Absetzbarkeit von Unterhaltszahlungen ins Ausland bei digitaler Vernetzung der Behörden?

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1 Antwort

Um es mal auf den Punkt zu bringen: Offenbar sollen in der Schweiz gezahlte Sozialleistungen in der deutschen Einkommensteuererklärung des Unterhaltspflichtigen nicht erwähnt werden um die Absetzbarkeit nicht zu gefährden.Das erfüllt den Tatbestand der Steuerhinterziehung und angesichts der mit der EU vereinbarten Auskunftsabkommen werden schweizerische Behörden in diesem Falle Auskunft erteilen. Automatisch aber wird das nicht geschehen.

Wahrscheinlich anders:

Die Unterhaltszahlungen an das in CH lebende erwachsene Kind, für das kein Anspruch auf Kindergeld und kindbezogene Freibeträge besteht, soll nach § 33a (1) geltend gemacht werden.

Die Frage zielt darauf ab, ob die deutschen Behörden die Einkünfte und Bezüge dieses Kindes gegenprüfen können oder ob es sich "lohnt", eine Falschangabe in der Anlage Unterhalt bzw. U zu machen.

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@EnnoWarMal

In der ESt-Erklärung werden die Unterhaltszahlungen und die Sozialleistungen im Ausland natürlich belegt. Wenn die Zahlungen im Ausland die sicher auch bestehenden Freigrenzen übersteigen sollten,  so wäre ein Kontakt der Behörden "problematisch" (?). 

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@Nutzer28492

Was genau da beabsichtigt ist verstehe ich zwar nicht. Allerdings sollten einem die Entwicklungen der letzten Jahre schon zu denken geben:

Bis zur Zumwinkel-Affaire galt Liechtenstein als uneinnehmbare Festung des Bankgeheimnisses, heute nimmt es am automatischen Informationsaustausch teil. Dito Luxemburg.

Deutsche Behörden geben bereitwillig der Schweiz Auskünfte zu deutschen PKW-Haltern um Verkehrssünder zu überführen.

Glaubst Du, dass so etwas in Deiner Sache nicht auch drohen könnte?

Und vor allem: Was machst Du, wenn Dein FA einfach die Unterhaltszahlungen nicht anerkennt solange keine Bestätigung schweizer Behörden über die Höhe dort erhaltener Unterstützung vorgelegt wird?

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