Aktien Durchschnittskaufmethode?

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Der Cost-Average-Effekt ist weder eine Methode zum schnellen Reichwerden, noch hat die Sache einen Haken. Natürlich ist sie realistisch umsetzbar und kann auch bei passendem Kursverlauf einen einen Vorteil gegenüber einer anderen Strategie haben, aber natürlich auch einen Nachteil, das sieht man dann später.

https://de.wikipedia.org/wiki/Durchschnittskosteneffekt

https://wertpapierdepot.net/boersenlexikon/cost-average-effekt/

https://www.commerzbank.de/portal/de/ratgeber/finanzen/was-ist-der-cost-average-effekt.html

Es handelt sich um nichts unseriöses, sondern lediglich um eine von vielen verschiedenen Anlagestrategien. Ob es für einen passt, muss man für sich selbst entscheiden.

Es gibt jede Menge Argumente dafür und dagegen, wie bei jeder Anlagestrategie, und da niemand die Börsenentwicklung vorhersehen kann, kann man wie immer erst hinterher ausrechnen, ob man es anders hätte besser machen können.

Der Begriff "Cost averaging" wird werbend für den häppchenweisen Vertrieb von im Wert schwankenden Produkten verwendet, um Kunden zu einer längerfristigen Bindung in einem Sparplan zu gewinnen. Die Suggestion eines günstigen, durchschnittlichen Kurses lehnt sich an Erfahrungen des Alltags an. Zu jedem Zeitpunkt besteht ein mittlerer Preis eines Angebotes. Dennoch würde niemand auf die Idee verfallen, beispielsweise Kraftstoff literweise zu kaufen, um von gemittelten Preisdifferenzen zu profitieren.

Der Vertriebler suggeriert mit Anglizismen ein systematisches, zweckmäßiges Vorgehen. Verfeinert wird diese Verkaufsmasche durch die Suggestion von Entnahmeplänen. Jüngste Veröffentlichungen im Finanztest der Stiftung Warentest errechnen fiktive Renten aufgrund der wohl kalkulierten Entnahmepläne.

Finanzprodukte erleiden durch platzenden Blasen [überteuerte Preisentwicklungen] Nachteile bis hin zum Vertrauensverlust alter Anleger und Steigerung der Hemmschwelle neuer Kunden. Damit gewinnt die Suggestion von bedachtsamer Planung besonderen Stellenwert im Vertrieb.

Vergleiche das Angebot eines Ratensparplanes für wertschwankende Anlageprodukte mit dem Angebot des Dealers "ein Viertel" zu probieren.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Was willst Du mit dieser schwer verständlichen "Antwort" eigentlich sagen?

Jüngste Veröffentlichungen im Finanztest der Stiftung Warentest errechnen fiktive Renten aufgrund der wohl kalkulierten Entnahmepläne.

Interessant, und nu?

Damit gewinnt die Suggestion von bedachtsamer Planung besonderen Stellenwert im Vertrieb.

Aha, und was will uns das sagen?

Vergleiche das Angebot eines Ratensparplanes für wertschwankende Anlageprodukte mit dem Angebot des Dealers "ein Viertel" zu probieren.

Hä?

Es geht hier um eine Strategie, die man für sich selbst gut finden kann oder nicht, die mal erfolgreicher ist als andere und mal nicht, je nach Entwicklung der Finanzmärkte und fertig.

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@Zappzappzapp

Cost Avering ist eine Vertriebstaktik. Du zitierst mein kritischen Hinweise richtig und nimmst also die Probleme wahr: 1. Rentenberechnungen sind fiktiv und nicht historisch empirisch belegt. 2. Im Vertrieb wird ein zum Kunden passender Traum suggeriert: hier die sichere Rente im Alter. 3. Vertriebler bieten zum kleinen Preis, zu Monatsraten billig erscheinende Einstiegsmöglichkeiten an. Ihr Ziel ist die Gewinnung eines langfristig gebundene Kunden mit Potential für weitere Einkäufe.

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@frosstrubin

Natürlich zitiere ich Deine Hinweise richtig, ich habe sie ja aus diesem Grund auch direkt aus Deiner Antwort kopiert ;-)

Ich nehme keine Probleme wahr, ich verstehe nur den Sinn Deines Textes nicht, der an der Frage vorbei geht.

Der FS fragt lediglich, was der Cost-Average-Effekt bedeutet und spricht mit keinem Wort über einen Vertrieb oder irgendwelche Angebote, die er erhalten hätte. Insoweit geht es bei ihm auch nicht um eine "Vertriebstaktik".

Wie ich schon geschrieben hatte, handelt es sich lediglich um eine Strategie, die man, völlig unabhängig von irgendeinem Vertrieb, selbst verfolgen kann.

Dass verschiedene Strategien, die deshalb nicht schlecht sein müssen, von Beratern als solche benannt werden, ist grundsätzlich nicht zu beanstanden, es sei denn die Berater selbst wären nicht seriös bzw. nicht zu empfehlen. Das hat aber mit dem Verständnis der jeweiligen Strategie nichts zu tun.

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doch das funktioniert. das größte Problem beim Anlegen ist der Anleger selbst. Die Versuchungen den Markt schlagen zu wollen oder einfach irgendwas tun zu wollen, sind schon recht groß.

Allerdings wird es, wenn man das ziel eines passiven Einkommens verfolgt, schwierig dies allein mit einem ETF World zu erreichen.

Das heißt, das haupte Problem dabei ist, dass sich die leute auf Dauer nicht an den Plan halten und statt des festen budgets dann doch mehr oder weniger investieren wenn sie meinen, der Kurs steht gerade besonders gut oder schlecht?
Aber die Methode an sich, wenn knallhart konsequent durchgezogen, funktioniert?
Lässt sich das mathematishc irgendwie vergleichen mit bspw. der üblichen "Ich fühls in den Knochen, der Presi steigt bald, jetzt kauf ich" Münzmethode?

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@densch

so sieht´s aus. Es fängt damit an, dass die meisten Privatanleger sich viel zu wenig auskennen. Sie können keine Bilanzen lesen, haben keine Ahnung von der Branche und erheben ihr Halbwissen zur Expertise. Das kann gut gehen, tut´s aber eben nicht immer oder immer seltener. Dazu kommt, dass man immer nur eine (gefällige) Momentaufnahme erzält bekommt und fast nie das Ende der Geschichte.

Ist bei mir genauso. Habe trotzdem die finger nicht still halten können und auch Aktien gekauft. Laut Depotstand heute wäre ich mit 2-3 ETF besser gefahren. Aber das Lied ist ja noch nicht zu Ende.

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