Abmahnung weil ich nicht eingesprungen bin?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

den ersten wichtigen Schritt hast Du ja bereits unternommen. Du hast in Deinen Vertrag geschaut. Es gibt Fälle da wäre dann noch zu prüfen, ob das was im Vertrag steht, überhaupt rechtskräftig ist. Ist hier ja wohl nicht nötig.

Unbestreitbar Tatsache ist, daß Dir in ausdruckstarker schriftlicher und rechtsgültiger Form ein Fehlverhalten vorgeworfen wird, bei dem man Dir u.U. ein stillschweigendes Einverständnis unterstellen kann, solltest Du nicht adäquat reagieren.

Daher, bloß nix untschreiben. Dem Vorwurf schriftlich widersprechen und dabei auf Vertrag und den tatsächlichen Vorgang verweisen. Vermeide dabei jegliche persönliche Färbung oder Kommentare, Verweise auf mögliche weiteren Schritte deinerseits und vermeide es dich in der Formulierung zu verkünsteln. Das ist deshalb wichtig, weil Dein Arbeitgeber sich an die mündliche Relativierung und Beschwichtung im Fall weiterer Probleme plötzlich nicht mehr wird erinnern können.

Weiter empfehle ich den Eintritt in eine Gewerkschaft mit Rechtschutzversicherung oder zumindest eine anderweitige RSV für Arbeitsrecht.

Da es in einem Pflegeberuf nicht sonders schwierig sein sollte, als gute Arbeitskraft einen job zu finden, brauchste Dich gar nicht ins Bockshorn jagen lassen.

und noch was zum Lesen https://www.haufe.de/recht/arbeits-sozialrecht/arbeitsrecht-10-dinge-die-sie-ueber-abmahnungen-wissen-sollten_218_78076.html

Danke für die ausführliche Antwort :-). Ich überlege mir übers Wochenende wie ich den Einspruch formuliere.

Ich muss mich langsam echt mit Gewerkschaften auseinandersetzen. Es ist echt zu leicht ausgenutzt zu werden manchmal...

Aber ja, hast natürlich auch mit dem letztem Satz vollkommen recht. Sollte mir tatsächlich gekündigt werden hätte ich keine Probleme einen neuen Arbeitsplatz zu kriegen.

0
@TemerianQueen

Mußt halt aufpassen, dass sie nicht anstatt zu kündigen, an Sozialleistungen oder Weihnachtsgeld drehen.

1

Ich kann Dir nur dringlich raten diese unberechtigte Abmahnung schriftlich (nachweisbar ) !! zurückzuweisen, denn hier scheint ein Arbeitgeber eine Kündigung "vorzubereiten".

Am 27.07. habe ich eine Dienstanfrage per e-Mail bekommen für den 28.-31.07.

Mal davon abgesehen ist es speziell während Deiner freien Tage nicht Deine Pflicht Dein Emailkonto hinsichtlich eingehender Nachrichten von Deinem AG zu überprüfen.

Danke für die Antwort! Ich hoffe, dass das mit dem Zurückweisen klappt.

0

Du bittest deine Chefin darum, die Abmahnung zu annullieren und dir dies schriftlich mitzuteilen. Rechtlich darf sie dich deswegen nicht abmahnen. Andererseits, einmal einspringen und aushelfen hättest du schon können, oder? Einmal zurückstecken, um deinem AG zu helfen, wenn jemand ausfällt. Jeder wird mal krank und muss vertreten werden.

Ich springe eigentlich immer ein, nicht dass du da was falsches denkst :-). Die meisten Dienste, die ich kriege sind spontan, so läuft das ziemlich oft in der Branche.

Und danke für die Antwort!

0

Mal was anderes; in der Pflege wird ja immer gesucht. Warum bist du denn noch beim Dienstleister?

Ich hatte das ursprünglich als 450€ Job neben dem Studium gemacht und bin irgendwie hängen geblieben. Wahrscheinlich mache ich nächstes Jahr die Ausbildung, da mir das besser gefällt als Lehramt.

Und wie gesagt, bisher war das echt ein guter Arbeitgeber.

0

Was möchtest Du wissen?