Aktienfonds welche Risiken ?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Zunächst muss man voraus schicken, dass es neben den börsengehandelten offenen Fonds auch geschlossene Fonds gibt. Bei denen kann es in der Tat Nachschusspflicht geben. Aber, das ist ein anderes Thema. Dich interessieren ja nur offene Fonds.

Ein Fonds ist nichts anderes als eine verselbständigte Vermögensmasse. Was darin enthalten ist, ist sehr unterschiedlich.

Wovon ich Dir abraten würde ist, einen Aktienfonds mit einem engen Anlagefokus zu kaufen, also zum Beispiel einen Fonds der nur in indische oder vietnamesische Aktien investiert oder sich auf Biotechnik oder Immobilienaktien spezialisiert hat. Das kann sehr profitabel sein, ist aber nichts für den ungeübten Anfänger. Solche Fonds bedürfen ständiger Beobachtung und sind als langfristige Anlage eher ungeeignet.

Konzentriere Dich auf Aktienfonds die in die großen Märkte anlegen, sich zum Beispiel am MSCI, dem Eurostoxx oder Dax orientieren.

Im "Worst-Case" kann sich Dein Kapital temporär vermindern. Historisch gesehen ist das bei den großen Märkten immer wieder aufgeholt und ausgeglichen worden.

2

Vielen herzelichen Dank :)

Dann kann man grob sagen dass ein echtes Risiko nur bei geschlossenen Fonds existiert da diese unter umständen ungünstige Rechtsformen aufweisen können wie ne Gbr z.b. und man damit auch privat haftet. Bei den"normalen" offenen Aktiendonfs die man per Sparplan erwerben kann sind die Risiken dann lediglich auf das Geld das man in diesen Fonds selbst gesteckt hat begrenzt. Das klingt schonmal sehr gut :)

Ja ich hätte sowieso in einen Fonds investiert der wirklich sehr breit und auch weltweit streut :) Und das via Sparplan zwar mit kleinem Betrag aber dafür auf lange sicht so dass möglich Kursverluste auch wieder eingeholt werden :)

Liebe Grüsse :)

1
58

Danke für den Stern!

0
1

Ein Hinweis noch dazu: Neben der breiten Aufstellung und der Langfristigkeit des Sparplans spielen die Kosten ein große Rolle; deshalb im Idealfall eine Depotbank suchen, die keine Depotgebühren verlangt, und einen Fondsvermittler, der keine Ausgabeaufschläge nimmt und womöglich auch Kickbacks auszahlt - dann kann der Zinseszinseffekt seine Wunderwirkung besser entfalten ;-).

0

Soweit ist es schon klar: keine geschlossenen Fonds, sondern nur börsengehandelte Aktienfonds.

Diese entweder als aktiv gemanagte Aktienfonds oder als passive Aktien-ETFs. Du hast hier grundsätzlich ein Marktrisiko (welcher Markt bzw. Märkte wurden gewählt), ein Währungsrisiko (z. B. enthält Dein €-geführter Fonds auch $-abhängige Aktien; selbst ein DAX-Unternehmen hat idR $-Abhängigkeiten auf der Umsatz- und Kostenseite!)), ein Kostenrisiko (insb. bei aktiven Fonds fällt eine höhere Managementgebühr als bei ETFs und bei Erfolg auch noch eine Performance Fee an) und ein Managementrisiko (wie gut bzw. schlecht ist die Aktienauswahl des Fondsmanagements im Vergleich zum Referenzindex, z. B. MSCI World, DAX, etc.).

Das Management- und Kostenrisiko kannst Du durch die Wahl eines weltmarktbreiten Aktien-ETFs erheblich reduzieren.

Nun zum Tagegeld: Derzeit mindestens dreifache Nettolohnhöhe in diesem Produkt. Allerdings ist es sehr niedrig verzinslich, je nach kontoführender Bank von 0,01 - 0,6 % p.a. Bei 3 Nettolöhnen ist der Zinseffekt zu vernachlässigen, bei € 100.000 sollte man vielleicht max. 3 Banken auswählen. Momentan bestehen im mittel- und langfristigen Bereich Zinssteigerungstendenzen, die sich auf die Tagesgeldverzinsung noch nicht auswirken. Wegen dieser Tendenzen also bitte keine hohen Beträge in Rentenfonds oder Mischfonds stecken, bei denen der festverzinsliche Anleiheanteil Laufzeiten über ca. 5 Jahre hinausgeht. Dieser negative Aspekt wird allerdings bei einem Sparplan anfangs etwas abgeschwächt.

