Abschluss einer privaten Pflegeversicherung sinnvoll?

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9 Antworten

DEine Tochter würde nur beigezogen wenn Sie ein sehr hohes Einkommen hätte (ab ca. 100.000 Euro jährlich). Die frage ist eher, hast Du ein Vermögen, das Dir dann verloren gehen würde, bzw. zum vererben nicht mehr zur Verfügung stände.

hallo, ich hatte zu hause vor 4 Jahren (ich war 32)ein Unfall. Ich bin Rollstuhlfahrer. Umsetzen ins Bett, WC, Dusche.... benötige ich Hilfe. Ich werde von angehörigen gepflegt. Hatte vor Jahren eine Private Pflegeversicherung abgeschlossen. Nach mein Unfall dachte ich "bist ja jetzt abgesichert". Als ich dann Krankenhaus und Monatelange Reha hinter mir hatte, trat ich an meine Private Pflegeversicherung her ran. Sie teilten mir mit das sie nicht zahlen da ich ja zu hause gepflegt werde. In ein Pflegeheim kann ich nicht aufgenommen werden da ich noch zu viel alleine kann. Meine Berufsunfähigkeitsversicherung weigert sich auch zu zahlen. Kann zwar nicht mehr als Kraftfahrer arbeiten aber ich kann ja umschulen und einen Büro-Job machen.Habe in meine Berufsunfähigkeitsversicherung 8 Jahre jeden Monat 100Euro eingezahlt. Wenn ich das Geld auf ein Sparbuch gepackt hätte dann bräuchte ich mir keine sorgen machen wie es finanziell weiter geht. Ich kann nur jedem raten lest euch alle Verträge gut durch, last euch von allen eine Kopie aushändigen zum durchlesen für zu hause. Die meisten Versicherungen sagen das es nur noch heute so günstig ist wenn ihr gleich unterschreibt. Leute überlegt genau welche Versicherung ihr braucht.

Sowie ich weiß, werden bei einem Pflegeheim-Aufenthalt zur Deckung der Kosten zuerst die Einnahmen der Pflegeversicherung, die sich nach der Pflegestufe ergeben, herangezogen. Als zweites wird die evtl. Rente bis auf ein Taschengeld verrechnet. Reicht das noch nicht aus und ist nichts Erspartes da, springt das Sozialamt an. Es wird aber versuchen, sich zumindest einen Teil des Geldes bei den Kindern zurück zu holen. Diese erwachsene Kinder haben einen Freibetrag von 1 400€, die Ehegatten von 1 050€, deren Kinder unterschiedliche, die sich nach Alter richten.

Vom Einkommen, das dann noch über diesem Familienfreibetrag liegt, sind 50 % für den Unterhalt einzusetzen. Selbst Kinder ohne eigenes Einkommen können zur Kasse gebeten werden, wenn sie einen gut verdienenden Ehepartner haben, da ihnen angemessener Anteil am Familieneinkommen zusteht. Falls derartige Forderungen des Sozialämter kommen, sollte man einen Fachanwalt zuziehen, da häufig die Forderungen unverhältnismäßig hoch sind.

Aufgrund der demografischen Entwicklung reichen die Mittel für Pflegebedürftigen in Zukunft nicht mehr aus. Dazu zählen nicht nur die Alten, die in wenigen Jahrzehnten die Mehrheit der Gesellschaft ausmachen, sonder auch diejenigen, die im Laufe des Erwerbslebens berufsfähig werden. Zum Pflegefall kann man also schon in jungen Jahren werden. Dass die Kinder davon ungeschoren davonkommen, kann nicht bestätigt werden. Die Kosten werden auf die Kinder überwälzt (http://www.flexbrain.de/private-pflegeversicherung-eine-moderne-notwendigkeit-unsere-ueberalternden-gesellschaft ). Eine private Pflegeversicherung sollte frühzeitig berücksichtigt werden.

Falls Deine Einnahmen und Dein Vermögen für die Pflegekosten nicht ausreichen, würde das Sozialamt sicher Deine Tochter anschreiben und prüfen, ob sie Unterhalt für Dich zahlen kann, wenn ja, wird der auch eingefordert, denn Eltern, Kinder und getrennt lebende oder geschiedene Ehegatten sind grundsätzlich zum Unterhalt verpflichtet,sofern sie leistungsfähig sind. Nur wenn Eine Tochter (aber auch der evtl. Schwiegersohn) zu wenig verdient, springt das Sozialamt mit Sozialhilfe ein.

habe sie bei der Aachener Münchener abgeschlossen, eine 3 plus.

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