Aktien- bzw Wertpapierdepotverkauf?

3 Antworten

Bei Verkäufen sind nicht nur Transaktionskosten, sondern vor allem auch Steuern zu berücksichtigen. Ggf. ist es sinnvoll, bei der Bank vor Einleitung der Verkäufe einen Freistellungsauftrag einzurichten (sofern dieser nicht bereits bei andern Banken ausgeschöpft wird).

  • Inhaberschuldverschreibungen der Bank können i.d.R. nicht gekündigt oder verkauft werden. Sie laufen irgendwann aus und werden dann automatisch ausgezahlt.
  • Aktien und börsengehandelte Zertifikate werden über Xetra oder einen Direkthandel kostengünstig immer als Limitorders verkauft (um vor Überraschungen bei illiquiden Papieren zu schützen). Vergleiche die Kosten der verschiedenen Börsenplätze. Der Gegenwert ist in ca. 2-5 Tagen auf dem Verrechnungskonto verfügbar.
  • Aktien-, Renten- und Mischfonds werden über die jeweilige Kapitalverwaltungsgesellschaft verkauft. Dafür fallen normalerweise keine Kosten an - es sei denn, es gibt einen Rücknahmeabschlag. Der Gegenwert ist in ca. 2-10 Tagen auf dem Verrechnungskonto verfügbar.
  • Offene Immobilienfonds haben Verkaufsbeschränkungen (früher waren diese sehr populär und daher vermute ich so etwas in einer Erbschaft). Waren diese Fondsanteile vor dem 21.07.2013 bereits im Depot, so können 30.000 EUR pro Kalenderhalbjahr verkauft werden. Ansonsten gibt es eine Frist von 12 Monaten ab Verkauf für die Liquidierung. Die Mindesthaltedauer dürfte hier nicht relevant sein. Die Bank weiß das alles jedoch.

Wenn die Papiere vom 19.04.2021 einen bestimmten Kurswert hatten, dann wird sich dieser natürlich inzwischen geändert haben, aber in der Größenordnung ist das die Grundlage für Abzüge von Steuern und Transaktionskosten. Es kann also höchstens passieren, dass die Auszahlzeitpunkte für verschiedene Wertpapiere unterschiedlich liegen.

Wenn sie die WP verkauft, bekommt sie den aktuellen Kurs mal der Stückzahl minus Transaktionsgebühren minus Steuer.

Vielleicht wäre da mal ein unabhängiger Berater gut, der einschätzen kann, ob verkauft werden soll, denn vielleicht lohnt es sich ja, die Werte zu behalten. Wenn das Geld aber benötigt wird, hat sich diese Überlegung ja erledigt.

Woher ich das weiß:Beruf – Studium Betriebswirtschaft / Vermögensverwalter und -Berater

Von welchen Wert auch sonst?

Es zählt logischerweise der Wert am Tag des Verkaufes!

Vielen Dank. Meine Schwiegermutter hat von der Bank einen Kontoauszug und noch nen Zettel (wertpapierdepot...) bekommen. Aud dem wertpapierdepot stand Kurswert knapp 86 000 Euro. Und beindem Kontoauszug n Guthaben von knapp 600 Euro. Daher war Ihre Frage wieviel Geld sie im Endeffekt ca. Bekommt. Sie dachte bzw denkt immer noch daß sie die ca 600 Euro vom Kontoauszug bekommt. Die Wertpapiere haben wie oben schon geschrieben einen momentanen kurswert von knapp 86 000 Euro

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@BiSchmi

Wenn sie das gesamte Bankvermögen geerbt hat, bekommt sie das Wertpapierdepot und das Geld auf dem Konto.

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@Alarm67

Vielen Dank. Sie hat das gesamte Bankvermögen geerbt da sie Alleinerbin ist. Wir kennen uns da nicht aus, daher meine blöden Fragen. Sie war verunsichert weil auf dem Kontoauszug 618,.. notiert war. Daher war sie sich unsicher ob sie nun lediglich die Summe vom kontoauszug(618,.. €) bekommt oder den Kurswert von dem.Depot

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@BiSchmi

Gibt es ein notarielles Testament, welches optimalerweise beim Nachlassgericht hinterlegt und von den eröffnet wurde?

Ersetzt dann nämlich den nicht so günstigen Erbschein, den ihr vermutlich sonst bei der Bank benötigt.

Dann bekommt ihr alle erforderlichen Auskünfte!

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@Alarm67

Sie hat schon den Erbschein(alleinige Erbin steht drauf)1 bei der Bank eingereicht, sie hat ein Schreibem bekommen das sie darüber verfügen kann und hat schon n Schreiben zum Verkauf usw bekommen und hab dieses schon wieder zurückgeschickt. Sie traut sich da nicht zu fragen weil sie jetzt die Befürchtung hat und sich reinsteigert daß sie " nur " den Betrag bekommt der auf dem Kontoauszug steht, das wären 618,.. Euro. Die 501 Wertpapiere haben ,Stichtag 19.4.2021, einen Kurswert von knapp 86 000 Euro.

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