Aktien von operativem Gewinn einer GmbH kaufen?

1 Antwort

Von Experte wfwbinder bestätigt

Da hier Streubesitz angeschafft werden soll, ist der §8b KStG nur bei Verkauf anwendbar. Dividenden hingegen sind voll steuerpflichtig (im Privatbereich: Teileinkünfteverfahren). So kann man mit einer GmbH auch hübsch Geld verbrennen.

 sind Aktien nicht gewinnmindernd

Was ist damit gemeint? Deren Anschaffung? Natürlich nicht, die sind Umlaufvermögen.

Zinsvorteil 

Auch hier wandere ich durch den Nebel. Was für Zinsen denn?

und die 500 Aktien zu einem späteren Zeitpunkt (beim Verkauf) zu versteuern.

Keine Ahnung, was hier gemeint ist, aber der Abgang der Aktien aus dem Umlaufvermögen ist gewinnmindernd.

Wenn die Herren so gut verdienen und außerdem noch eine GmbH gründen wollen, sollten sie sich bei einem Kollegen von uns eine ausführliche Beratung holen.

Wenn sie eine Lungenentzündung haben, werden sie ja auch nicht auf Gesundheitsfrage.net die Heilung suchen.

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Oder gewinnerhöhend !?

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@Zappzappzapp

Wenn es Minusaktien waren, die minus 500 Euro gekostet haben, kann das gut möglich sein.

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@EnnoDerDritte

Was verstehe ich da nicht? Wenn die GmbH Aktien zu €500 erworben hat und sie für €1000 wieder verkauft, ist das doch gewinnerhöhend?

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@Zappzappzapp

Der Verkaufserlös erhöht den Gewinn um 1.000 und der Abgang der Aktien mindert den Gewinn um 500.

Das sind zwei Vorgänge, die deshalb auch zwei Buchungen erfordern.

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@EnnoDerDritte

Sorry, dass ich den Fachmann nerven muss, aber ich verstehe leider immer noch nicht.

Der Erwerb von Aktien zu 500 ist doch ein ergebnisneutraler Buchungsvorgang, ebenso der Verkauf zu 1000, der bedeutet doch bilanziell zunächst gar nichts, außer einer Umbuchung auf ein anderes Konto.

Der Gewinn (oder Verlust), also die gewinnerhöhende oder gewinnmindernde Wirkung entsteht doch erst mit dem Verkauf der Aktien, und zwar durch eben die zwei Buchungen.

Sehe ich da etwas falsch und wenn ja, was?

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@Zappzappzapp

Kauf der Aktien:

  • Umlaufvermögen an Bank

Verkauf der Aktien:

  • Bank an Erlös
  • Abgang Umlaufvermögen (=Aufwand) an Umlaufvermögen
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@EnnoDerDritte

Das ist doch genau, was ich geschrieben hatte.

Die reinen Buchungen von Käufen oder Verkäufen, von was auch immer, sind nicht gewinnerhöhend oder -vermindernd, sondern in diesem Beispiel führt erst der Saldo aus den Buchungen 2. und 3. zu einem Gewinn oder Verlust.

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@Zappzappzapp

Du übersiehst halt, dass der Verkauf und der Abgang zwei selbständig zu beurteilende Sachverhalte sind, das ist alles.

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@EnnoDerDritte

Wir drehen uns im Kreis. Ich übersehe nichts, sondern

führt erst der Saldo aus den Buchungen 2. und 3. zu einem Gewinn oder Verlust.

soll heißen, dass der Verkauf (2. Erlös) und der Abgang (3. Ausbuchung zum Einstand) zwei Sachverhalte sind, die aber, getrennt betrachtet, keinen Aufschluss über Gewinn oder Verlust geben.

Aber lassen wir das, wie gesagt, wir drehen uns im Kreis.

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@Zappzappzapp
soll heißen, dass 

Ähm, um hier aus Shakespeares Hamlet, 3. Akt, Szene 6, Vers 23 zu zitieren:

Nein.

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