Sobald sie "realisiert", also entstanden sind, z.B. bei jedem Verkauf, unterliegen sie der Steuerpflicht, die Regularien des Finanzamtes sind da sehr durchsichtig ;-)

Erhält man keine Steuerbescheinigung, wenn es sich um einen ausländischen Broker handelt oder auch bei Kryptos, muss man die im Steuerjahr erzielten Erträge selbst ermitteln. Dabei darf man Verluste aus der gleichen Kategorie verrechnen.

Man sollte sich darauf einstellen, dass das Finanzamt Nachweise für die gemachten Angaben anfordert. Was dann gefordert wird, kann ich nicht sagen, da ich mit einem deutschen Broker arbeite und eine Jahressteuerbescheinigung erhalte von der ich nur die Werte in die Steuererklärung übernehme.

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Es gibt eine Verlustverrechnung und die wird von der Bank automatisch vorgenommen.

Wenn man Aktie A mit 100 Euro Gewinn verkauft und Aktie B dann mit 100 Euro Verlust verkaufen muss ist der steuerliche Gewinn 0 Euro.

Beim ersten Verkauf abgezogene Steuern werden dann erstattet.

Es ist egal ob der ausgezahlt wurde oder nicht.

Du musst dein Gehalt ja auch versteuern, egal ob du es ausgibst oder nicht.

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