Adoption möglich, um Erbschaftssteuer zu sparen?

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Verlierer der Erbschaftssteuer–Reform sind die entfernten Verwandten (z. B. Neffen und Nichten) und Nichtverwandten (z. B. nichteheliche Lebensgemeinschaft). Die kommen nur in den Genuss eines Freibetrags von EURO 20.000,-- während der Steuersatz auf 30 % oder 50 % steigt.

Gewinner der Reform ist die „Kernfamilie“. Dazu gehören insbesondere die Kinder, wobei Adoptivkinder, ebenso behandelt werden, wie leibliche Kinder.

Interessanterweise gilt dieses Privileg auch bei einer Erwachsenenadoption. Vor diesem Hintergrund geht das Bundesministerium der Finanzen davon aus, dass es zukünftig verstärkt zu Erwachsenenadoptionen kommen wird

Natürlich geht das. @gtbaskets Anwort kamm man nur hinzufügen, dass als Grund für die Adoption genannt werden sollte: "Weil kein eigener Sohn da ist, weil Kontinuität da sein soll, Verbundenheit etc."

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Steuerbevollmächtigtenprüfung 1979, Steuerberaterprüfg .1986

Bei einer Adoption müssen die Richter eine sittliche Rechtfertigung hierfür sehen. Wenn beide vorher kaum Kontakt zueinander hatten und auch kein Eltern – Kind - Verhältnis vorhanden war, werden die Richter einer Adoption – nur um Steuern zu sparen – nicht zustimmen.

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