Abzinsung von Verbindlichkeiten und Rückstellungen

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2 Antworten

Natürlich kann man das nicht in den Geschäftsberichten sehen.

Die Abzinsung ist nur steuerrechtlich vorzunehmen. In der Handelsbilanz hingegen nicht.

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heinerbumm 01.09.2012, 07:59

Seit wann müssen Rückstellungen in der Handelsbilanz nicht abgezinst werden. Die Bundesbank ermittelt deshalb sogar den Satz. Bei Verbindlichkeiten ist mir das klar, außer es handelt sich um verdeckte Zinszahlungen.

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EnnoBecker 01.09.2012, 08:05
@heinerbumm

Falschrumme Frage. Richtigrum ist: Seit wann müssen die abgezinst werden?

Antwort: Seit 2010, § 66 (3) EGHGB.

Aber du hast dennoch recht, ich hatte lediglich die Verbindlichkeiten im Blick und nicht die Rückstellungen.

Hast du schon mal eine Rückstellung abgezinst? Ich nicht.

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lalalalala 01.09.2012, 21:10
@EnnoBecker

verstehe, dass das Thema wohl nicht so einfach ist. Und mir war nicht klar, dass diese Abzinsung erst seit 2010 Pflicht ist.

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EnnoBecker 02.09.2012, 08:25
@lalalalala

Handelsrechtlich.

Steuerrechtlich zinsen wir schon länger ab.

Dabei müssen aber noch zwei Umstände zusammenkommen: Die Verbindlichkeit/Rückstellung muss länger als 1 Jahr laufen und sie muss unverzinslich sein.

Die Unverzinslichkeit ist bei Rückstellungen ja logisch, deswegen werden sie in § 253 HGB extra erwähnt.

Und wann ein Darlehen unverzinslich ist, darüber gibt es Wände voll Literatur.

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An der reinen Zahl kann man dass ja auch nicht erkennen. Wenn in der Bilanz Verbindlichkeiten von 100.000 Euro stehen kann man ja nicht sehen ob das abgezinst ist oder nicht. Aber es ist richtig, dass Verbindlichkeiten zum Teil abgezinst werden und Rückstellungen. Allerdings müssen die Abzinsungsfaktoren in der Steuer- und in der Handelsbilanz nicht identisch sein. Außerdem gibt es Unterschiede zwischen internationaler und nationaler Rechnungslegung (So legen manch Konzerne tatsächlich 3 Bilanzen vor. Eine deutsche Steuerbilanz, eine deutsche Handelsbilanz und eine Bilanz nach IFRS)

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EnnoBecker 01.09.2012, 08:09

So legen manch Konzerne tatsächlich 3 Bilanzen vor

Das wird oft nicht reichen. So stellen viele Konzerntöchter neben der Einzel-HBil (HB1) auch noch eine HB2 auf, deren Bewertung sich nach den Konzernrichtlinien richtet.

Allerdings müssen die Abzinsungsfaktoren in der Steuer- und in der Handelsbilanz nicht identisch sein.

Hier ist das Steuerrecht mal einfacher. Es sind stets 5,5% p.a.

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