Abrechnung Kellerstrom und Belästigung durch Ruhestörung?

6 Antworten

Du kannst das Ganze natürlich auf subtilere weise relativ schnell lösen.
Wenn die Ruhestörung nach 22:00 Uhr , dann rufe einfach einmal die Polizei, die wird dann sehr schnell die Lautstärke auf Zimmerlautstärke reduzieren.

Bezüglich des Partykellers würde ich mich mal beim Bauamt erkundigen, ob dieser für dieses Haus überhaupt zulässig ist; wenn nein, dann kann man über diese Behörde auch die Umwidmung des Raumes rückgängig machen.

Bezüglich des Stromverbrauchs würde ich mir am wenigsten Gedanken machen, denn Du hast ja die Nebenkostenabrechnungen der lezten Jahre und du kannst Damit nachweisen, dass seit Einrichtung dieses Eventkellers die Stromkosten deutlich gestiegen sind. Damit würde ich dann meinen Anteil unter berücksichtigung der Preissteigerungen mit dem Vermerk auf die Partykeller kürzen.

Für all diese Vorschläge benötigst Du keine weitern Mieter - allerdings sollte man dem Vermieter auf das Geschehen und die angedrohte Nebenkostenkürzung vorab deutlich hinweisen.

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Danke für die wirklich sehr hilfreiche Antwort. Ich muss gestehen, ich scheue mich davor, die Polizei zu rufen, das habe ich bei der schlimmsten Lärmbelästigung durch andere Mieter noch nie getan, obwohl ich da schon massenweise Grund dazu hatte. Gerade vor einer Weile ist erst eine Mieterin oben drüber ausgezogen, die uns hier über lange Zeit eine regelrechte "Hölle" bereitet hatte mit ständigen Partys von über 20 Personen und jede 3. Nacht so lauter Musik, dass das Haus fast zusammengefallen ist. Ich hatte sie 1 x höflich darauf angesprochen, da ist die mir fast an die Kehle gesprungen. Ich hab mir alles bieten lassen. Jetzt ist die endlich weg und jetzt geht der Terror von anderer Seite los.

Aber wie gesagt - diesmal geht's auch an unser Geld, und ich habe ja jetzt gute Tipps bekommen, wie ich weiter vorgehen kann.

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Eine sehr gute, praxisorientierte Antwort.

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Eine kurzfristige Lösung wird hier nicht zu erreichen sein. Also stelle Dich darauf ein, dass vermutlich mehrere Schritte (Eskalationsstufen) bis hin zur Mietkürzung erforderlich sind.

Verlasse Dich ausserdem nicht auf die Mithilfe der restlichen Hausbewohner, denn daheim meckern ist einfacher als aktiv zu werden.

  • Fang damit an, dass Du das, was Du hier schilderst, genauso dem Vermieter bzw. der Hausverwaltung erzählst und Dich damit beschwerst.
  • Zuerst mal nur mündlich, wenn es nichts nutzt, als nächsten Eskalationssschritt schriftlich.
  • Geht es auf gütlichem Weg nicht, dann eskaliere die Sache weiter und lass es über einen Anwalt laufen bzw. werde Mitglied im örtlichen Mieterverein.

Lies den Artikel unter diesem Link und Du bekommst weitere Hinweise auf Vorgehensweisen:

https://www.mietrecht.org/mietvertrag/ruhezeiten-mietwohnung/

Das Lichtproblem liesse sich vom Vermieter relativ simpel lösen, indem er für den Kellerbereich Zeitschalter installieren lässt (was ohnehin in den mir bekannten Mietshäusern sowohl im Keller als auch auf Speichern und im Treppenhaus üblich ist). Ob er es macht ist eine Frage, wie sehr Du dazu "motivieren" kannst.

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Danke für die umfassende Antwort. Ich habe letzte Nacht noch mit meinem Nachbarn gesprochen, der ebenfalls nicht schlafen konnte und auf seinem Balkon saß. Er will Montag den Hausmeister und im weiteren Schritt den Vermieter einschalten. Ich weiß nur eben nicht, wer hier draufzahlen muss, denn tatsächlich wird ja wohl Allgemeinstrom auf alle Mieter umgelegt oder bezahlt jeder seinen eigenen Strom in seinem eigenen Keller? Hier geht's ja auch nicht nur um das Licht im Keller, sondern auch darum, dass hier stundenlang eine Musikanlage in Betrieb ist, die ja auch durch irgendwas betrieben wird.