Vielleicht liest Du Dich mal in eine bequeme Anlageform, dem Pantoffel-Portfolio ein.

https://www.test.de/FAQ-Pantoffel-Portfolio-Wie-Sie-bequem-und-entspannt-Geld-anlegen-4847664-0/

26

Und um die eigentliche Frage zu beantworten: Es gibt keine Nachschusspflicht - Du kannst maximal Deinen investierten Betrag verlieren.

1
2
@detlef32

Vielen herzlichen Dank für die Antworten :) Dann werde ich mich mal nach einem Fonds umschauen und meinen Sparplan starten :)

0

Es gab ja schon gute Antworten, denen kaum etwas hinzuzufügen ist.

Hier noch zwei Links, die für Dich sicher interessant sind, da dort alle wichtigen Informationen leicht verständlich zusammengefasst sind.

https://www.finanztip.de/indexfonds-etf/fondssparplan/

https://www.finanztip.de/blog/punkt-fuer-punkt-in-fuenf-schritten-zum-guenstigen-etf-sparplan/

2

Vielen herzlichen Dank, die Linkds werde ich mir mal genauer durchlesen :)

0

Gilt Auslandsrente (AUT&GB) bei GKV als Versorgungsbezüge? eigene Beitragszahlung?

Hallo,

kann mir jemand zur nachfolgenden Thematik eine entsprechende Auskunft geben? (habe zwar online schon recherchiert, aber da Infos in sämtliche Richtungen gehen, werde ich nicht richtig „schlau“ daraus):

Eine Rentnerin (keine Beamtin o.ä.) bezieht Rente (<800 € gesamt), die sich sowohl aus einer deutschen Rente, als auch aus einer österreichischen Rente (Pensionsversicherung.at) & einer englischen Rentenzahlung zusammensetzt (der englische Betrag ist aber sehr klein (<100€) & weicht auch aufgrund des Wechselkurses monatlich um einige Euros ab (-> ärgerlich auch, dass ihre Bank ihr da auch noch >als 10€ monatl. als Gebühren berechnet).

Die betroffene Dame hat nun gerade die Krankenkasse gewechselt (pflichtversichert) & aktuell von der neuen KV einen Brief erhalten, dass diese die Renten aus AUT & GB nicht als (Alters-)Renten, sondern als Versorgungsbezüge zählen und sie somit diesen Betrag selbst versichern muss. Sie soll nun künftig monatl. nochmals 70€ aus eigener Tasche zahlen, was bei so einer kleinen Gesamtrente natürlich enorm (in KV vorher musste sie bisher nie solche Zusatzbeträge leisten)

Ist das denn so korrekt? Und -im worst case- was macht man, wenn man diese Summe gar nicht zahlen kann? m.M. nach trifft doch Definition v. Versorgungsbezügen hier gar nicht zu, oder?

Freue mich über jede kompetente Info. Danke.

Suju2010

...zur Frage

Liberty Pro-VorsorgePlus 4U Police gegen ETF tauschen?

Hallo zusammen,

ich habe mich 2004 für das Produkt Pro-VorsorgePlus 4U von der Liberty Europe entschieden um etwas für die Rente zu tun.

Aus heutiger Sicht weiß ich das es sicherlich besseres gegeben hätte,

nun sind die Abschlusskosten aber bezahlt und ich muss/kann mich entscheiden diesen durch einen ETF zu ersetzen.

Das Aktuelle Fond Volumen kann jederzeit steuerfrei und ohne Abzüge ausgezahlt werden.

Leider tue ich mich sehr schwer bei der Berechnung und was sich mehr lohnen würde,

  • Hohe Verwaltungskosten dafür aber der Steuerliche Vorteil des Liberty Europe, oder
  • geringe Verwaltungskosten dafür aber Vorabsteuern jedes Jahr + Steuern beim Verkauf.

