Aktiengewinne versteuern?

4 Antworten

Falsch gerechnet, der Sparerpauschbetrag geht nicht von der Steuer ab, sondern vom Gewinn.

200.000,- - 801,- Euro = 199199,- Euro * 26,37 % = 52.528,78 Euro Steuer.

Natürlich hätte man mit en Verkäufen 10 Jahre früher anfangen können und damit pro Jahr 801,- Euro * 26,37 % = 211,22 Steuern sparen können, aber hätte man damit nicht auch auf Gewinne verzichtet?

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Steuerbevollmächtigtenprüfung 1979, Steuerberaterprüfg .1986

Ja klar, wär das besser gewesen. Vor allem wär es besser gewesen, bei diesem Vermögen, schon vor 20 Jahren einen winzigen Teil davon in einen Steuerberater zu investieren.

Aber das ist jetzt verschüttete Milch.

Was hält Dich davon ab, jetzt doch nicht alles zu verkaufen, sondern nur einen Teil davon und für die Zukunft einen Entnahmeplan einzurichten?

Bei dem Vermögen dürfte es auch nicht schwer fallen, jemanden zu heiraten und der FB verdoppelt sich. Ok, bei der Idee könnte sich gleichzeitig auch das Vermögen halbieren.^^

Hast Du Kinder und willst denen eh was zukommen lassen? Bei Schenkung (also Teil-Depotübertrag zum Kind) fällt keine Abgeltungssteuer an. Zu beachten ist natürlich der Schenkungssteuerfreibetrag. Das Kind hat dann natürlich auch noch mal jedes Jahr den Sparerfreibetrag.

Dieser wird übrigens nicht von der Steuerlast abgezogen, sondern vom Spekulationsgewinn.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Gewinne werden in dem Jahr versteuert, in dem sie anfallen. Es kann Sinn machen, Erträge so zu verteilen, dass man den jährlichen Freibetrag nicht "verfallen" lässt.

Die Frage, was im Rückblick "klüger" gewesen wäre, ist völlig unwichtig, weil eine entsprechende Planung immer im Voraus, ohne Kenntnis der zukünftigen Entwicklung, erfolgt.

Da man hinterher immer schlauer ist, kann man immer leicht errechnen, was günstiger gewesen wäre. Da sich vergangene Entwicklungen aber nicht auf die Zukunft übertragen lassen, wird man, wofür immer man sich entscheidet, erst später wissen, ob man "richtig" entschieden hat.

Auf jeden Fall sollte man Anlageentscheidungen nie allein unter steuerlichen Gesichtspunkten treffen.

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