Ganz zu schweigen von meiner Gesundheit, die hier leidet, denn ich komme auf Dauer nicht mit 2 oder 3 Stunden Schlaf aus, die ich dann in den Morgenstunden nachholen muss und den halben Tag im Bett liegen kann und mag ich auch nicht.

Ich denke mal, das war erst der Anfang, denn jetzt ist der Keller fertig und jetzt wird's richtig rund gehen. Ich denke, ich werde den Vermieter hierüber schriftlich informieren müssen (obwohl ich mich noch niemals über Nachbarn beschwert habe). Ich werde wohl Rechtsurteile heranziehen und evtl. schon auf eine mögliche drohende Mietkürzung wegen Ruhestörung hinweisen, wenn der Zustand weiter so anhalten sollte. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass der Vermieter über diesen Partykeller informiert worden ist, aber was weiß ich schon....... dem Vermieter geht sowieso alles am Allerwertesten vorbei.......

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@herz8

Nach § 2 Nr. 11 Betriebskostenverordnung (BetrKV) ist "Allgemeinstrom" (manchmal auch "Hausstrom" genannt) auf die Mieter umlagefähig. Deshalb zahlt ihr nach einem festgelegten Verteilerschlüssel (aus der Nebenkostenabrechnung ersichtlich) die Stromkosten für Treppenhaus, Keller usw., also alles, was nicht durch den Stromzähler der bzw. für die Wohnung läuft.

Es mag ja sein, dass dem Vermieter diese Angelegenheit egal ist, aber auch er hat sich an Vorgaben und Gesetze im Umgang mit Mietwohnraum zu halten.

Und wenn er das nicht macht oder meint, das alles gelte für ihn nicht - nun, dann muss er es eben auf die harte Tour lernen.

In einem Haus, in welchem ich einmal wohnte, war auch ein Partykeller eingerichtet. Nach anfänglichem RambaZamba und der daraus entstanden Eskalation wurde dieser Keller zwar gerichtlich genehmigt, aber mit dermassen vielen Auflagen (z.B. eigener Stromanschluss, umfangreiche Schalldämmung des Raumes, schalldichte Türen, brandschutztechnische Zu-, Abgangs- und Fluchtwege), dass es der Vermieter dann lieber komplett verboten hat.

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Danke für die umfassende Antwort. Ich habe in den frühen Morgenstunden schon mit meinem Nachbarn gesprochen, der ebenfalls auf dem Balkon saß, weil er nicht schlafen konnte. Er will den Hausmeister und den Vermieter einschalten. Ich werde das dann wahrscheinlich in absehbarer Zeit auch noch schriftlich tun mit möglicher Androhung von Mietkürzung, falls dieser Zustand weiter so anhält.

Es geht ja auch nicht nur um die Lichtfrage (denn Kellerlicht gehört ja wohl zum Allgemeinstrom), sondern auch darum, dass da stundenlang eine Musikanlage in Betrieb ist, die ja auch durch irgendwas betrieben werden muss. Das geht ja dann wohl auch auf unsere Kosten - oder haben die in ihrem Keller einen eigenen Stromzähler? Kann ich mir nicht vorstellen.

Da der Partykeller jetzt fertiggestellt worden ist und anscheinend eingeweiht wurde, wird dieses Spielchen wohl so weitergehen. Und das kann ich auf Dauer nicht mehr.... diese Beschallung ertragen und seinen eigenen Fernseher bzw. sein eigenes Wort in der Wohnung nicht mehr verstehen und morgens oder tagsüber 2 oder 3 Stunden nachschlafen müssen. Und den halben Tag im Bett liegen kann und mag ich auch nicht, ich habe auch noch anderes zu tun.

Vielleicht mache ich noch einen Aushang im Haus mit Hinweisen auf drohende Mietkürzungen durch Ruhestörung, die dann der Verursacher tragen muss und auch noch mit dem Hinweis darauf, dass nicht nur für die Wohnung, sondern auch für den Keller eine Mietordnung gilt, die lauten, andauernden Lärm nicht gestattet, durch die andere Mietparteien belästigt bzw. in ihrer Nachtruhe gestört werden.

Oder ist es sinnvoller, erst ein paar Mal die Polizei einzuschalten, damit man "Beweise" hat, bevor man härtere Maßnahmen ergreift? Habe ich noch nie getan und ist mir eigentlich auch nicht recht......