Mache ich einen Fehler bei der Berechnung?

Nicht das ich etwas vergessen habe bevor ich kündige und mich später ärgere, das ich mich "schon wieder" nicht mit den Produkt auseinander gesetzt hab!

Eigenlich sieht es sehr klar aus, aber die Wertentwicklung letztes Jahr sah nun auch nicht so düster aus...

Aktuelle Wertentwicklung

(Bei einer monatlichen Sparrate von 73,43€)

  • 01.12.2016 6.225.58 (48% M&G GLOBAL BASICS FUND 52% LINGOHR-SYSTEMATIC-LBB-INVEST)
  • 01.12.2017 7.714,54 (48% M&G GLOBAL BASICS FUND 52% LINGOHR-SYSTEMATIC-LBB-INVEST)

Die beiden Fonds sehen nicht so schlecht aus, meiner Meinung nach.

Beispielrechnung

(ich habe das Volumen und die Beiträge gerundet um sie besser zu rechnen)

Liberty

Volumen = 7000€

Anlagedauer = 1 Jahr

Rendite = 5% p.a.

Monatliche Rate = 100€

Ausgabeaufschlag = 4% p.a. (4€ Verwaltungsgebühr pro Monat (12x100€ - 48€))

Risikobeiträge aufs Jahr gerechnet = 12,43€

Verwaltungsgebühr = 2,7% p.a. (0,7% Fondverwaltung + 2% von jeder Beitragszahlung)

Endbetrag vor Kosten = 8610€ (12x100€ + 7000€ = 8200€ + 5% Rendite)

Kosten = 589,3€ (8610€ - 6,7% Gebühren - 12,43€ Risikobeitrag)

Endbetrag nach Kosten = 8020,7€

ETF

Volumen = 7000€

Anlagedauer = 1 Jahr

Rendite = 5% p.a.

Monatliche Rate = 100€

Verwaltungsgebühr = 0,57% p.a. (0,20% Ordergebühren + 0,37% Verwaltungsgebühr pro Jahr)

Endbetrag vor Kosten = 8610€ (12x100€ + 7000€ = 8200€ + 5% Rendite)

Kosten = 49€ (8610€ - 0,57% Gebühren)

Endbetrag nach Kosten = 8560,92€

Besteuerung zum Jahresende = 11,66€ Vorabpauschale 

Besteuerung beim Verkauf = 54,98€

Über Meinungen etc. würde ich mich wirklich freuen, mein Kopf qualmt schon :o)

...zur Frage

Zusammenhang Vorabpauschale und Verlustverrechnungstopf?

Hallo,

bevor ich Fondssparpläne bespare und mich da reinwage, möchte ich gerne etwas zu der Besteuerung dieser lesen. Ich habe mich da nun etwas schlau gemacht und zwar wird zur Ermittlung des zu versteuernden Betrages eine sog. Vorabpauschale berechnet. Diese wird mit den Kursgewinnen verglichen, der geringere Betrag ist dann der entscheidende. Bei ausschüttenden Fonds werden die Dividende angerechnet.

So weit so klar. Nun habe ich etwas von Verlustverrechnungstöpfen gelesen. Hier werden nur realisierte Verluste summiert. Bei der Vorabpauschale geht es ja um Kursgewinne/-verluste, also nicht realisierte Gewinne/Verluste.

Wie ist nun der Zusammenhang zwischen der Vorabpauschale und dem Verlusttopf? Ich möchte keine Formel oder so, sondern nur verstehen, wie diese zwei Begriffe zusammenspielen.

Vielen Dank und einen guten Rutsch!

...zur Frage

Muss ich den kompletten Betrag einer Kostenausgleichsvereinbarung der Prismalife bei vorzeitiger Kündigung zahlen?

