Aktien - warum können Kleinanleger höhere Renditen erzielen als Großinvestoren?

3 Antworten

Warren Buffet hat sich in diesem Jahr nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Den Corona-Crash hat er nicht kommen sehen, auf dem Tiefpunkt verkauft er Aktien und jetzt, wo andere wieder Geld scheffeln, sitzt er weiter auf Geldreserven in riesigen Umfang.

Soll man Sprüche von so jemanden wirklich für voll nehmen? Ich nicht. Das mit der Million und den 50% ist nichts anderes als die Arroganz eines Multimilliardärs. Dem erscheint eine Million als ein Trinkgeld mit dem er nach Manier des russischen Roulette wild auf alles oder nichts spekulieren darf.

Selbst Investitions-Genies haben mit riesigem Kapital Probleme, die Rendite von einem simplen Index-ETF zu schlagen.

Mal abgesehen von der Frage, was sind denn "Investitions-Genies"?: Das hat nichts mit "riesigen" Kapital zu tun. Jeder Fonds hat Schwierigkeiten einen "simplen" Index-ETF zu schlagen. Die Mehrzahl der gemanagten Fonds schaffen das nicht. Ein Grund dafür sind die höheren Gebühren, die bei gleicher Kursentwicklung zunächst mal zusätzlich verdient werden müssen, um auch nur eine identische Entwicklung darzustellen.

Weiss jemand die Gründe, warum es mit steigendem Vermögen so viel schwieriger wird, prozentual hohe Gewinne zu erreichen?

Woher nimmst Du diese steile These? Woher hast Du solche "Informationen"?

Abgesehen von dem "Problem", dass man bestimmte Geldanlagen mit "riesigem Kapital" nicht so einfach durchführen kann, weil man allein durch umfangreiche Käufe/Verkäufe selbst die Kurse beeinflusst, sehe ich keine Abhängigkeit zwischen der Höhe eines Vermögens und der Rendite der damit erzielbaren Erträge.

Was Warren Buffet erzählt, interessiert mich im Grunde nicht, weil für meine eigenen Dispositionen uninteressant, da ich kein Milliardär bin. Er hat wahrscheinlich gemeint, dass man mit Investitionen in wachstumsstarke kleinere Unternehmen höhere Renditen erzielen könnte, es aber für einen Milliarden-Investor nicht genug davon gibt.

Ja das wird natürlich auch ein Faktor sein: Wenn man mit riesigem Kapital kauft/verkauft, werden während dem Kauf/Verkaufsvorgang die Kurse durch nun hohe Nachfrage/Angebot schlechter.

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Ist das wirklich so?

Jedenfalls, eine Milliarde wird man nicht so plötzlich investieren können. Es muss ja auch jemanden geben, der entsprechende Wertpapierpakete verkauft. Und umgekehrt, wenn man dann verkaufen möchte, sollte es genug Abnehmer geben.

Es könnte auch daran liegen, dass oftmals kleine Firmen noch sehr viel Wachstumspotential haben. Jemand der aber Milliarden investieren will, kann sein Kapital in solch kleinen Firmen nicht nennenswert anlegen. Ihm bleiben nur die grossen Firmen, die auch von anderen mit Argusaugen analysiert werden und daher wohl nicht die 50% im Jahr bringen werden.

Aber ich hoffe jemand kann mehr Details nennen, warum es dermaßen viel schwieriger mit großem als mit kleinem Kapital ist, etwas zu reißen.

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