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@herz8
Vielleicht mache ich noch einen Aushang im Haus mit Hinweisen auf drohende Mietkürzungen durch Ruhestörung, die dann der Verursacher tragen muss und auch noch mit dem Hinweis darauf, dass nicht nur für die Wohnung, sondern auch für den Keller eine Mietordnung gilt

So wie ein Sheriff solltest Du nicht vorgehen, denn es ist nicht Deine Aufgabe über die Weiterbelastung einer Mietkürzung wegen Lärmbelästigung nachzudenken, sondern die des Vermieters. Der Vermieter muss der alleinige Empfänger Deiner Nachricht sein! Und er muss ein klares Signal zur drohenden Mietkürzung erhalten.

Unbestritten ist Dein Recht, bei heftigem Partylärm nach hh.mm-Uhr die Polizei zu rufen. Aber das Lärmprotokoll solltest Du führen, nicht die Polizei. Denn für Deine Mietkürzung ist Dein Protokoll wichtig und nicht das der Polizei, das Du sowieso nicht erhältst.

Es gibt keine Mietordnung, sondern das Dokument heißt Hausordnung, die Du aber den anderen nicht erklären musst. Es reicht der Verweis darauf.

Rege Dich über die € 2,37 für das Mehr des Allgemeinstroms nicht auf.

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Danke für die wirklich sehr hilfreiche Antwort. Ich muss gestehen, ich scheue mich davor, die Polizei zu rufen, das habe ich bei der schlimmsten Lärmbelästigung durch andere Mieter noch nie getan, obwohl ich da schon massenweise Grund dazu hatte. Gerade vor einer Weile ist erst eine Mieterin oben drüber ausgezogen, die uns hier über lange Zeit eine regelrechte "Hölle" bereitet hatte mit ständigen Partys von über 20 Personen und jede 3. Nacht so lauter Musik, dass das Haus fast zusammengefallen ist. Ich hatte sie 1 x höflich darauf angesprochen, da ist die mir fast an die Kehle gesprungen. Ich hab mir alles bieten lassen. Jetzt ist die endlich weg und jetzt geht der Terror von anderer Seite los.

Aber wie gesagt - diesmal geht's auch an unser Geld, und ich habe ja jetzt gute Tipps bekommen, wie ich weiter vorgehen kann.

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Tut mir leid, hier erscheint alles doppelt und dreifach, hab irgendwas falsch gemacht, war keine Absicht. Sorry.

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Aufzustrom im Allgemeinstrom?

Es geht darum, ob in den Aufzugkosten laut Nebenkostenabrechnung der Strom mit enthalten ist oder ob dieser unter Allgemeinstrom fällt. Anscheinend kann das so oder so gehandhabt werden. Es existiert kein sichtbarer Aufzug-Stromzähler, den man als solchen erkennen könnte, aber vielleicht ist er woanders oder sieht anders aus.

Es ist ein Wohnhaus (Baujahr etwa 1995) mit sechs Bewohnern. Der eher kleine Aufzug fährt vom Keller bis in den 3. Stock. Der auf die einzelne Wohnung entfallende Kostenanteil beträgt 0,42 € pro Quadratmeter im Monat. Das liegt deutlich über dem Betriebskostenspiegel (0,15 €). Die Gesamtkosten für den Aufzug belaufen sich auf 2800 € im Jahr. Die Frage ist also, ob das nur der Betrag für die Wartung ist oder für Wartung + Strom.

Es läßt sich wohl nicht hunderprozentig sagen, aber kann man anhand der hohen Kosten davon ausgehen, daß der Strom darin enthalten sein müßte? Oder sind 2800 € nur für die Wartung im Bereich des Üblichen?

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150.000 EUR anlegen

Hallo, ich stehe vor einem kleinen Problem. Hier die Ausgangssituation:

Ich bin 30 Jahre und studiere derzeit ohne nebeneinkünfte. Mein Studium habe ich durch eine Erbschaft bereits finanziert 150.000 EUR sind übrig geblieben. Ich besitze KEIN Wohneigentum, dh. ich zahle derweil ca. 400 EUR Miete.

Da es mir irgendwie nicht in den Sinn kommen will, dass ich 150.000 EUR auf dem (Giro)Konto habe die unter 1% verzinst sind und ich noch Miete zahlen muss, muss ich mich wohl oder übel mal Gedanken machen ob ich nicht Wohneigentum erwerben möchte und somit das Geld zumindest halbwegs vor der drohenden Inflation schützen kann.

Ich habe auch schon mit meinen Eltern gesprochen, die mir ein Betrag bis MAX 120.000 EUR zur Verfügung stellen würden. Diesen würde ich ich dann mit 3% pa effektiv bekommen (es ist eine freiwillige Zinszahlung meinerseits... daran möchte ich auch nichts ändern).

Mein Studium endet in ca. 2 Jahren und ich wohne in der näheren Kölner Umgebung.

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Danke Mfg Michael

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