Abo vorher kündigen?

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2 Antworten

Außerordentliche Kündigungsrechte bestehen immer und können vertraglich nicht ausgeschlossen werden. Worüber man allerdings streiten kann und wird ist, was bei Mängeln in der Zustellung als solche zu gelten haben.

Ich mache Dir mal Beispiele:

Fall 1: Der Verlag hat einen eigenen Zustelldienst, welcher aber unzuverlässig ist. Hier ist eindeutig die Verantwortung beim Verlag und eine außerordentliche Kündigung gerechtfertigt. Das habe ich vor langer Zeit mal bei der FAZ so praktiziert und es ist auch anerkannt worden.

Fall 2: Auf Wunsch des Kunden erfolgt Postzustellung und der Postzusteller ist dumm wie Brot. Eines meiner Mietshäuser hat die Hausnummer 24. Daneben gibt es aber noch Nr.24A und Du darfst raten, wo die Zeitschriften der Mieter von 24A immer im Treppenhaus liegen. Hier kann man unterschiedlicher Meinung sein, ob nun der Verlag oder der Kunde Opfer der Deutschen Post ist.

Fall 3: Der Zusteller findet das richtige Haus und sogar den richtigen Briefkasten. Allerdings ist der Briefkasten nicht DIN-gerecht. Die Zeitund ragt raus und wird ständig gestohlen. Dafür kann der Verlag nun wirklich nichts.

Was Du tun solltest? Drohe den Verlag schriftlich die außerordentliche Kündigung des Abos an, wenn Lieferungen nach dem Tag X nochmals nicht eintreffen und dann kündigst Du eben.

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Neben einer ordentlichen Kündigung hat man auch ein Sonderkündigungsrecht. Wann du den Abo-Vertrag vorzeitig beenden kannst, steht in den Vertragsbedingungen. Grundsätzlich ist eine außerordentliche Kündigung möglich, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Dieser Grund muss so gravierend sein, dass dir nicht zugemutet werden kann, den Vertrag fortzuführen.

Ein solcher Grund kann beispielsweise u.a. vorliegen, wenn man getäuscht wurde, falsch informiert wurde oder wenn der Anbieter eine abonnierte Zeitschrift nicht oder nur unregelmäßig liefert. 


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