Ich habe im Dezember 2012 eine Fondspolice mit einer monatlichen Rate von 200.00 € abgeschlossen. Zusätzlich ist noch eine Einmalzahlung aus anderen gekündigten Policen eingegangen. Vor ungefähr 3 Monaten habe ich erst mitbekommen, dass 100.80 € mtl. für eine Kostenausgleichsvereinbarung (KAV) gezahlt wird (Vertag von 12.2012 - 12.2017) und 99.20 € in den Fonds. Ich habe habe jetzt diese Police gekündigt (Fondswert ca. 3500 €) Die Prismalife schrieb mir, dass sie den Restbetrag der KAV vom Fondswert abgezogen hat und sie mir ca. 2400 € überweisen würden. Die Frage ist jetzt, ob ich diese 1100 € für die KAV bezahlen muss, weil ich diese ja ebenfalls gekündigt habe. Im Netz habe ich schon etwas von einem Urteil des Bundesgerichtshofes (BGH) gelesen, dass es unzulässig sei. Habe ich das falsch verstanden? Weiss eventuell jemand, vielleicht aus eigener Erfahrung, was genaueres?

Für Antworten Besten Dank im Voraus :)

Silvio

...zur Frage

Selbstbeteilung zahlen im Schadenfall

Mal eine Frage.

Meine Firma hat einen kleinen Schaden verursacht während der Arbeiten in einer Firma. Unabsichtlich aber ist passiert. Wir sind ja versichert, also alles halb so schlimm.

Der Firma haben wir unserer Arbeiten in Rechnung gestellt und den Schaden der Vers. gemeldet. Die waren auch vor Ort und haben alles kontrolliert.

Die Firma hat noch Fremdfirmen benötigt, die den Schaden beseitigen mußten.

Unsere in Rechnung gestellten Arbeiten wurden allesamt bezahlt. Diese wurden dann natürlich bei meiner Versicherung auch eingereicht zu den anderen.

Nun bekam ich heute nach langer Zeit mal einen Brief von meiner Versicherung mit der Nachricht, das es mich vielleicht interessiert was aus meinem Schadenfall geworden wäre. Sie hätten der Firma mit dem Schaden eine Entschädigung in Höhe von 5870,62 Euro gezahlt . Desweiteren schreiben sie: Hierbei minderten wir die Entschädigung um die mit ihnen vertraglich vereinbarte Selbstbeiteiligung in Höhe von 652,29 Euro. Bitte gleichen Sie diesen Betrag direkt an den Geschädigen aus.

Nun hat die geschädigte Firma sich noch gar nicht bei mir gemeldet, und ich überlege ob ich nun einfach den Betrag zahle (klar laut Versicherung muß ich das ja auch habe 10% Selbstbeteiligung) oder ob ich warte bis der Geschädigte sich meldet. Könnte ja sein, das er sich gar nicht meldet.

Was würdet ihr mir da raten?

...zur Frage

Anrechnung als Einkommen beim BaFög?

Hallo zusammen,

hänge in einem großem Dilemma.

Habe vor einiger Zeit bei der ,,Deutschen Bildung'' einen Bildungskredit aufgenommen. Welcher mir in monatlichen Auszahlungen ausgezahlt wird.

Mein BaFög Antrag war in Bearbeitung, jedoch habe ich unter Vorbehalt schon Zahlungen erhalten.

Nun kam heute Post von der Bezirksregierung das dieser Kredit (Sie nennen es Fonds) dem BaFög angerechnet wird, somit habe ich keinen Anspruch mehr auf BaFög, und ich muss bisher erhaltenes innerhalb eines Monats nachzahlen.

Wird mein Bildungskredit angerechnet da Sie denken es ist eine Studienförderung und kein Kredit ?

Wenn ihr auf die Seite der Deutschen Bildung geht seht ihr das es bei denen so ist das du später über einen gewissen Zeitraum einen bestimmten Prozentsatz von deinem Bruttoeinkommen zurückzahlen musst, es wird leider und natürlich über den gewährten Kreditbetrag hinausgehen.

Da ich es jedoch zurückzahlen muss ist es doch ein Kredit oder?

Und Kredite werden beim BaFög doch nicht als Einkommen angerechnet oder mittlerweile doch ?

PS: Das der Kredit bei denen ein Pakt mit dem Teufel ist ist mir klar, jedoch war ich in einer miesen Situation und habe Ende Dezember 2014 meine Mum verloren, und auch seit 2011 keinen Vater mehr...Werkstudentenjob habe ich schon..

Viele Grüße

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?